Fortsetzung Die Motive


Im Warteraum sitzt genau eine Frau. Allein. Sie starrt Toni an, als käme er von einem fremden Planeten. Kein Guten Tag oder Guten Morgen. Nichts. Toni grüßt. Die, etwa vierzig Jährige, knurrt irgend Etwas vor sich hin.

Die Sprechstundenhilfe kommt heraus und ruft den Nächsten auf. Toni steht auf. Die Frau auch. Sie kreischt umgehend Toni an, sie wäre zuerst hier gewesen. Mit einem Mal bringt die doch tatsächlich den Mund auf.

„Kriminalpolizei“, sagt Toni. Die Frau schluckt und zieht sich trotzend zurück. Sie murmelt wieder Etwas vor sich in.

Toni möchte schnell machen und kommt gleich zur Sache.

„Von Wann bis Wann war Alois und Christine bei ihnen?“

„Von Alois weiß ich nichts. Nur Christine war bei mir.“

„Warum?“

„Die ist im dritten Monat und hatte Kopfschmerzen.“

„Haben sie Christine krank geschrieben?“

„Für drei Tage.“

Allerhand. Drei Tage krank wegen Kopfschmerzen. Toni findet das seltsam. Zumal das Christine nicht erwähnte. Alois auch nicht. Jetzt muss Toni heraus bekommen, ob Christine auch drei Tage gefehlt hat.

„Wer ist der Vater des Kindes?“

„Alois. Er hat das testen lassen. Positiv.“

„Was sagt seine Frau dazu?“

„Die ist doch selten da. Sie wohnt in der Toskana und weiß das.“

‚Eine kaputte Ehe auch noch‘, denkt sich Toni. ‚In dem Gewerbe, nichts Neues.‘ Ihm fällt gerade ein Sprichwort ein: ‚Frauen, Alkohol und Nikotin – raffen die halbe Menschheit hin.‘

Die Aussage muss Toni jetzt abgleichen. Alois hat also nur die halbe Wahrheit gesagt oder gelogen. Der Besuch beim Doktor war trotzdem ziemlich hilfreich. Alois hat eine unerklärte Fehlzeit und Christine einen Nachwuchs im Bauch, der nicht von Alfred stammt. Nach seinen Kenntnissen, sollte damit Alfred die Vaterschaft untergeschoben werden. Toni schüttelt den Kopf. Er fragt sich gerade, wie oft das allein in Südtirol passiert.

Fortsetzung folgt

Das ist der Stausee von Gles im Winter bzw. zeitigem Frühjahr:

Kleiner Hinweis 11.09.21


„Solidaritätsaufruf: Wozu haben wir uns impfen lassen, wenn wir weiter Angst vor Ungeimpften haben sollen?

8. 09. 2021 | Wir Geimpften sind gegen schwere Verläufe einer Corona-Infektion sehr gut geschützt, wird uns versichert. Deshalb haben wir uns impfen lassen. Trotzdem denken sich die Politiker immer neue Arten der Ausgrenzung für Ungeimpfte aus, um diese von uns fern zu halten. Ich rufe alle Geimpften auf, dieses üble Spiel, das die Gesellschaft spaltet, nicht mitzumachen.

Entweder die Impfung schützt, dann brauchen wir keine Angst vor Ungeimpften zu haben, oder sie schützt nicht, dann hat man uns betrogen.

Leute wie Jens Spahn und Karl Lauterbach, die dafür eintreten, Menschen, die sich nicht Impfen lassen wollen, per 2G weitgehend vom öffentlichen Leben auszuschließen, mit dem Argument (Lauterbach heute per Twitter),“

Es gibt reichlich Post dazu und das Thema scheint kontrovers zu sein:

Ineressierte dürfen sich gern mal die Argumentation Ansehen.

