Fortsetzung Die Spur


Am kommenden Tag werden die Kommissare von Emese und Oliwia besucht. Die Beiden sprechen von einer regen Nachfrage. Toni vermeidet, nachzufragen, ob die Ermittlungen Haut an Haut stattfinden. Trotzdem fragt er neugierig, wie viel Trinkgeld dabei heraus springt. In erster Linie interessiert ihn, um welche Größenordnungen es sich bei den Einnahmen handelt. Emese ist etwas schöner als Oliwia. Das ist zumindest der Eindruck Tonis. Monika hingegen, sieht Oliwia als schöner an. Beide reden von beträchtlichen Einnahmen. Daraus resultiert eine starke Nachfrage. Offensichtlich hat das Kreuze schwingen des Papstes und seiner Helfer, wenig gebracht in Südtirol. Das zumindest, entnimmt Toni den Schilderungen der Kolleginnen. Monika hört ganz interessiert zu. Sie bewundert die zwei Kolleginnen. Ermittlung im Nahkampf.

Emese glaubt, Hannes ist in dem Geschäft involviert. Sie hat bemerkt, wie er die Frauen einteilt. Außerdem reden die Mädchen davon, Hannes regelmäßig mit Naturalien bezahlt zu haben. Wie das gemeint ist, muss sich Toni nicht extra ausmalen. Er glaubt, Hannes geht nur einer Gelegenheit nach. Oliwia zerschlägt Tonis Gedankengang. Sie hat bemerkt, die Plätze in der Bar sind fest einkalkuliert. Die Bar ist deshalb gut besucht. Toni würde das als Puff bezeichnen, wenn das stimmt.

Das Gespräch dauert etwa zwei Stunden. Die Fakten sind erdrückend.

„Jetzt müsst ihr aber endlich schlafen gehen“, sagt Monika mitleidvoll. Nicht umsonst. Sie müssen heute noch auf den Reschen. Das Lager für das Diebesgut scheint gefunden zu sein. Die Proben sind ziemlich aufschlussreich. An nur drei Gebäuden, haben sie diese Proben gefunden. Praktisch haben sie vor dem Lager gestanden. Es ist ein Stall. Und der ist als das, in Benutzung.

Der Stall als Lager ist gar nicht mal dumm gewählt. Kein Mensch der Umgebung würde irgendeinen Verdacht schöpfen bei dem regem Verkehr im Umfeld des Stalles. Es braucht schon ein paar Arbeiter, welche die Tiere versorgen. Nicht mal Ausländer würden sonderlich auffallen. Generell arbeiten in der Landwirtschaft Tirols und Südtirols, sehr viele Ausländer als Knechte und Erntehelfer. Das unterschiedet die Landwirtschaft kaum von dem Touristikgewerbe. Die Gastwirtschaft als auch die Landwirtschaft als Familienunternehmen, scheint so nicht mehr zu funktionieren. Damit erhöht sich der Anteil der passiven Nutznießer dieser zwei Gewerbe erheblich.

Monika bestätigt das. Die Größe ihres Unternehmens, wäre ohne Fremdhilfe nicht leistbar. Manchmal kommt sie bei ihren Ermittlungen schwer ins Grübeln.

Fortsetzung folgt

Mezzolombardo – Blick in Richtung Trentino

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