Der Deutsche Freidenker – Verband legt Euch heute mal ein paar Zahlen vor


https://www.freidenker.org/?p=10831

Ihr werdet nicht lange lesen müssen, um festzustellen, wer die „Teutschen Drecksvögel“ sind, die sich darauf berufen, Deutsche zu sein:-))

Lest und lernt, sagte schon Lenin:-))

Im gleichen Beitrag möchte ich noch einmal unseren chinesischen Genossen gratulieren und danken:

https://www.freidenker.org/?p=10838

Der Erpressungsversuch


Der Erpressungsversuch

Der Montag beginnt mit einem Telefonat. Meine Frauen sind alle bei der Arbeit und recht lustig. Ich bin froh, Joana etwas abgeschirmt zu haben von den Erpressungsversuchen. Sie hört aber misstrauisch meinen Telefonaten zu.

Die Angestellten der Steuerbehörde checken ein und bestellen auch gleich ihr Abendessen. Ich biete ihnen das Tagesmenü an, welches wir ohnehin auch ausliefern. Darüber freuen sie sich. Auf diese Art sparen sie sich etwas von dem üppigen Trennungsgeld, das sie bekommen. Die Westbeamten bekommen immerhin mehr Trennungsgeld als wir in der Sowjetunion, sechstausend Kilometer entfernt von der Familie. Offensichtlich gibt es in diesem System nur Trennungsgeld für jene Leute, die sich selbst keinen Pfennig mit Arbeit verdienen. Deren Chefs greifen wahrscheinlich in eine offene, recht üppige, kaum versiegende Beutekasse. Es gibt reichlich Beute in der DDR. Wie sagt ein Sprichwort? „Ein wohl duftender Haufen zieht reichlich Schmeißfliegen an.“

Wir werden damit Zeuge, wie sich die einzelnen Besatzungsnetzwerke um die Beute streiten. Immer wieder fragen uns Vertreter und Berater aus dem Westen, ob wir uns etwas Geld bei Seite schaffen. Was soll ich sagen? Die kennen ihre Landsleute. Uns sind diese kriminellen Seilschaften unbekannt. Eines dürfen wir aber registrieren. Wenn die Besatzer ausgerechnet unsere Stasi als Seilschaft bezichtigen, folgen sie einer goebbelschen Strategie:

„Was ich selber denk und tu, trau ich jedem Anderen zu.“

Das Sprichwort ist ein fester Bestandteil echter, plündernder Besatzungspolitik. Kriminelle haben immer das Interesse, von ihren abscheulichen Taten abzulenken.

Beim Telefonat mache ich den Bürgermeister darauf aufmerksam, es bestünde schlicht die Möglichkeit, eine Messung unseres Wassers in der Kläranlage oder an ihrem Auslauf durchzuführen. Gleichzeitig zeige ich den Riesenmisthaufen des Nachbarn an, dessen Gülle in meine Regenabwassersysteme läuft. Die Reaktion dieses Kreuzschwingers fällt bescheiden aus.

„Ich kümmere mich darum.“

„Regenwasser ist Trinkwasser, Herr Meister!“

Ich fordere eine Aufklärung des Diebstahles meines Komposthaufens. Immerhin kostet Kompost dieser Qualität in Baumärkten der Besatzer, zehn Mark pro fünfundzwanzig Kilo. Ich rede von zwei bis drei Tonnen.

Dazu mache ich dem „Meister“ -Bürger- in dem Namen muss ich meiden, darauf aufmerksam, bei uns gilt DDR Recht und nicht das der Besatzer! Kein Mensch der DDR hat dieses Recht gewählt oder beschlossen. Ich merke schnell, der Meister wünscht sich seine Drehbank von früher zurück, an der er für tausend DDR Mark monatlich, sein Morgenschläfchen abhalten durfte.

Fortsetzung der Druck wächst


Andrea und Jochen übergeben mir die Kasse. Sie haben gut verdient an dem einen Tag. Ich gebe Jochen zu seinen Prozenten noch eine Prämie. Er kann es kaum fassen. „So viel Geld!“ Es ist etwa der halbe Monatslohn im Vergleich zu dem, von den Westbesatzern.

„Die haben Deinen Komposthaufen weggebaggert“, sagt Andrea. „Ich gehe jetzt mit Joana und Karin nach Oben.“

„Sag es bitte Joana nicht. Willst Du Renate mit nehmen?“

Karin ruft Renate und die möchte mitgehen.

Ich gehe schnell an den Briefkasten. Dort haben diese Gangster einen Umschlag reingesteckt. Er ist ziemlich dick.

Den Monteuren gebe ich die Zimmerschlüssel und sie verschwinden umgehend.

„Hat die Bar heute offen?“

„Aber sicher. Jochen wartet auf Euch.“

Der Komposthaufen war für meine Blumenästen vor den Fenstern geplant. Jetzt haben die Besatzer mir den geklaut. Im Schreiben steht, ich hätte das Gesetz gebrochen und müsste die Entsorgung bezahlen. Das Gesindel verlangt von mir glatte acht Tausend Mark. In einem anderen beigefügten Schreiben steht, mein Trinkwasser würde nicht den Normen entsprechen. Dabei haben wir eine Klärgrube, die erst zehn Jahre alt ist. Eine Drei-Kammer-Klärgrube der DDR. Die gibt es noch nicht mal im Westen. Am örtlichen Bach hätten sie bei einer Wasserprobe, Kolibakterien und Fäkalienrückstände gefunden. Sie blasen zu Angriff, die Verbrecher. Ich schätze, deren Finanzierung steht fest.

Das sind nicht die einzigen Schreiben. Die Hygiene hat sich auch angekündigt. Wahrscheinlich wollen sie Wasserproben ziehen. Für den kommenden Montag steht viel Arbeit an.

Fortsetzung folgt

Nachtrag Ausfahrt 060721


Nachtrag – Ausfahrt 060721

Vor meinem Unfall habe ich natürlich noch ein paar Fotos geschossen. Meine Tour am Unfalltag ging von Meran nach Bozen, ins Eggental – die Via Carezza bis Vigo di Fassa, dann zur Marmolada und von dort bis Arabba.

Das Wetter und die Stimmung waren nicht schlecht. Es war schon reger Motorradverkehr und sehr viele Touristen aus Italien unterwegs.

Die Staumauer der Marmolada
Die Abfahrt nach Arabba
Die Zufahrt zum Giau
…und ein kleiner Rückblick