Fortsetzung Die Ermittlung


Auf der Straße zur Alm kommen sie an einen Kontrollpunkt. Eine weniger freundliche Frau empfängt sie hinter einer Glasscheibe. „Haben Sie einen Passierschein für die Alm?“

Toni zeigt seine Marke. Das beeindruckt die Dame wenig. „Sie müssen ein Tagesticket ziehen.“

„Wir sind hier für eine Ermittlung.“

„Das können Alle sagen.“

„Rufen Sie bitte die Polizeipräfektur in Bozen oder Meran an.“

„Ich sitze hier nicht, um Irgendwo anzurufen.“

Marco muss anrufen. Die Präfektur verlangt, mit der Frau sprechen zu dürfen. Marco übergibt ihr das Telefon. Ab jetzt hören sie nur noch: „Ja, ja, aber…ja, ja, ist gut.“

Sie dürfen für drei Euro je Kopf passieren. Kopfgeld. Es reicht für eine stark ermäßigte Durchfahrt. Toni verlangt dafür eine Quittung. Für dieses Verlangen erntet er finsterste Blicke. Es scheint, das dieses Kassenhäuschen den inneren Zusammenhalt, nachhaltig beschädigt. „Hier fahre ich nie wieder hin“, sagt Toni. Der Weg nach Oben bekräftigt seine Ablehnung. Die Straße liegt voller Steinschläge. Nichts ist geputzt oder geräumt.

Oben angekommen, stehen sie anfänglich auf einem leeren Riesenparkplatz. „Für wen wurde dieser Parkplatz geteert?“

„Für die Radfahrer“, sagt Marco.

„Ich hab nicht gedacht, das Fahrräder so viel Platz benötigen.“

„Die Fahrräder nicht. Aber die Autos, mit denen die Räder bis hier her gekarrt werden.“

Am Hotel Turmtaube angekommen, stellen die Drei fest, die Saison ist schon zu Ende hier. Sie klingeln, klopfen und hupen mit den Motorrädern. Keine Reaktion. Hinter einem Fenster bewegt sich eine Gardine. „Hier ist Jemand da“, ruft Marco. Er klingelt noch einmal. Nach zehn Minuten öffnet sich die Tür. Eine etwas ältere Frau empfängt die Kommissare.

„Wir haben geschlossen.“

„Wir sind von der Polizei und wollen gern etwas wissen über Darek oder Petr.“

„Achso. Der Chef ist im Urlaub. Ich will mal sehen, ob ich ihnen helfen kann.“

Alle gehen gemeinsam ins Büro und suchen die Personalordner. „Darek und Petr haben hier gearbeitet. „

Toni schreibt deren Nummern heraus und die Zeiten, die sie hier gearbeitet haben. Kaffee bekommen sie keinen angeboten. Auch sonstige Getränke nicht. Das ganze Treffen wirkt etwas abgekühlt und abweisend. Die Drei verabschieden sich sofort.

„Wenn das bei den Anderen auch so läuft, kommen wir nicht viel weiter“, sagt Toni.

Sie entschließen sich, bei den Patronaten weiter zu suchen. Dort sind alle Daten zusammen gefasst. Danach werden sie alle Arbeitsstellen anschreiben, wo die Zwei gearbeitet haben. Das Gleiche machen sie auch mit den Daten von Soltan. „Es muss eine Spur geben“, sagt Marco.

„Gehe doch mal in Krankenhaus. Vielleicht gibt es dort Unterlagen“, sagt Monika.

Sie fahren gemeinsam zurück ins Büro. Kaum sind sie da, sagt eine Sekretärin, dass Unterlagen angekommen sind. Der dicke Briefumschlag liegt auf dem Schreibtisch von Toni. Nach dem Öffnen, stellt Toni fest, das Arbeitsamt hat eine Zusammenstellung der Arbeitsstellen ausgedruckt. Das Studium des Ausdruckes erleuchtet die Drei.

Einige Saisonen, haben Darek und seine Frau, nicht zusammen im gleichen Hotel gearbeitet. Jetzt müssen sie nur noch heraus bekommen, wo Soltan zu diesen Zeiten war.

Fortsetzung folgt

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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