Tabak/Arbeitertabak


Arbeitertabak, Zigaretten

Der Arbeitertabak ist eine ziemlich aufwendige Produktion, die sich aber lohnt für arme Leute.

Bedenken wir, dass mit der Tabaksteuer sämtliche NATO-Überfälle bezahlt werden, macht es schon Sinn, so wenig wie möglich, Tabak zu rauchen.

Die erste Arbeit ist zunächst das Kräuter sammeln. Brennnessel, ist der Hauptbestandteil. Als würzende Zutaten sammele ich Haselnuss-, junges Feigen-(etwas fest), junges Kirsch- und junges Weinlaub.

Je nach Gesundheitszustand können dann auch zeitweise Heilkräuter oder heilende Kräuter zu gegeben werden. Ich denke an Pfefferminze, Melisse, Huflattich, Kamille usw.

Sämtliche Zutaten werden zuerst getrocknet.

Bis auf die heilenden Kräuter, werden die Blätter jetzt fermentiert. Ich nutze dafür Rum, Grappa, Vanille, etwas Kokoslikör und bisweilen etwas getrocknete Sauerkirsche.

Tabak müssen Sie auch nicht unbedingt kaufen. In Wohnzimmern wächst der ausgezeichnet. Die neuen Tabakkulturen haben eher eine Staudenform, die mit der hochgewachsenen, klassischen Form kaum vergleichbar ist. In vielen Ländern wird der Tabak im Zelt und dazu, in Hochbeeten angebaut. Tabak ist eine ziemlich gesunde Zimmerpflanze. Keiner hat jemals gesagt, sie sollen das Laub dieser Pflanze in den Biomüll geben.

Der Arbeitertabak kann nur mit Alkohol fermentiert werden. Mit Wasser wird er Ihnen verschimmeln. Fermentieren ist etwas vergleichbar mit einem Krautsalat herstellen.

Das zu fermentierende Kraut muss so lange gewendet und geknetet werden, bis es mürbe ist. Diesen Ballen stelle wir dann zur Ruhe und lassen ihn Trocknen.

In dieser Form ist der Tabak mehrere Jahre haltbar. Dabei entwickelt sich eine Geschmacksharmonie. Bei Fehlern in der Zusammensetzung, werden sie ein erbärmliches Kraut ernten und mit einem grünen Händchen, einen wohlschmeckenden Rauchgenuss.

Sollten Sie sich für Tabak entscheiden, dürfen Sie wissen, nach drei Jahren Lagerzeit hat dieser Tabak kein Nikotin mehr oder so wenig, dass wir darüber nicht reden müssen.

Die gelben Wände und Gardinen zu Hause kommen auch nicht vom Nikotin. Sie kommen von Zuckerzugaben. Bestimmte Hersteller fermentieren ihren Tabak mit Likören.

Beim Rauchen wird aus dem Zucker, Karamell.

Und das ist die Ursache für ihre braunen Gardinen und Zähne. Von Karamell bekommen Sie übrigens keine Ablagerungen in der Lunge, wie Ihnen diverse Fotomontagen einreden wollen. Diese Ablagerungen kommen von Dieselkohle, Teer und anderen Feinstäuben.

Wildtabak

Wildtabak kennen wir als Bauerntabak oder volksmündlich , als Machorka. Wenn Sie sich sicher sind, genau diese Pflanze gefunden zu haben, würde ich mir schon die Zeit nehmen, diesen Tabak zu ernten. Nach einer mehrjährigen Fermentierung hat dieser Tabak sehr wenig Nikotin. Er eignet sich besonders gut als Würztabak.

Volumentabak

…ist das Schlagwort der neuen Zeit. Wie Sie bemerken, befinden sich in den handelsüblichen Tabakverpackungen immer weniger Gramm für mehr Geld. Die Kriegsminister werden auch bisweilen teurer.

Die haben wahrscheinlich große Familien zu ernähren. Für Reparationen legen die ganz sicher kein Geld zurück.

Volumentabak stelle ich her, in dem ich den fermentierten Tabak nach dem Schneiden nicht breche. Und so unberührt muss der auch trocknen. Nach der Fermentierung, werden Sie eine recht angenehme, einheitliche Farbe des Tabaks registrieren.

Mit einer Geruchsprobe können Sie Ihr Wunderwerk begutachten. Sie werden staunen!

Drehen und Stopfen

Auf diverse Hülsen usw. bin ich schon eingegangen. Die 8mm Zen-Hülse hat bei meinem/unserem Test gewonnen.

Den Volumentabak können Sie jetzt, je nachdem, wie viel sie Drehen oder Stopfen möchten, gebrauchsfertig machen.

Ich nutze Mineralwasser mit einem Feinzerstäuber.

Der Tabak ist so einzusprühen, dass nur die Oberfläche etwas feucht wird, der knackige Kern aber erhalten bleibt. Nach dem Einsprühen muss also zügig gewendet werden. Ich schwinge den Tabak in einer runden Schüssel oder in dem Behälter auf dem Foto.

