Aufruf von der Rifondazione Comunista


Friedensmarsch Perugia-Assisi 2021. Italien ist seit dreißig Jahren ein kriegerisches Land

Italien ist seit dreißig Jahren ein kriegerisches Land.

Es ist nach den USA an zweiter Stelle für Soldaten und Fahrzeuge, die in NATO-Missionen ins Ausland geschickt werden.
Es liegt weltweit auf Platz neun der „Top Ten“ für die Herstellung von Waffen und Waffensystemen.
Es ist der fünftgrößte US-Militäraußenposten weltweit.

Unsere Häfen sind ein strategischer Knotenpunkt in der Logistik von Waffentransporten, während Camp Darby, das den Hafen von Livorno nutzt, das größte US-Arsenal außerhalb der Grenzen des Mutterlandes ist.

Unsere Militärausgaben liegen zwischen 70/80 Millionen Euro pro Tag und steigen ständig.

In dreißig Jahren haben wir eine sehr schwere Kriegsverantwortung angehäuft.

Italien braucht keine NATO und ihre erfundenen Feinde, keine US-Atombasen und -bomben oder eine professionelle Armee, die für die Offensive ausgelegt ist.

Ressourcen werden benötigt für die öffentliche Gesundheit, für Schulen, für den Verkehr, für Einkommen.

Senkung der Militärausgaben
Ändern Sie das Verteidigungsmodell
Verlassen Sie die NATO.

Andrea Ferroni, Gc-Koordinator und secr. Fed. Perugia
Gregorio Piccin Nationaler Friedensoffizier

http://www.rifondazione.it/primapagina/?p=48274

Fortsetzung Der Schreck


Monika hat ihm ein Bier mitgebracht. Toni trinkt selten Bier und nur wirklich süßen Wein. Das saure Zeug schmeckt ihm nicht. Egal, unter welchem Pseudonamen das verkauft wird. Trocken, extra trocken oder furztrocken. Monika ahnte das. Sie hat Marsala und Vino Santo ein getan. Toni gratuliert ihr zu dieser Wahl. Bei Bier bevorzugt Toni alkoholfreies. Zum Glück bieten das jetzt auch Südtiroler Brauereien.

Monika ist zufrieden mit ihrem Mann. Der säuft nicht. Und kochen kann der auch noch. Da würde eigentlich nur Eins fehlen. Ausgerechnet das, kann er auch. Ein glücklicher Griff.

Nach dem Abendessen schauen sich die Zwei die Notizen an, die Toni gemacht hat. Monika denkt, das Opfer ist ein Saisonarbeiter. Toni denkt das Gleiche. Es gibt, bis auf drei Bergsteiger, keine Vermisstenanzeigen. Die Bergsteiger werden im Ortlergebiet vermisst. Seit zwei Tagen fliegt die Bergrettung regelmäßig Streife. Bisher gibt es keine Funde.

Das Wetter heute ist sehr ruhig. Die Abendsonne zeigt sich nur mit einem gelbroten Rand hinter den Bergen.

Marco ruft noch einmal an. „Morgen bekommen wir schon die Daten. Gute Nacht.“

Am Morgen fahren die Zwei zur Arbeit. Moni in die Boxerhütte und Toni nach Meran. Für den Weg zur Boxerhütte nutzt Monika neuerdings ein Quad. Ein Elektroquad. Toni hört sie gar nicht bei ihrer Abfahrt. Er nimmt sich vor, in den kommenden Tagen das Teil mal zu probieren. Es sieht recht wuchtig aus.

Das Laub auf der Straße nach Unten ist noch etwas feucht. Toni fährt wie auf Eiern. Er nimmt sich vor, unten in Rabland einen Garagenplatz für sein Motorrad zu suchen. So kann er mit der Seilbahn fahren. Mit dem Auto nach Meran zu fahren, kostet einfach zu viel Zeit. Das Gleiche gilt auch für die Bahn oder gar für das Fahrrad. Ein Elektroquad gänge vielleicht. Nur, mit dem stünde er auch im Stau. Und ob dafür die Batterie reicht? Das bezweifelt Toni zu Recht. ‚Das Motorrad ist und bleibt das Beste‘, denkt er sich.

