Fortsetzung Die Ermittlung


Toni klingelt an allen drei Wohnungen. „Hier ist ein Nest“, denkt er sich. Eine Tür öffnet sich und eine junge, sehr schöne Frau schaut heraus. Toni stürzt schnell hin zu ihr. „Kommissar Toni“, sagt er und hält seine Marke hin. „Ich habe ein paar Fragen.“

„Kommen sie ruhig herein. In einer Stunde muss ich aber gehen.“

„Störe ich sie?“

„Kein bisschen.“

„Können sie mir sagen, wer hier noch alles wohnt?“

Toni fragt das, weil er vier Schlafplätze bemerkt.

„Wir sind zwei Frauen und zwei Männer.“

„Und wissen sie zufällig, wer in den anderen Wohnungen wohnt?“

„Ja. In einem wohnen Barbara und Halina.“

„Die wohnen allein?“

„Ja. Sie haben keine Freunde. Manchmal kommen ein paar Freundinnen oder Kolleginnen, die sonst in Personalzimmern schlafen.“

„Und wer in der dritten Wohnung lebt, wissen sie nicht?“

„Oh doch. Das sind aber keine Polen. Das sind zwei Ungarn und eine ungarische Frau. Die arbeitet sehr lange. Sie ist Bedienung. Die zwei Männer kommen etwas zeitiger, gehen aber bedeutend früher. Die sind aber selten da.“

„Alles klar. Danke. Gibt es sonst noch Wohnungen hier, die von Saisonarbeitern benutzt werden?“

„Ja. Aber von Denen wissen wir nichts. Sie klingen wie Slowaken. Die haben die restlichen drei Wohnungen.“

Monika und Toni treffen sich an der Tankstelle. Hinter der Tankstelle wäscht Toni oft sein Motorrad. Außerdem gibt es dort einen vorzüglichen Imbiss, den Toni regelmäßig besucht hat. Bei Charlie, dem Gastwirt, isst Toni besonders gern. Der Tipp kommt von Marco. Marco liebt italienische Kost und hat Toni oft dort eingeladen. Osso bucci steht im Tagesangebot. Die Zwei können nicht widerstehen.

„Das dritte Zimmer interessiert mich und die freien Wohnungen“, sagt Toni.

„Das ist sicher das Bumszimmer“, antwortet Monika.

„Monika!“, ruft Toni. „Du mit deinen Gedanken…“

„Die Wohnungen sind nie leer. Mit einer heimlichen Durchsuchung wird das nichts.“

„Können wir einen Arbeitskollegen der Saisonarbeiter dort hin schicken?

„Wir müssten höchstens einen polnischen oder ungarischen Kollegen anfordern, der sich als Saisonarbeiter ausgibt.“

„Ich rede mal mit Marco darüber.“

Marco ist einverstanden mit der Taktik. Nach dem Telefonat mit den ausländischen Kollegen, sind die Polen und auch die Ungarn bereit, jeweils einen Kollegen zu schicken. Beide werden als Barmann oder Kellner arbeiten. Toni soll das mit den Südtiroler Gastronomen und dem Vermieter abklären. Der Weg erscheint realistisch in der Situation.

Fortsetzung folgt

Das Eggental vor acht Jahren

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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