Tabak verdrehe ich grundsätzlich mit zwei Filtern hintereinander. Ich möchte keinen Tabak meiner harten Sammelei verschwenden. Beim Stopfen gebe ich zusätzlich einen ganzen oder halben Filter zu dem Filter in der Hülse.

Eigentlich ginge da auch ein kleiner Wattetupfer. Aber selbst die lose Watte wird heutzutage mit Wucherpreisen vertrieben.

Watte können Sie sich auch extra zu einer Art Zigarette rollen und daraus Filter schneiden.

Zen bringt ihnen aber sämtliche Formate aus Baumwolle.

Gerollte Zigaretten rauche ich gern am Computer. Die Aschen sehr wenig ab.

Übrigens:

Die Hersteller von Wicklern sind natürlich darauf aus, so viele wie möglich davon zu verkaufen. Und das kann auch ins Geld gehen.

Für meinen Wickler, den ich bereits das dritte Jahr nutze, habe ich eine samtartige Wachsdecke im Möbelhandel gekauft. Der Baumarkt hat das sicher auch. Die Wachsdecken werden als Meterware geschnitten. Ich wollte bei uns gern ein paar Sieben – Zentimeterstreifen vom laufenden Meter. Der Verkäuferin war das angeblich nicht möglich, solche Streifen zu schneiden. Ich schätze, das wird sich regional etwas anders darstellen. Ein Verkäufer wird Ihnen das eher machen.

Der Nähunterricht der DDR – Schulen, hilft Ihnen nun, diese 70mm- Stücke, mittels lockerem Saumstich zu verbinden. Diese Methode hat einen großen Vorteil. Geben irgendwann einmal ein paar Fäden nach. können Sie die umgehend ersetzen.

Die Tabakfüllung mit Volumentabak einer handgedrehten Zigarette beträgt etwa ein Drittel einer gekauften. Rauchen Sie jetzt 40 dieser Zigaretten, entspricht das in etwa dem Genuss von 15 gekauften Zigaretten.

Die Methode ist übrigens interessant für Leute, denen Rauchpausen vom Lohn abgezogen werden oder, die wenig Zeit haben, überhaupt eine Rauchpause einzulegen.

Es soll ja Firmen geben, die eine Rauchpause als Verschwendung ansehen. Dass während dieser Pause, ihre Mitarbeiter eventuell etwas klüger werden, scheinen diese Firmen von Vornherein ausschließen zu wollen.

Ein kleiner Hinweis noch

Je feuchter ein Tabak, desto mehr Kondensat atmet der Raucher. Kondensat ist gemein als Teer bekannt.

Also, die Handdreher, die gern den nassen Tabak aus der 40-Gramm-Packung und ultradünne Zigaretten rollen, sei gesagt, diese Methode hat mit Genuss wenig zu tun.

Um mit Genuss zu rauchen, muss man sich nicht das untere Darmende bis unter die Kehle ziehen.

Diese Tabake trocknet man zuerst vollständig, nach dem wir sie gelockert haben.

Sie werden staunen!

Natürlich gehen trockenere Tabake nicht mehr oder nur schwer mit der Hand zu rollen. Tabake aber, die drei Prozent Feuchte nicht unterschreiten, gehen sehr wohl per Hand zu rollen. Die Drehtabake, welche Sie im Handel kaufen, besitzen eine Feuchtigkeit von 6-20%.

Deswegen könnten Sie den Tabak auch trinken oder kauen:-))

Schnitte

Pfeifentabake werden meist in 1,5 mm geschnitten, Zigarettentabake oft 0,8 mm.

Mein Tabak ist grundsätzlich bis jetzt, 1,5mm geschnitten. Ich warte auf eine chinesische Maschine, mit der ich einen Millimeter schneiden kann. Bei etwas strengem Laub, vor allem von Feigen, wäre mir der Feinschnitt lieber.

Unsere Familie hat übrigens Tabak angebaut.

In der DDR konnte man davon leben. Im aktuellen Theater ist das sicher nicht möglich.

Und jetzt noch ein paar Fotos.

Tabak getrocknet
Tagesbedarf
Etwas anfeuchten

Ein kleiner Hinweis zu meinem Krankheitsverlauf


Ich konnte diese Woche sämtliche Verbände abnehmen.

Im leichten Übermut bin ich natürlich zum Schnalser Stausee ohne Stöcke gefahren und habe dort fotografiert.

Wie üblich, können sich Proleten keine Schuhe für 100 € aufwärts leisten, die auf Schnee bzw. Schneeglätte nicht rutschen. Ich trage grundsätzlich Schuhe für 10 €. Und die rutschen eben etwas.

Eigentlich vermeide ich Unebenheiten, um die Metallinstallation samt Knochen an meinem unteren Schienbein zu schonen.

Eine von mir unbemerkte Unebenheit oder ein kaum beachtetes Rutschmanöver, haben mich wieder an meine Gehstöcke gezwungen.

Jetzt wollen wir mal schauen, wann es wieder normal geht.

Jetzt können wir uns sicher gut vorstellen, wie ich gerade mit dem Motorrad fahre.

Ich habe mal ein Foto ohne Verband gemacht.

