Fortsetzung Die Ermittlung


Emese ist die Erste, die in dem dritten Zimmer direkt ermitteln darf. Jetzt wird ihr klar, wie Soltan, das Opfer, in diese Geschichte herein geraten ist. Er hat Kolleginnen getroffen und sich mit ihnen vorerst etwas angefreundet.

Ihr erster Kontakt ist ein Südtiroler. An ihrem Standplatz kamen viele Saisonkräfte, Kraftfahrer und Bauern vorbei. Ihr Freier war ein Kraftfahrer aus Österreich. Im Zimmer gibt es eine Dusche, eine feine Toilette, sogar eine Kaffeemaschine und einen Kühlschrank gut gefüllt mit Getränken. Toni konnte das mit Monika gar nicht so genau ermitteln.

Die Zwei beobachten das Haus. Marco sitzt in der Bar bei Hannes. Selbst diese Bar scheint abends zu einem Treffpunkt zu mutieren. Die Bar wird regelmäßig von jungen Frauen besucht.

Toni sagt zu Monika, sie würden etwas von ihrem Ziel abkommen. Eigentlich wollen sie den Mord an Soltan ermitteln und jetzt ermitteln sie im Strichmilieu. Toni will einfach kein Zusammenhang auffallen. Monika ist sich nicht ganz sicher, ob sie in die richtige Richtung ermitteln.

Schon am Morgen danach, liegt eine Spur offen vor ihnen. Die Kraftfahrer, die bisweilen mit den Mädchen in Kontakt sind, sind wahrscheinlich auch deren Transportpartner. Sie sollen das Raubgut weg bringen. Das zumindest glaubt sie, von Emese erfahren zu haben. Emese ist sich aber nicht sicher.

Marco sagt, das Ganze bekommt langsam eine Dimension. „Wir müssen einen oder zwei Lastwagen verfolgen.“

„Wieso“, fragt Toni.

„Ich schätze, die haben irgendwo ein Lager.“

„Das klingt interessant.“

„Ich vermute, der Strich ist auch Tarnung. Die Mädchen sollen die zukünftigen Opfer ausfindig machen.“

„Wie soll das funktionieren?“

„Die arbeiten alle in Hotels. Damit kennen sie auch deren Tiefgaragen, die Autos und deren Besitzer.“

„Das allein reicht aber nicht für ein Geschäft dieser Größe.“

„Immerhin kennen sie auch die Hotelzimmer der Autobesitzer und deren Inhalt.“

„Das ist mir zu wenig“, antwortet Toni. „Ich glaube, der Strich ist das Hautgeschäft. Wir müssen da suchen.“

„Wie kommst du darauf?“, fragt Marco.

„Ganz einfach. Wieviel Autos und Wohnungen musst du knacken, um allein fünfhundert Euro an gebrauchten Radios, Kameras, Telefonen und so weiter zu stehlen?“

„Also betreiben sie das Geschäft zusätzlich?“

„Sicher. Trotzdem brauchen wir die Hehler. Vielleicht gibt es auch noch andere Geschäfte.“

„Jetzt wird das Ganze schon etwas zu stattlich.“

Nebenbei hören die neuen Kolleginnen aus Ungarn und Polen, auch Gespräche über Darek, Soltan und Jolka. Zufällig trafen sie Jolkas Freundin Dunja aus Kurzras. Und wie der Zufall es will, Dunja übernachtet bei Witek, Bogus und Danuta. Der Kreis schließt sich.

Das Zimmer, in dem sich gerade Emese befindet, ist auch die Herberge für Kolleginnen und Kollegen aus den entfernt liegenden Betrieben. Damit werden die zwei Mietshäuser zu einem zentralen Treffpunkt. Die Saisonarbeiter, welche sich von zu Hause her kennen, treffen sich dort hin und wieder. Toni entdeckt nichts Anrüchiges. Monika ist sogar begeistert von der Idee.

Die Idee kommt ihr auch bekannt vor. Pakistanische Kollegen haben das ähnlich gemacht, weiß sie von einem ehemaligen Abspüler bei ihren Eltern.

Toni sagt, damit hätten sie erst einmal den zentralen Anlaufpunkt gefunden. Das wäre zumindest erst mal eine Spur.

Fortsetzung folgt

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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