Fortsetzung Die Erweiterung


Die Jungs kommen wieder von ihrer Show. Nicht ganz allein. Ihnen folgt ein Autokorso. Die Security fahren vor. Nach der dritten Umrundung unseres Blockes kommen sie auf den Parkplatz. Ihnen folgt niemand mehr. Sie steigen aus und wollen gleich ins Zimmer. Zu Essen haben sie schon bekommen. „Von einem Catering“, sagt Klaus, der Veranstalter. „Das funktioniert gut mit Dir. Ich werde die kommenden Gastspiele alle bei Dir unterbringen.“

„Und die wollen auch in so eine bescheidene Hütte wie unsere?“

„Naja. Alle nicht. Es gibt Ausnahmen mit Namen. Die wollen vier, fünf, sechs Sterne. Die Meisten wollen Abgeschiedenheit. Und da sind wir bei Dir richtig.“

„Danke, mei Gutster.“

Klaus bezahlt mich gleich mit. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Ich werde sichtbar lockerer.

„Die Mädchen haben Dir eine Kasse zurück gelegt. Ich soll Dir das mit geben.“

Die hübschen Riesenbusen haben mir fast zweitausend Mark gesammelt. Das hätte ich beim besten Willen, niemals erwartet.

„Das ist vom Fernsehgeld. Ein Kompliment für die Küche.“

Dazu haben sie eine schönes Kartenfoto gelegt, auf deren Rückseite sie alle einen Kussabdruck hinterließen. Auf dem Bild ist mein Junior in diesem Meer aus Brüsten zusehen. Die Karte ist fast wie ein Ratespiel. Wo ist der Kopf vom Junior? Meinen Sohn habe ich erst nach Joanas Hinweis gefunden.

Kaum sind die Jungs oben, höre ich an unserer Haustür die ersten Bewegungen. Klaus geht mit mir an die Tür. Durchs Haus schleichen die ersten Mädchen mit den Schuhen in der Hand. Wir gehen ihnen hinterher. Oben angekommen, können wir unseren Augen kaum trauen. Sie stehen tatsächlich Schlange für ein Schäferstündchen mit den Strippern. Eine raus, die Nächste rein. Der Witz ist. Alle Jungs schlafen im Doppelzimmer. Also, nicht allein. Was kann junge Frauen in so einen Zustand versetzen? Hormone können das schon mal nicht sein. Klaus fragt sie, was sie denn hier wollen. Keine Antwort. Vereinzelt etwas Gekicher. Sonst nichts. Vor der Tür, schamvoll. Im Zimmer, schamlos.

Fortsetzung folgt

Zur Überbrückung der Unterbrechung


…habe ich Ihnen mal ein paar Fotos der letzten zwei Touren eingelegt. Bevor Jana frei hat, fahre ich die geplante Tour schon mal ab. Ich möchte verhindern, dass Jana ihren freien Tag an Baustellenampeln herum steht. Und zur Zeit gibt es viele bei uns. Egal, in welche Richtung wir fahren, überall sind die Minibaustellen. Nervenaufreibend, das Ganze. Auf einer Strecke von zehn Kilometern, vier Mal an einer Baustellenampel stehen, ist eigentlich zu viel des Guten. Wie gesagt:

In der Pandemiesperre durfte Jeder bauen und arbeiten!

Komischer Weise waren da die Straßen voller als jetzt. Zufälle gibt es… .

Molveno
Molino im Fleimstal
Der Mototreff ist umgezogen
Aber, er hat überlebt dabei
Ein Gewitter über den Gampen von Mölten aus gesehen
Gehen wir mal zu einem Freund
Leer, aber schön
Jetzt schauen wir mal, ob das Gewitter weg ist. Ab nach Hause

Sonderthema: Interview mit dem Vorsitzenden der KP der DVR, Boris Litwinow


LieselotteMayer übersetzt Ihnen heute ein Interview aus dem Donbass. Es geht um die Abspaltung des Donbass von der Ukraine und wer das wie organisiert hat. DDR Bürger sollten sich das durchlesen:-))

https://alternativepresseschau.wordpress.com/2021/06/28/sonderthema-interview-mit-dem-vorsitzenden-der-kp-der-dvr-boris-litwinow/

Fortsetzung Die Erweiterung


Steffen und Karin kommen an diesem Wochenende. Wir erwarten wieder eine Strip Show aus Amerika. Dieses Mal sind es die Dream Boys. Steffen hat davon gehört und Karin angetrieben. Die Zwei haben uns einen großen Koffer Geschenke versprochen. Wir haben, im Gegenzug, eine kostenlose Kost und Logis versprochen. Das sind wir unseren Freunden schuldig.