Einen anderen Aspekt möchte ich gern noch dazu fügen.

Beim Motorradfahren trage ich Schutzstiefel, die solche Verdrehungen verhindern.

Jetzt muss ich die Haut des gesamten Bereiches wieder rekultivieren. Das Monate lange tragen des Verbandes hat schon seine Spuren hinterlassen.

Übrigens: die 50 Jahre Arbeit in Küchen zwingen mich heute und auch schon die letzten 10 Jahre, Stützstrümpfe zu tragen. Damit unterbinde ich Schwellungen der Beine in warmen Umgebungen und beim Sitzen.


burst

Auszug aus „Der Saisonkoch-Zweiter Teil“


Bewerbungsgespräche sind Dienstfahrten. Die sollten auf alle Fälle von denen bezahlt werden, die sie auslösen. Mit dem derzeitigen System werden die Fahrten samt Unfallrisiko auf die Arbeiter abgewälzt. Damit wird auch das Risiko eines dauerhaften körperlichen Schadens auf die Arbeiter abgewälzt. Zumindest erwarte ich, dass ich diese Dienstfahrten steuerlich absetzen kann. Aber das funktioniert auch nicht.

Seit langem deutet sich eine Runde in Südtirol an. Immerhin ist das unsere Wahlheimat, in der wir Versicherungen und Steuern bezahlen. Am liebsten wäre mir, noch einen Arbeitsplatz in der laufenden Saison zu erwischen. In Südtirol gibt es da mehrere Möglichkeiten bis hin zu Gletschergebieten. Bei der Planung muss ich jetzt darauf achten, dass ich nicht zu weite Wege zu meiner Joana habe. In Südtirol wird der Arbeitsweg bewusst nicht bezahlt. Man möchte damit den Werksverkehr verringern. Die Umweltbelastung durch die Touristen und den Transit ist eh schon zu hoch. Wir bringen die Opfer für unsere Gäste. Leider verstehen das die wenigsten Touristen. Sie denken, das ist eine Selbstverständlichkeit. Statt die Touristen mit ihren platzraubenden SUV’s und Wohnmobilen einfahren zu lassen, würde ich eher einen einspurigen Verkehr bevorzugen. Der läuft flüssiger und wesentlich umweltfreundlicher. Genau der Verkehr wird aber stark verleumdet. Ich rede von Motorrädern und Skootern. Dazu kommen ganz einfache wirtschaftliche Belange. Ein SUV – Fahrer oder ein Camper, wird seine Urlaubsverpflegung samt Verpackung, in seinem Fahrcontainer umher schleppen. Die Gastronomie kann von solchen Touristen nicht leben. Der Umweltschaden ist erheblich. Die Verpackungen bleiben hier und liegen in den naturgeschützten Bergen herum. Ein mehrspuriger Verkehr benötigt natürlich auch den entsprechenden Raum. Ein normales Auto benötigt zehn bis sechzehn Quadratmeter. Ein Wohnmobil oder Campinganhänger, benötigt sicher nicht unter zwanzig Quadratmeter. Diesen Platz gibt es weder in den Bergen noch auf den Straßen zwischen den Bergen. Die Zukunft Südtirols liegt damit eindeutig im einspurigen Verkehr. Einspurig heißt aber nicht, Fahrradverkehr. Fahrräder werden von den Touristen nach Südtirol mitgenommen. Auf dem SUV genauso wie auf anderen Autos und in Anhängern. Das ist kein Umweltschutz. Das ist eher ein Müllexport. Dazu kommt, dass die Fahrräder bis an den Berg oder an das Naturschutzgebiet, individuell transportiert werden.

Ich konzentriere mich bei meiner Bewerbung also zunächst auf den Vinschgau. Das stellt kurze Arbeitswege in Aussicht. Mit den kurzen Arbeitswegen wird auch das Unfallrisiko scheinbar etwas eingeschränkt. Für den Vinschgau gilt das in der Hinsicht natürlich nicht unbedingt. Dort herrscht in jeder Saison das reinste Verkehrschaos.

Der Nachteil der Täler ist eben, dass man zu wenig Umgehungsstraßen bauen kann.

Ich schreibe Betriebe in Burgeis, Schlanders, Partschins, Prad, Mals, Latsch und im Schnalstal an. Mal sehen, wie sie reagieren. Im Grunde schreibe ich nicht viel. Den Meisterbrief kann ich dort eh nicht gebrauchen. Den verschweige ich. Ich zähle ein paar Betriebe auf, in denen ich gearbeitet habe. Zeugnisse bekommt man kaum. Trotzdem fragt jeder nach Zeugnissen. Das ist schon eigenartig im Gebirge.

Jona kommt aufs Zimmer. Markus, der Besitzer unserer Autowerkstatt, hat angerufen. Er kann uns den Kotflügel am Mittwoch einsetzen. Er hat den schon da und lackiert ihn heute. Die Schürze hat er auch mit bestellt. Die lackiert er gleich mit.

Joana bekommt ab Mittag frei. Wir können einen schönen Spaziergang am See einplanen.

Vinschgau Februar 2015

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