Fortsetzung Die Motive


„Wir können das nicht. Wir bekämen im ganzen Land nie wieder eine Arbeit. Das wissen wir von Kolleginnen.“

„Alles klar. Danke ihr Zwei.“

„Eine Frage habe ich noch. Was für ein Auto hat der Chef?“

„Er hat mehrere. Ein Dienstauto und ein Privatauto. Das Privatauto ist ein Sportwagen. Einige Kolleginnen sind schon mitgefahren in dem Wagen. Zum Essen und so.“

„Wo steht der Privatwagen?“

„Das wissen wir nicht.“

„Seid ihr schon mit gefahren?“

Die Zwei schauen sich untereinander an.

„Ja.“

Sie werden etwas rot dabei.

„Wann ihr mit gefahren seid, wollt ihr mir nicht sagen.“

„Das ist schon länger her.“

„Das waren also kleine Spritztouren.“

„Jaja. Sehr kleine Spritztouren.“

Die zwei Frauen lachen ziemlich laut. Wenn das Alois hören würde, wäre deren Arbeitsverhältnis beendet.

„Danke.“

Die Zwei gehen. Toni hat sehr viel heraus bekommen.

Er schaut den zwei Frauen hinter her. ‚Da könnte ich auch nicht widerstehen‘, denkt er sich. ‚Mit so einer Frau in meiner Hütte…würde mir sicher nicht kalt werden.‘

Der Fall bewegt Toni recht sehr. Auf dem Telefon sieht er, eine Nachricht von Marco ist da. Das ist die beste Gelegenheit, etwas Büroarbeit auf der Hütte nach zu holen.

Der Weg zur Hütte wird eine Geduldsprobe. In beide Richtungen steht der Verkehr. Mit einem Mofa wäre Toni schon zu Hause. Er versucht, ein paar Schleichwege durch die Apfelplantagen. Dort ist eigentlich jetzt auch Stau. Die Apfelernte läuft bereits. Er fährt in Naturns durch das Gewerbegebiet und die Straße hinten entlang durch die Apfelplantagen. Es ist weniger Stau als er vermutete. Im Gegenteil. Auf dem Sägeweg in Plaus gibt es etwas Verkehr. Das war es auch schon. Die Ried hinten durch nach Rabland, sind ein paar Traktoren zu sehen. Die stehen aber alle in der Plantage. Außer ein paar Einheimischen, trifft er niemand. Da in Richtung Töll auf der Hauptstraße dicke Luft herrscht, entschließt sich Toni kurzerhand, den Wanderweg in Richtung Bad Egart zu fahren. Das ist eigentlich ein Wanderweg. Aber, die jungen Leute des Ortes fahren den auch ziemlich oft mit ihren Geländemaschinen. Auf diesen Weg, muss Toni die Zunge ziemlich gerade in den Mund nehmen. Der ist stellenweise etwas nass und weich.

Fortsetzung folgt

Canazei

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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