Fortsetzung Die Spur


Die Tür öffnet sich und sämtliche Knechte kommen herein. Sie decken schnell den Tisch. Das Essen hat Josef schon fertig gemacht. Es dauert nicht lange und zwei junge Frauen kommen hinzu. Sie arbeiten nicht auf dem Hof. Sofort nach dem Eintreten reichen sie die Hand zum Gruß und stellen sich mit Linda und Zelma vor. Toni hört ihren Ungarischen Akzent. Ihr Abend ist schon ausgebucht. Sie arbeiten in einem Hotel des Ortes. Abends müssen sie wieder gehen. Zum Abdecken. Ein Polnischer Knecht lästert: „Zum decken.“ Alle am Tisch lachen.

Barbara erklärt das Monika etwas genauer. „Die Kolleginnen kommen oft sehr spät oder erst früh am Morgen.“

„Du kennst sie?“, fragt Toni.

„Wir kennen uns alle untereinander.“

Toni fragt die Frauen und Josef, ob er deren Zimmer mal sehen darf. Josef ist sofort einverstanden. Linda wirkt etwas aufgeregt. „Unser Zimmer sieht etwas aus. Wir hatten bis jetzt keine Zeit zum Putzen.“ Monika sagt den Zweien, sie sind Einiges gewöhnt. Barbara bestätigt das und beruhigt ihre Kolleginnen.

Das Zimmer sieht aus wie die in Bozen. Es liegen Pariser und Unterwäsche herum. Die Betten sind mit Flecken sämtlicher Körperflüssigkeiten garniert. Zelma wird knallrot dabei und kann sich schlecht das Lachen unterdrücken. Monika kann sich einen Scherz nicht verkneifen. „Masturbieren müssen sie sicher nicht mehr.“

„Das scheint nur so“, antwortet Linda. „Wie ist es bei ihnen?“

Zelma lacht und gibt Linda ein Küsschen. Toni kann sich das Lachen schlecht verkneifen. Bei der Suche im Zimmer fällt den Beiden nichts auf. Nur, die vielen Handys. „Wir haben für jede Verbindung ein Handy“, sagt Linda. „Kann ich die mal kurz kontrollieren?“, fragt Monika. „Bitte“, antwortet Zelma.

„Tatsächlich“, sagt Monika. „Jedes Handy hat eine Verbindung im Telefonbuch.“

Die Zwei verabschieden sich und werden freundlich verabschiedet.

Josef bringt die Zwei an die Tür. An der Tür werden sie von Josefs Frau empfangen. Sie kommt gerade nach Hause. „Oi“, sagt sie kurz zu den Zweien. „Josef hatte mich schon angerufen. Habt ihr Etwas gefunden?“

„Nein. Schönen Tag noch.“

„Danke, gleichfalls.“

Die Knechte striegeln gerade zwei Haflinger. Das Haar der Pferde zupfen sie sorgfältig ab und sammeln es in einem Sack. „Wir machen Schmuck daraus“, sagt ihnen ein Knecht.

„Zigeunerkunst aus Polen“, antwortet Toni.

Alle lachen.

Auf der Heimfahrt werten die Zwei ihre Erkenntnisse aus. Sie scheinen der Lösung näher zu kommen. Die Frauen arbeiten für ihre Familien und Kinder. Die sind nicht kriminell. „Wir müssen uns deren Umfeld genauer ansehen“, sagt Monika. Toni findet auch keine Hinweise auf die Zuhälterei der männlichen Kollegen. Das scheint sich tatsächlich um Volksmund zu handeln. Es gibt aber Hinweise darauf, die Männer der Frauen scheinen ihre Tätigkeit zu organisieren. Darek hat nach den bisherigen Erkenntnisse, seine Handelsgüter gekauft. Er ist von Haus zu Haus gefahren und hat dort, nicht benötigte Dinge gekauft. Das Gleiche hat er in Hotels, Leihbetrieben und Gaststätten getan. Er ist ein ehrlicher Händler von Gebrauchtgütern. Die Nachfrage zu Hause scheint groß zu sein.

Im Büro bekommen die auch die entsprechenden Meldungen der Zollbehörden. Es gibt keine Hinweise über Zollvergehen und versuchten Schmuggel.

Bei den Schmugglern und Dieben muss es sich also um andere Leute handeln. Die Frage ist jetzt, ob die Soltan auf dem Gewissen haben.

„Von irgend Jemand müssen die aber die Hinweise bekommen“, sagt Toni. „Es gibt trotzdem Verbindungen zu den Schmugglern.“ Toni hat sich nicht umsonst verbissen in diese Vermutung.

Fortsetzung folgt

Das ist ein Foto vom 15112015:-))

%d Bloggern gefällt das: