Fortsetzung Die Motive


Die Zwei wandern ein gutes Stück zur Jausenstation. Der Beutel ist jetzt mit Pilzen gefüllt. Wirklich feine, kräftige Pilze. Monika lässt sie ihnen braten. Den Rest füllt sie Toni in ein Glas. Sie kennt Toni und seine Wohnverhältnisse. „Soll ich dir das Glas bringen?“

„Du willst immer mein Bett mit aufschütteln.“

Karl lacht laut. „Bei mir schüttelt sie das Bett nicht auf.“

„Du bist mir auch zu alt, Karl.“

„Du weißt. Im Alter wächst Alles noch ein bisschen.“

„Das nützt Nichts, wenn es nicht steht.“

Karl wird etwas rot. Wahrscheinlich haben die Zwei das schon öfters probiert.

„Darauf einen Obstler“, ruft Karl etwas eingeschnappt.

Monika fährt die Zwei auf den halben Weg zurück. „Ihr seid zu besoffen zum bergauf Wandern“, sagt sie. So stimmt das nicht. Toni ist höchstens angetrunken. Am Berg oben angekommen, wirft Monika die Zwei ab. „Ab hier könnt ihr rollen“, sagt sie ganz trocken. Sie gibt Karl ein Küsschen. Karl streichelt ihr über den wohl geformten Hintern.

„Wir gehen gleich noch mal an den Stammtisch“, sagt Karl. Er hat noch nicht genug, wie scheint. Toni geht mit. Er trinkt ab jetzt nur noch Kaffee. Am Stammtisch erfährt er noch ein paar Neuigkeiten von Christine und Stefan. Der Vinschgau ist klein. Es gibt kaum Geheimnisse. Alois, der Hotelchef, ist auch ziemlich oft im Mund der Stammtischrunde. Langsam aber sicher bilden sich Zusammenhänge. Angeblich hat Christine bei Alois sehr häufig das Büro geputzt.

Toni geht nach Hause. Er isst noch einmal Pilze. Die Steinpilze dominieren das Pilzgericht. Der Koch von Monika hat reichlich Zwiebel mit rein geschnitten. Das schmeckt Toni gut mit dem Schüttelbrot zusammen.

Nebenbei schaut Toni wieder Videos und Fotos an. Das Foto der Carabinieri zeigt Toni, der Radfahrer wurde nach einer durch Felsen verdeckten Kurve von Hinten angefahren. Die Fahrer waren demnach eindeutig zu schnell in der unübersichtlichen Kurve. Vor den Kurven steht ein Schild, maximal fünfzig Stundenkilometer. Er schreibt Marco eine Email. Von fahrlässig kann also keine Rede sein.

Fortsetzung folgt

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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