Fortsetzung Die Ermittlung


An der Hütte Tonis hängen wieder frische Brötchen. Ein Stück Speck ist mit im Beutel. Heute sind die Brötchen nicht mehr warm. Auf dem Berg ist es zu kalt. Eigentlich soll es im Herbst auf dem Berg wärmer sein als im Tal. Heute jedenfalls, ist es nicht so. Nach dem Duschen und Essen geht das junge Paar sofort ins Bett. Der Tag war zu anstrengend. „Wieso ist ausgerechnet die Büroarbeit anstrengender als die Arbeit Draußen?“, fragt Toni, Monika. Monika gähnt und kann nur verzögert antworten. „Vielleicht ist es die schlechte Luft oder der Mangel an Bewegung?“

„Könnte es an der Eintönigkeit liegen?“

Monika schläft schon. Toni ist zu aufgewühlt. Er schaut sich noch einen Film auf seinem Computer an. Mit Kopfhörer. Jesse Stone. Er liebt diese ruhigen Filme mit Tom Sellek.

Am Morgen fahren die Zwei nach Meran. Toni wirft Monika ab. Er wollte eigentlich nicht erst ins Büro mit gehen.

„Kommst Du mit rein auf einen Kaffee?“, fragt Monika. Toni kann nicht Nein sagen.

Auf dem Schreibtisch liegen neue Unterlagen. Nach dem kurzen Überfliegen des Inhaltes, sagt Toni: „Es war kein Fehler, noch Mal mit rein zu kommen.

Die Anzeichen, im Umfeld von Darek arbeitet eine Diebesbande, scheinen sich zu bestätigen. Jedoch findet er keinerlei Hinweise auf Darek. Im Gegenteil. Darek ist eingetragener Händler in Polen. Er besitzt Marktlizenzen.

Die Frage ist jetzt, ob Darek hehlt. Sozusagen, offiziell aufkauft und gleichzeitig, Schwarzgeschäfte abwickelt. Das Umfeld ist riesig. Den Unterlagen nach zu urteilen, sind etwa zwanzig Saisonarbeiter involviert. ‚Ich brauche zumindest bei zwei oder drei dieser Kollegen von Darek eine Durchsuchung“, denkt sich Toni. Nur, mit dem Verdacht allein, bekommt er das nicht genehmigt. Toni ruft Marco an und sagt, sein Plan hat sich etwas geändert. Er fährt nicht auf die Seiser Alm. Dafür besucht er die Kollegen von Darek.

„Einen oder zwei treffe ich sicher in ihrem Zimmer oder in der Wohnung an“, sagt er zu Marco. Marco genehmigt sein Vorgehen. Einige Wohnungen und Zimmer befinden sich in Bozen. Monika will sich darum kümmern.

Die ersten zwei Versuche sind ergebnislos. Jetzt sucht sie in der Trentiner Straße. Ein Kollege Dareks ist zu Hause. Er hat frei heute. Er stellt sich mit Witek vor beim Anblick Monikas, die ihm ihre Karte zeigt. Es riecht nach Kaffee. Etwas Kuchen steht auf dem Tisch. „Ich habe heute frei und bin gerade aufgestanden“, entschuldigt sich Witek. Ein Zug donnert gerade vorbei und das ganze Zimmer wackelt. Witek schließt das Fenster. In den zwei Zimmern gibt es keine Dusche. Eine kleine Kochecke ist vorhanden. Dafür hat Witek aber eine Toilette mit Waschgelegenheit in der Miniwohnung. Im Zimmer steht ein Doppelbett und eine Liege vor einem Campingtisch. Dazu gehören vier Campingstühle. Zwei sind zusammen gefaltet und abgestellt. „Wohnst du allein hier?“

Witek zögert etwas mit der Antwort. „Nein.“

Fortsetzung folgt

Mugello 2012; Alles gelb für Valle:

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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