Unsere monatliche Belastung durch Kredite steigt mittlerweile auf sage und schreibe, siebzehn Tausend Mark. Viele unserer Freunde und Konkurrenten fragen sich,wie wir das aufbringen.

Ein guter Kollege, der auch einen Gasthof umgebaut hat, hat sich deswegen aufgehangen. Wir sind nicht nur traurig, sondern auch etwas besorgt. Der Umgang mit den Investoren hat sich wesentlich verändert. Wir registrieren schon eine gewisse Bosheit. Offensichtlich hat Keiner damit gerechnet, dass die Schuldner so problemlos die Wucherkredite bedienen. Es vergeht keine Woche, in der nicht neue Hürden präsentiert werden. Regeln, die es weltweit nicht gibt. Aber bei uns.

Alle Kollegen haben irgendwie immer die gleichen Ideen. Es könnte auch sein, man hat sich das untereinander abgeschaut. Wir jedenfalls haben ins Auge gefasst, Essen außer Haus anzubieten. Der Zwang, die Darlehen zu bedienen, ist Ausschlag gebend dafür.

Fortsetzung folgt

Willi Bredel: John Schehr und Genossen


Wem diese Geschichte nicht wach rüttelt, dem wünsche ich Gute Nacht.

Sascha's Welt

John ScheerEinst wohnte ich in der John-Schehr-Straße. Mir war bewußt, daß es sich um einen hervorragenden und zuverlässigen Kommunisten handelte, nach dem unsere Straße benannt worden war. Für uns in der DDR war es eine Selbstverständlichkeit und eine Sache der Ehre, das Gedenken an bedeutende Persönlichkeiten unserer Geschichte zu achten und zu ehren. Es waren vor allem die Kommunisten, die in der Nacht des Faschismus die Würde unseres Volkes bewahrten und mit allen Mitteln gegen die täglich zunehmende Verrohung und Verwahrlosung der Gesellschaft kämpften, die mit der Machtübertragung an die Nazipartei einherging. Und sie waren die ersten Opfer der Nazis. Stets waren es die Kommunisten, die auf der Seite des werktätigen Volkes standen, die gegen Kapitalismus und Krieg, gegen Ausbeutung und Unterdrückung kämpften. Es waren die Kommunisten, die sich – charakterlich stark, verläßlich und geradlinig – für eine gerechtere Welt einsetzten und die schließlich ihr Leben dafür gaben. Nie werden wir…

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Die Erweiterung


Die Erweiterung

Im Laufe der Zeit werden unsere Beziehungen umfangreicher. Viele Betriebe feiern bei uns ihre Feste. Die Privatfeiern beschränken sich auf Hochzeiten und außergewöhnliche Jubiläen. Unter der Woche sind wenige Bürger im Ort. Entweder arbeiten sie im Westen oder weit weg von zu Hause. Auf den Autobahnen spielen sich dramatische Vorgänge ab. Es gibt hunderte Tote. Auch im Umfeld unserer Familie.

Manne hat sich zusammen mit Oma und seiner neuen Freundin, vor das Gas gelegt. Alle sind gestorben. Keiner hat sie in dem halb leeren Haus vermisst. Die Trauerfeier war einsam. Arme Leute haben keine Freunde. Selbst die eigene Familie war sehr sparsam vertreten. Wegen Manne, sind mir das erste Mal Tränen gekommen. Ich habe ihm monatlich dreihundert Mark überwiesen. Wir hatten einfach keine Zeit, ihn zu besuchen.

Inzwischen haben wir unseren Jugendclub eröffnet. Ich nannte es nicht offiziell Jugendclub. Der neue Staatsschutz verlangte dafür Erklärungen, die mich an 1933 und an das FDJ-Verbot im Westen erinnern. Ich habe das als Bar geöffnet. Die örtliche Jugend war zufrieden mit dem Treffpunkt. Den Club, einen nicht all zu hohen Raum, haben wir etwas spartanisch eingerichtet. Eine gewisse Gemütlichkeit sollte vermittelt werden. Das gelang uns. An der Decke haben wir einen Durchbruch angelegt. Im Raum oben drüber, einer ehemaligen Bühne, konnte ich den jungen Leuten das Billard platzieren. Jochen, der bis jetzt immer noch keine Arbeit fand, wurde Barist. Andrea war überglücklich. Zu unser aller Glück, wurde die Bar kein Saufhaus. Auch unsere Hotelgäste gingen regelmäßig in die Bar.