Kaum ist er im Büro, kommt schon eine Kollegin und bringt die Daten der Proben. Das Opfer ist tatsächlich ein Saisonarbeiter. Er heißt Soltan und ist ein Ungar. Den Papieren nach, arbeitet er schon viele Jahre in Südtirol. In Dorf Tirol, in Schenna und in Meran. Toni steht ein hartes Programm bevor.

Zuerst geht er auf das Arbeitsamt, um zu erfahren, wo Soltan überall gearbeitet hat. Die einzelnen Betriebe müssen abgeklappert werden. Vielleicht gibt es Zeugen und Aussagen. Hat Soltan eine Freundin oder Frau? Gibt es eine Familie bei ihm zu Hause?

Das Amt hat fast alle Daten von Soltan. Marco gibt seiner Veronika die Daten. Veronika sucht in den Unterlagen der Gewerkschaft. Volltreffer. Die Gewerkschaft hat mehr Unterlagen als das Arbeitsamt. Jetzt gilt es nur noch zu erfahren, was Soltan ausgerechnet am Stausee wollte.

Den Unterlagen nach, kommt Soltan vom Plattensee. Balaton. Aus Balatonfüred. Toni kann sich erinnern. Er war dort schon mal drei Tage. ‚Wieso arbeiten die Ungarn vom Balaton ausgerechnet hier?‘, fragt er sich. ‚Die haben dort doch auch Saison.‘ Er kann sich das nicht so richtig erklären.

Vielleicht wollte er sich zu Hause ein Geschäft aufbauen. Das Geld dafür, konnte er sich hier verdienen.

Jetzt gilt es, heraus zu finden, ob eventuell Angehörige da sind. Toni ist sich sicher, Angehörige zu finden.

Zunächst nimmt er telefonischen Kontakt mit den dortigen Behörden auf. Zu seiner Überraschung, sprechen die sehr gut Deutsch. Offensichtlich sind deutsche Touristen deren Haupttouristen. Österreicher und Schweizer sprechen ja auch deutsch. Er ist überrascht von den guten Sprachkenntnissen.

Es gibt eine Familie von Soltan. Eine Frau, ein Kind und beide Eltern nebst Schwiegereltern. Toni überlegt, wie er dieser Familie die traurige Nachricht übermitteln kann. ‚Sage ich es kurz oder hole ich weit aus? Sage ich es dem Amt?‘

Toni will es persönlich tun. Das Amt zu Hause bei Soltan gibt ihm die Adresse und die Telefonnummer. Die schlechte Nachricht per Telefon zu übermitteln, kommt das Toni etwas unpersönlich vor. Er entscheidet sich, die Nachricht über die ungarischen Kollegen mitteilen zu lassen. Die Angehörigen müssen noch zur Identifikation kommen. Das Land bezahlt die Anreise.

Der Tag ist schnell vorüber. Die Kontakte nach Ungarn waren sehr zeitintensiv. Toni will aber noch die letzte Arbeitsstelle heraus bekommen. Und siehe da, Soltan hat bei Silvio gearbeitet. In dem Hotelklotz in Kurzras. Alpenrast. Der Komplex wirkt wie aus einem Stück. Restaurants, Geschäfte, Dienstleistungen. Alles in einem Komplex. Gegenüber geht die Seilbahn hinauf zum Gletscherhotel. Unten ist alles grün und Oben, fährt man Ski. Traumhaft.

Fortsetzung folgt

Der Giau

Am 7. Oktober 1949 wurde der erste deutsche sozialistische Staat der Arbeiter und Bauern gegründet…


Sascha bringt uns ein Zitat von Genossen Honecker in Erinnerung. Und nicht nur das.

Sascha's Welt

Arbeiterklasse

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