Beschreibung Der Saisonkoch Erster Teil


Beschreibung Der Saisonkoch – Erster Teil

Der Saisonkoch ist eine Art Tagebuch von einem Ehepaar der DDR, welches nach der Wende, Arbeit in Saisonbetrieben sucht. Zu Hause gibt es keine Arbeit, mit der sie ihre Miete oder den Lebensunterhalt bestreiten könnten. Sie sollten ursprünglich nach Westdeutschland gehen wie viele Menschen aus dem Osten und dort von ihrem Lohn, Miete und Beköstigung bezahlen. Natürlich auch zu Hause. Sprich, sie sollen zwei Drittel ihres Lohnes abgeben. Für diese Betriebe ist selbst das eigene Personal, Geschäft. Das ist Ausbeutung und Versklavung in Höchstform.

Im Ersten Teil des Saisonkochs führe ich Sie in die Winterbetriebe nach Österreich und in die Schweiz. In diesen Betrieben wird, außer in der Schweiz, kein Übernachtungs- und Verpflegungsgeld abgezogen. Dort bezahlt das richtigerweise der Unternehmer und macht das als Kosten geltend.

In dem Buch schildere ich Ihnen das Leben des Personals. Ich führe Sie in die Arbeitsleben ein, stelle Ihnen ein paar Menüs und Verfahren vor. Nebenbei, lernen sie die unglaublichen Arbeitswege kennen und den Verkehr während der Saisonzeiten. Und das aus den Augen eines Menschen, der am Feierabend unbedingt seine Familie sehen möchte. In den wenigsten Betrieben finden Sie eine Arbeitsstelle als Paar. Und das, trotzdem Sie unterschiedliche Berufe ausüben.

In Saisonbetrieben wird in Sechs-Tage-Woche gearbeitet und das in Zwölf-bis Fünfzehn-Stunden-Arbeitstagen. Nach dem Arbeitstag haben Sie die Möglichkeit, in einer Personalunterkunft, fern Ihrer Familie zu hausen oder sich zu ihrer Familie zu bewegen.

Die Schilderungen habe ich den Gedanken der Betroffenen nach empfunden und dabei die milderen Ausdrücke und Gedanken verwendet. Das Buch wäre mit den echten niedergeschriebenen Gedanken, ein Buch voller übler Flüche und Beschimpfungen.

Ihre Eltern und Großeltern, die während Ihres Einsatzes versterben oder schwer erkranken, werden nicht nur schlecht gemacht seitens diverser Unternehmer. Nein. Von Ihnen werden noch Beweise gefordert. Nach der Methode: „Bring mir die Leiche und Du darfst frei nehmen.“

Sie kennen sicher die Situation, wenn sie sich zu einem Termin einfinden wollen oder sollen und dabei schwer behindert werden.

„Wäre ich eher gefahren, wäre mir das nicht passiert“, ist die logische Konsequenz des Gedankens. Ein Tag hat aber leider nur vierundzwanzig Stunden, von dem Sie mindestens zwölf bis fünfzehn Stunden auf Arbeit verbringen.

In einem Satz gesagt, ließe sich feststellen:

Saisonarbeit ist gegenüber dem Personal, aus der Sicht des Personals, schwere Körperverletzung bis einschließlich Mord von allen Nutznießern dieses Geschäftes. Das inkludiert auch uneinsichtige, sture und teilweise, recht überhebliche Gäste.

Sofern Sie als Urlauber das als Vergnügen empfinden, bitte.

An einigen Punkten gehe ich auf eine fast grenzenlose Schamlosigkeit seitens der Gäste und Unternehmer ein. Andererseits ist sehr interessant zu lesen, wie sich das persönliche Hygienebewusstsein der Gäste zeigt.

Ehrlich gesagt, wundert mich eine Pandemie unter diesen Bedingungen, kein bisschen.

Das Buch hatte ich eigentlich als Kochbuch, gepaart mit kleinen Erlebnissen geplant.

Die Erlebnisse mit Ihnen haben gewonnen.

Fortsetzung Der Fund


„Wir sind auf der falschen Spur“, sagt Marco zu seinem Kollegen. „Wir können aber noch fragen, wie viel Geld Alfred mit hatte“, antwortet Toni. „Das würde uns schon weiter helfen.“ Marco nickt. Langsam füllt sich der Raum. Der Chef isst zusammen mit seinem Personal. Das ist ziemlich selten.

Die zwei Kommissare gehen zu seinem Tisch und fragen nach dem Geld.

„Neben seinem Lohnabschlag, habe ich ihm noch Dreihundert so gegeben“, sagt Alois. Toni fragt nicht weiter. Ihm ist schon aus der Familie bekannt, wie Lohnzahlungen in der Gastronomie ablaufen. Man spricht nicht gern darüber zu Fremden. Marco stellt fest, aus dem Portemonnaie fehlen praktisch, rund eintausend Euro. „Das muss irgend Jemand entwendet haben. Wir müssen noch mal mit den Pilzsammlern reden.“ Das nehmen sie sich für den kommenden Tag vor. Zunächst fahren die Zwei ins Büro und studieren die Laborergebnisse.

Im Büro liegen jetzt mehr Proben. Mehrere Gentests sind dabei. Auch vom Portemonnaie. Und wie erwartet, stammen die nicht alle von Alfred. Neben ihren Proben, wird eine Probe erwähnt, die abgefragt werden muss. Im heimischen System ist diese Person nicht registriert. „Wir müssen Interpol benachrichtigen“, sagt Marco.

„Was ist mit der Farbprobe?“, fragt Toni.

„Die muss noch nach dem Autotyp abgefragt werden.“

„Also, ist es keine italienische Farbe?“

„Nein. Sie stammt von einer deutschen Automarke.“

„Naja. Wenn wir die Marke wissen, engt sich der Kreis der Verdächtigen etwas ein.“

„Dann sind wir einen Schritt weiter.“