Den Norbert Häring kann man jetzt nicht als Kommunist beschimpfen. Deshalb findet man selten Beiträge von ihm bei mir. Das spricht ihm aber nicht die Logik ab. Im Laufe unseres Gefängnisaufenthaltes, durften wir sehr viele unsinnige Proklamationen verfolgen. Wohl auch in dem Wissen, das Köchen bei ihrer Lehre beigebracht wird betreffs Viren und Bakterien.

Die Heimtrainerin


Die Heimtrainerin

Vor etwa einem anderthalben Jahr bin ich auf den Strich gegangen. Ein halbes Jahr nach meinem letzten Engagement als Koch, brauchte ich unbedingt Bewegung. Viel Bewegung. Ich konnte zusehen, wie mir der Muskel verschwand.

Auf dem Strich fand ich eine Frau. Sie kostete etwa einhundert Euro und nannte sich Songmics. Da ich Ausländer und Ausländerinnen nicht hasse, wurden wir Zwei schnell Freunde. Mir gefällt an ihr die Standhaftigkeit und die weiche, ruhige Erscheinung. Sie passt gut in mein Wohnzimmer. Meine Frau hat nichts gegen die Nebenbuhlerin. Im Gegenteil. …ich schweife aus…

In anderen Wohnzimmern stehen wuchtigere Frauen mit anderen Namen für zweitausend fünfhundert Euro und einer monatlichen Abnutzungsgebühr von zweihundert Euro aufwärts. Die treiben den Benutzern auch den Schweiß aus den Poren. Dazu schreit eine weibähnliche Kreatur aus einem Kasten pausenlos in einem Ton, der mich eher an ein schlecht geführtes, völlig ahnungsloses Haushaltkommando erinnert. Statt den Haushalt zu polieren, sitzen die lieber auf einem Reitstuhl. Früher gingen die Benutzer solcher Anlagen ins Sado-Maso-Studio und ließen sich dort anständig verdreschen. Heutzutage kann sich Keiner der Liebhaber dieser Trakturen mehr im Büro sehen lassen. Die Spuren der Traktion würden pausenlos Misstrauen erwecken und auch kollegiale Anzeigen provozieren. Der letzte Respekt wäre völlig hinüber. Das geht nicht.

Hinter jedem Arbeitsplatz steht eine Reihe Provokateure, die sich gern eine Stufe höher erschwindeln möchten. Schon der Dalai lehrte die Herrschaften (das inkludiert frauenähnliche Gestalten), sich in der Kunst der Selbsttraktur zu üben. Die herkömmliche Methode der Auspeitschung ist dafür ungeeignet. Man benötigt also eine Kreatur, die etwa aussieht wie eine Frau, aber das konstante Gegenteil ist. Eine Sadistin. Wenn man eine Sadistin in ein Mikrofon bellen lässt, wird eventuell noch eine Leistungsreserve sichtbar. Die ist eher gut für den letzten Sturm aus einem Schützengraben. Die Motivation muss nicht lange halten. Das ist sicher.

Bei der weichen Ausländerin ist das nicht nötig. Ich besteige sie täglich drei bis vier Mal für fünfzehn bis zwanzig Minuten. Weil sie nichts sagt und liebevoll ruhig ist, schaue ich MotoGP oder die SuperbikeWM nebenbei. Auch heute.

Da ich sehr streng auf meine Gesundheit achte, lege ich großen Wert darauf, bei meinen Bewegungen den Puls nicht über neunzig zu belasten. Wir sind schließlich Rentner. Die tägliche Leistung bringt mir etwa acht Kilometer Weg und um die zweihundert abgearbeitete Kalorien. Außerdem werden mir die Knochen nicht steif. Ganz nebenbei, heilt der Bruch ausgezeichnet.

Was soll ich sagen. Gestern, beim Verbandswechsel, habe ich festgestellt, die letzten Reste der Operation heilen auch. Die Wunde schließt sich.

Die Hoffnung wächst. Ganz ohne teure Domina.