Fortsetzung Die Spur


Marco bleibt im Büro und befragt die Frauen weiter. Später möchte er sich einige der Betriebe der Frauen noch anschauen. Er möchte heraus bekommen, ob die jeweiligen Chefs der Betriebe beteiligt oder gar involviert sind. Sollte sich das bewahrheiten, stehen einige große Durchsuchungen an. Die Fahrt durch das Vinschgau wird wieder zur Qual. Eilige Einsätze könnten sie nur mit Blaulicht erzwingen. Selbst da würden sie schwer behindert. Der Transitverkehr ist einfach unerträglich. Toni freut sich heimlich über seinen Wohnort weit oberhalb dieses Durcheinanders. Toni beklagt sich gerade wieder bei Monika über Autofahrer, die auf dem Mittelstrich herum eiern. Die neuen Autos sind Panzer in seinen Augen. Er kann weder durch deren verklebte Scheiben schauen noch deren Fahrstil verstehen. Motorradfahrer möchten die Köpfe der Fahrer sehen, um deren geplante Handlungen lesen zu können. Deshalb müssen sie nahe des Mittelstriches fahren. Nur so können sie den Verkehr folgen. Monika versteht das. Sie sitzt immerhin Hinten drauf. Wie üblich, beginnt der nächste Stau nach Naturns und Kastelbell, kurz vor Schlanders. Die zu vielen Ampeln und Fußgängerüberwege sind verantwortlich für diesen Stau. Das zieht sich durch das gesamte Vinschgau. Besonders schlimm ist es in Kastelbell und auf der Töll. Jeder einzelne Fußgänger oder Radfahrer kann den gesamten Verkehr stoppen. Wenn sie nacheinander kommen, ergeben sich Staus, die ganz sicher nicht dem Umweltschutz dienen.

Selbst mit dem Motorrad benötigt Toni heute fast zwei Stunden bis auf den Reschen.

In den Proben haben die Laboranten, Spuren von Pferden gefunden. Von ganz bestimmten Pferden. Von Haflingern. Außerdem sind Proben von echtem Südtiroler Grauvieh zu sehen. Es gibt nur drei Ställe mit diesem Viehbestand auf dem Reschen. Das macht die Suche weniger aufwändig. Ein Gehöft ist in St. Valentin auf der Heide. Das zweite in Graun und das dritte ist ziemlich versteckt in Kappl im LangtauferTal.

Monika freut sich schon darauf, dieses sehr schöne Tal endlich mal besuchen zu können.

In St. Valentin machen sie den ersten Abstecher. Der Bauer steht vor dem Haus. Toni muss nicht lange warten. Er zeigt seine Marke und sagt, sie müssen den Stall und den dazu gehörigen Stadel kontrollieren. In den Bergen ist das oft ein Gebäude, ein Einhof oder ein Paarhof. Die Landbevölkerung vom Reschen war ziemlich arm und ging traditionell, gern dem Schmuggel nach. Entsprechend angepasst wurden auch die Räumlichkeiten dieser Höfe. Die Suche nach den Räumen kann mitunter ziemlich zeitaufwändig sein. Der Bauer begleitet sie passiv, aber verschmitzt lächelnd. Von allein zeigt er den Zweien nichts. An jeder Tür fragt Toni, was darin steht.

Schorsch, der Bauer, tut meist so, als wüsste er es nicht. Im Stadel gibt es mehrere Böden, die teilweise auch in die Erde eingelassen sind. Keller oder Gewölbe. Schon im ersten Gewölbe werden sie fündig. Das Gesuchte ist aber nicht dabei. Den Fund nutzt Toni jetzt erpresserisch. Er fragt Schorsch jetzt aus, ob er etwas von den Polnischen oder anderen Schmugglern weiß. Schorsch redet wie ein Buch. Monika überlegt, was davon wahr ist und was geträumt. Auf alle Fälle, könnten sie einen ganzen Schmugglerring auffliegen lassen. Dafür haben sie aber kein Interesse. Es ist nicht ihre Aufgabe. Sie erfahren trotzdem sehr viele Namen und lernen auch die Infrastruktur der vielen Schmugglergruppen kennen. Jede Gruppe schmuggelt eine andere Ware. Es gibt keine Konkurrenz.

Fortsetzung folgt

Gestern waren wir zusammen mit dem Auto im Cembra Pass. Meine Frau hat mich fotografiert. Ich habe bewusst den Hintergrund Mauer und alter Kastanienbaum gewählt. Meine Frau muss das Fotografieren noch etwas lernen. Die zwei Jahre Gefängnis ohne Arbeit und ohne jeglichen Verdienst, haben mir zwanzig Kilo Zugewicht eingebracht. Das sind in etwa 120000 Kcal zu viel an Bord. Teilen wir das durch 730 Tage, sind das pro Tag in etwa 165 Kcal zu viel. Wöllte ich die Kcal wieder abnehmen, müsste ich rund 600 Stunden Rad fahren. Das wären dann 25 Tage ohne Unterbrechung. Das ist nur ein Beispiel dafür, was uns diese unfähige (faschistische) Diktatur angetan hat. Die neuen Diktatoren kommen nicht in braunen Hemden. Sie kommen überschminkt, mit gefärbtem Haar in Strapsen und bunten Blusen:-))

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