Fortsetzung Die Spur


Natürlich versuchen sie, die Betreiber etwas auszufragen. Die Betreiber sind Pächter aus dem Iran. Der Chef ist sehr offen und freundlich. Von den angesprochenen Leuten weiß er, direkt, Nichts zu berichten. Ihm sind aber größere Gruppen mit Überführungskennzeichen aufgefallen. In diesem Bereich wäre das aber nichts Außergewöhnliches.

Auch nicht, wenn die Fahrer, keine Italiener, Südtiroler oder Österreicher sind. Dagegen bemerkt er oft Fahrer in ungewöhnlichen Autos, die ihm etwas zu überheblich vorkommen. Die vielen Motorradfahrer wären erheblich freundlicher. „Liegt das hier an der Luft“, fragt er Toni.

„Da bin ich mir sicher. In einem Auto ersticke ich. Die Autofahrer sitzen in einem eigenen Raum. Und das macht eigenartig.“

Die Gespräch dauert weit über zwei Stunden. Die Frau des Wirtes setzt laufend Getränke und Kaffee nach. Als die Zwei bezahlen wollen, gibt er einen Wink mit der Hand. Die Wirtin dreht umgehend ab.

Toni legt den Mädchen am Tresen ein Trinkgeld hin. Sie bedanken sich herzlich und verbeugen sich.

Monika ist begeistert von dem Betrieb.

Nach dem Ausflug fahren die Zwei nicht ins Büro. Das wäre auch zu spät. Sie fahren direkt zu ihrer Hütte. An der Tür hängt wieder frisches Brot und ein paar Kaminwurzen. Die riechen nach frischem Rauch.

Monika schaltet als Erstes die Wasserheizung ein.
„Duschen wir gleich zusammen?“

„Aber sicher“, ruft Toni. Er hält die Kaminwurzen zur Hälfte in der Hand und wedelt mit ihr. Toni sucht auf dem Computer einen schönen Film für den Abend.

Marco wartet schon im Büro auf die Zwei. Er hat ganz früh angefangen. Am Nachmittag möchte Matteo mal nach Sirmeone ins Gardaland. Veronika konnte nicht Nein sagen. Irgendwie kommt das Marco gelegen. Er wollte so und so einmal den Strich abfahren.

„Machen wir das als Dienstreise“, fragt Veronika.

„Aber sicher! Die Schulen und Kindergärten arbeiten jetzt nicht mehr. Also, muss ich mein Kind mitnehmen zur Arbeit.“

„Und die Frau? Soll die zu Hause bleiben?“

„Du bist die Aufsichtsperson für mein Kind.“

Veronica gibt Marco einen Kuss.

Monika und Toni würden gern mit fahren. Ein kleiner Dienstausflug ist nicht zu verachten. Zumal Toni gern mal ein Eis bei Caesare essen würde. Marco fühlt sich gleich angestochen von Tonis Appetit auf Eis. Von den fünfzig Sorten wird ihm doch sicher eine wilde Kostprobe gut tun.

Nach einiger Büroarbeit, der Auswertung von den Befragungen, ist es so weit. In einer Stunde wollen sie schon am Wasser stehen. Auf dem Parkplatz vor dem Eingangsportal zu Sirmeone ist noch recht viel Verkehr. Eine Seite steht voller Busse. Die Fünf machen sich auf recht viel Gedränge gefasst. Marco verabschiedet sich schon am Tor. Toni fragt ihn, ob er mitkommen soll. Schließlich kennen Toni und Monika schon einige Damen. Marco begrüßt den Vorschlag. Veronika kann mit Matteo allein Eis essen gehen.

Schon nach einigen Metern auf der Promenade, treffen die Drei, ihnen bekannte Gesichter. Die Erkannten tun so, als würden sie spazieren gehen. Das ist eigentlich das, was sie sehen wollten. Toni freut sich, doch noch an die Eistheke zu kommen.

Fortsetzung folgt

Ledro

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