Das Alles hat jedoch einen Nachteil. Jochen geht zur Arbeit, während Andrea den Feierabend antritt. Jetzt könnte man denken, ich habe das zu Gunsten Joanas absichtlich getan. Habe ich nicht. Das ist das einfache Tagesleben in Gastronomenfamilien. Die Familienmitglieder treffen sich an den Ruhetagen. Zumindest haben wir der Familie eine Existenz ermöglicht und wesentlich zur Entspannung der Situation bei getragen. Andrea begrüßt ihren Jochen jetzt immer persönlich. Jochen freut sich regelmäßig über ihr frisches Aussehen und ihre Gelassenheit.

Die Beziehung zwischen Joana und Andrea hat sich zu einer echten Liebe entwickelt, von der wir Alle profitieren.

Fortsetzung folgt

Apulien in Italien: Migrantischer Arbeiter stirbt nach zermürbendem Arbeitstag — LabourNet Germany


Jaja. die faulen, kriminellen Migranten. Überall fallen die auf.

Zuerst überfallen wir mal nebenbei ein Land und deren überlebende Flüchtlinge finden sicher einen Platz in EU-KZ’s.

Schließlich will das „fleißige“ Westeuropa Tomaten fressen.

“Erneut eine Meldung, die in der Rubrik “Vermischtes” verschwinden wird: Gestern Donnerstag, 24. Juni 2021, ist ein 27-jähriger migrantischer Landarbeiter in Apulien gestorben. Camara Fantamadi aus Mali arbeitete schon seit Tagen unter der brennenden Sonne in der Tomatenernte. Trotz sehr hohen Temperaturen sind die migrantischen Landarbeiter gezwungen, den ganzen Tag weiterzuarbeiten – ohne Zugang zu…

Apulien in Italien: Migrantischer Arbeiter stirbt nach zermürbendem Arbeitstag — LabourNet Germany

Kleiner Hinweis zum Liebesroman „Joana“


Im Moment verzichte ich auf meine Tageswerbung. Ich möchte meinen Liebesroman: „Joana“ noch in den Amazon Storyteller Award 2021 bekommen:

https://www.amazon.de/b/?node=14625037031

Damit habe ich dann zwei Bücher im Wettbewerb.

Eigentlich war geplant, den Roman im Juni noch fertig zu bekommen. Aber, wie gesagt, die Fallen lauern überall. Und genau die fressen meine Zeit.

„Joana“ wird uns etwas in die Wendezeit führen. Ich stelle ein freies Leben der DDR, dem aktuellen – angeblich freien Leben, gegenüber.

Im Roman sind viele jugendfreie Passagen enthalten. Die zensiere ich für das Blog heraus.

Angeboten wird er für 18+. Das jedenfalls ist vorläufig der Plan.

Der Parteitag wird mich rügen für meine zu späte Planerfüllung. Genossin Margot hätte mir trotzdem für das Buch persönlich gratuliert.

In der DDR hätten wir das Buch 14+ verlegt:-))

Fortsetzung Der Betrieb läuft


Fortsetzung Der Betrieb läuft

Die jungen Frauen aus Amerika sehen meinen Sohn und geben sofort Freudengeräusche von sich, die wir vielleicht als Quieken oder Jubeln bezeichnen. Sie klingen in etwa, wie die Fanrufe bei Konzerten. Mein Junior, Alex, rollte mit den Augen bei dem Anblick. Nach der Gepäckablage stürmten die jungen Frauen meine Küche und fingen an, in meinen Rohstoffen, ihre Speisewünsche zu suchen. Der Dolmetscher wollte eigentlich, dass sie gehen. Das habe ich nicht zu gelassen. Schließlich wollte ich auch meine Show. Und zwar, ohne Eintrittsgeld. Zudem war mir die Gegenwart dieser jungen Frauen sehr angenehm. Alle waren fast schon übertrieben freundlich. Zumindest wirkte das bisweilen etwas aufgetragen. Neugierig waren sie auch noch. Sie wollten unbedingt sehen, wie ich ihr Essen zubereite. Joana und Andrea bekamen reichlich Komplimente für ihr Aussehen. Das Wort, das ich am meisten hörte, war:

„Very nice.“

Unsere Restaurant gefiel ihnen besonders. Sie fanden es kuschelig. So übersetzte mir das jedenfalls der Dolmetscher.

