Fortsetzung Die Motive


Nebenbei erfährt Toni, Maria will gern das Marteller Gut aufgeben. Das ist vielleicht die wichtigste Aussage, die Toni gesucht hat. Berta und Helmut dagegen, würden gern im Martell bleiben. Helmut findet es hier wärmer. Und das ist gut für seine alten Knochen, sagt er. Der Riss geht durch die gesamte Familie. Schade.

Nach dem Essen geht Toni mit Rolf noch eine Runde. Sie schauen bei den Holzarbeiten der zwei Knechte zu.

„Gibt es bei uns hier keine Knechte?“, fragt er Rolf.

„Sehr wenige. Das will einfach Keiner mehr machen.“

„Alle schwärmen von Natur und der Arbeit in der Natur. Wenn sie die Möglichkeit bekommen, ist Keiner bereit dafür.“

„Man kann dabei nicht reich werden“, antwortet Rolf.

„Aber, man kann gut Essen“, antwortet Toni.

„Und Trinken“, sagt Rolf. Er hat eine Flasche Selbstgebrannten in der Hand.

„Ich bin Kriminaler“, sagt Toni lachend.

„Jetzt bist Du ein Krimineller“, entgegnet Rolf.

„Ich kann nur einen ganz Kleinen trinken.“

Rolf füllt eine Kappe von der Flasche.

„Drei Mal gebrannt“, sagt Toni.

„Vier Mal“, entgegnet Rolf.

Agnes ruft zum Kaffee. Sie hat eine Schwarzplententorte gebacken. Mit Schokodecke, Nüssen und reichlich Marmelade. Toni tropft der Zahn. Sie sitzen Draußen. Unter einem weiten Dach. Der Verkehr unten auf der Straße, sieht aus wie ein Ameisenhaufen in Bewegung. Agnes und Rolf gähnen. Es ist ihre Zeit der Mittagsruhe. Toni muss aufbrechen. Rolf schaut ihm hinterher und winkt.

Um diese Zeit fährt Toni nicht gern durch das Passeiertal. Es ist reichlich Betrieb. Touristen mischen sich unter den Werksverkehr. Gastronomen sind reichlich unterwegs wegen ihres geteilten Dienstes. In bestimmten Passagen staut es. Linienbusse und Lieferverkehr mischen sich mit Touristen- und Werksverkehr. Das ist eine gefährliche Tageszeit. Die volle Konzentration wird gefordert. Meran will er umfahren. Er fährt über Obermais. Auf halbem Weg biegt er ab zur Dantestraße. Das ist ein Schleichweg, der gern von Zweiradfahrern genutzt wird. Auf die Art kommt er am Pferderennplatz vorbei und kann in Meran Mitte auf die MEBO abbiegen. Der Stadtverkehr ist ihm zu gefährlich um diese Zeit.

In der Töll angekommen, kann Toni abbiegen zu sich nach Hause. Die Straße zum Aschbach hinauf ist immer etwas feucht. Langsam liegt auch etwas Laub auf der Straße. Das Antiblockiersystem und die Antischlupfregelung geben oft Laute von sich. Gelegentlich muss er einem Steinschlag ausweichen. Trotzdem ist die Straße recht gut gepflegt.

Fortsetzung folgt

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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