Fortsetzung Die neuen Spuren


Jolanda wurde schon in die Pathologie gebracht, als Toni und Monika eintrafen. Der Bericht kommt wahrscheinlich schon heute. Kolozs sitzt weinend auf dem Bett seiner Mutter. Lajos scheint das gelassener zu nehmen. „Ich habe das irgendwie erwartet. Mutter wusste zu viel. Wie Soltan.“

Jetzt wird Toni nicht nur hellhörig. Er wird ehrgeizig. Schon bei Jolanda hatte er erwartet, von ihr endlich einen Tipp zu bekommen.

„Lajos, die Verschwiegenheit hat offensichtlich nichts gebracht. Vielleicht willst du mir sagen, was hier vor sich geht?“

Monika vermutet, ‚hier gibt es Jemand, der sich schützen muss. Wer war bei allen Gesprächen zugegen?‘ Sie sieht einen zentralen Punkt. ‚Irgendeine Gruppe oder Einzelperson verfügt über alle Informationen. Wo laufen diese Informationen zusammen?‘ Der Kopf von Monika arbeitet.

Toni verfolgt den gleichen Weg. Er möchte heraus bekommen, welche Beteiligungen bei den einzelnen Geschäften, Gaststätten und Hotels bestehen. Vielleicht findet er dort Zusammenhänge.

Lajos möchte mit Monika und Toni reden. „Aber nicht hier“, hat er gesagt.

„Müssen wir dich nach dem Gespräch in Sicherheit bringen?“, fragt Toni. Lajos weiß es nicht.

„Wir nehmen Lajos und Kolozs mit zu uns“, sagt Monika. „Zumindest so lange, bis sie wieder nach Hause fahren.“

Alle fahren ins Bozner Büro. Dort liegen schon die Laborergebnisse. Jolanda ist vergiftet worden. Morgen können die Laboranten sagen, was Jolanda gegessen und getrunken hat. Das wäre dann schon eine entscheidende Spur.

„Wart ihr gestern noch einmal auswärts Essen?“, fragt Toni die zwei jungen Männer.

„Nein. Wir haben unser Essen kommen lassen. Pizza.“

„Und die Getränke?“

„Ein paar Getränke haben wir von zu Hause mit gebracht. Einige Getränke haben wir im Laden gekauft.“

„Wie sieht es aus mit Kaffee, Tee zum Frühstück und zur Jause?“

„Jolanda hat in letzter Zeit, Baldriantee getrunken. Soltans Tod hat sie sehr mitgenommen.“

„Ist das Geschirr noch da?“

„Nein. Das haben alles die Toxikologen mit genommen.“

„Gut danke. Mein Beileid.“

Die ersten Ergebnisse kommen.

Die Beweise

In Jolandas Baldriantee sind reichlich Spuren von Eisenhut gefunden worden. Jolanda ist praktisch im Schlaf gestorben. Das beruhigt die zwei Söhne etwas. Ihre Mutter hat sich wenigstens nicht quälen müssen. Die Söhne gehen von Selbstmord aus. Toni und Monika nicht. Jolanda sah nicht so aus, als wöllte sie ein Geheimnis mit ins Grab nehmen. Sie hatte Monika auch angedeutet, ein paar mehr Fakten zu präsentieren.

So, Ihr Lieben; hier breche ich die Veröffentlichung von „Leblos im Schnalser Stausee“ im Blog ab.

Das spannende Ende ist wie immer als Ebook und gedruckt verfügbar.

Das Team von WP hilft mir, für die Ebooks im PDF-Format eine Bezahlschranke einzurichten.

Die kommenden Beiträge widme ich diversen Küchentipps, Arbeitsanleitungen, Rezepten und, wenn die Möglichkeit besteht, Berichten von ein paar Giros – auch mit dem Auto.

Aktuell gibt es wieder ein paar Ausgangssperren, die streng regional gehandhabt werden. Es kann also passieren, wenn unser Ort von reichlich Kranken geflutet wird, die Kammer wieder abgeschlossen wird. Dann drehe ich täglich meine Runde im Ort und werde von da aus etwas berichten.