Mir jedenfalls, gelang es nicht, sämtliche Äußerungen zu verstehen. Die Frauen redeten sehr oft untereinander. Ich konzentrierte mich mehr auf deren Gesten. Und die waren einladend und freundlich.

„Warum machen Sie diese Show?“, fragte ich sie.

„Die meisten jungen Frauen beklagten den großen Brustumfang. Eine Operation zur Verkleinerung der Brüste wäre aber unglaublich teuer zu Hause. So würden sie sich das Geld zusammen sparen.“

Sie gaben uns allen Tickets für ihre Auftritte. Wir sollten unbedingt ihre Show besuchen. Der Junior bekam auch ein Ticket.

Fortsetzung folgt

Fortsetzung Der Betrieb läuft


„Früher haben wir wenigstens Ausfahrten und Konzerte bekommen. Das ist wie weg geblasen.“

„Ja. Aber Du hast gesagt, Kommunisten sind Scheiße.“

„Jetzt muss ich sogar beim Doktor bezahlen. Der will zehn Mark und hält mir seinen Lauscher an die Brust. Das wars.“

Ich muss die Zwei nach Hause fahren. Sie haben nicht mal das Fahrgeld, das sich verzehnfacht hat. Manne kann den Arzt nicht mehr bezahlen. Gerlinde auch nicht. Die Drei leben in Existenzangst. Wir packen ihnen etwas Essen zusammen, ein paar Brote, Konserven und ich fahre sie nach Hause. Trostlos endet was blühend begann.

Das kommende Wochenende kommt schon der erste Bus. Unser Ort hat jetzt angeblich eine Partnergemeinde im Westen. Und die besuchen uns. Die blöden Kommentare unterscheiden sich kaum von den Kommentaren der Gäste unserer ersten Gaststätte. Im Gegenteil. Sie sind erniedrigender. „Warum schmeißt Du die nicht raus“, zischt Joana. „ Die angepinselten Nutten mit ihren großen Fressen. Keine von denen hat je gearbeitet.“

Joana hat schon Recht. Geschenke haben die keine mit. Nicht mal Souveniers. Wer hat denen die Fahrt gezahlt?

„Wir haben eine Spendensammlung für Wunderbachwitz gemacht. Der Pfarrer freut sich.“

„Das glaub ich gerne. Der hat es auch bitter nötig.“

„Was gibt es denn heute zu Essen?“

„Die Gemeinde bezahlt Ihnen heute:

Champignonsuppe

Salatteller

Roulade mit seidenen Klößen und Anhaltiner Spargel

Eierschecke mit einem Kirschlikör“

„Spargel haben wir selbst zu Hause, massenhaft.“

„Aber der Gemeinderat, dem auch maßgeblich Bürger ihrer Stadt angehören, hat dieses Menü genehmigt.“

Nach dem Essen sagen mehrere, „der Spargel schmeckt besser als unserer:“

„Vielleicht kann ich ihn besser kochen?“

So habe ich wenigstens dabei, für etwas voreingenommene Unterhaltung gesorgt.

Am frühen Morgen lernen wir das erste Mal, wie sich Westdeutsche an einem Frühstücksbuffet benehmen. Sie packen Alles ein, was nach Essen aussieht. Aber auch unsere Dekoartikel. Mundgeblasene Vasen aus Lauscha. Jetzt ist das privates Westeigentum, das mit Waffen verteidigt wird im Notfall. Die kleinen Schnitzereien aus unserer Glasvitrine, sind auch in ihren Taschen gelandet. Ich frage sie bei der Abreise, ob sie zufälligerweise etwas mitgenommen hätten.

„Nej“, schallt es fast einhellig aus ihren breiten Fressen.

„Soll ich erst die Polizei holen?“

„Unsere Polizei ist doch schon da“, antwortet dieses Drecksvolk, laut lachend.

Ich rufe auf der Gemeinde an und sage Bescheid, dass ich dieses Gesindel nie wieder aufnehme. Die haben bei uns Hausverbot!

Fortsetzung folgt