Leseprobe Leblos im Schnalser Stausee


Kaum sind sie aus dem Hotel, bemerken sie, wie eine Gondel, Unten ankommt. Sie rennen gegenüber zur Kasse an der Seilbahn. Im Raum stehen immer noch ziemlich viele Skifahrer. Die Zwei hören sämtliche Sprachen Europas. Toni drängt sich vor, zeigt seinen Ausweis und gibt an, sie müssten Oben ermitteln. Darauf hin kommen zwei Männer mit blau – orangenen Winterjacken und begleiten die Zwei zur Seilbahn. Es dauert nicht lange und die Gondel ist voll. Neben den Skifahrern sind reichlich Skier im Aufzug. Toni schützt Monika etwas. Die Ski drücken ihm in den Rücken. Mit Platzangst würde es Toni nicht all zu lange hier aushalten. Vom Lift aus, wirkt Kurzras wie ein Vulkankegel. Hier wird es recht schnell dunkel. Oben angekommen, in der Grawand, wird es wieder hell. Monika war noch nie hier. Toni auch nicht. Beide wollen kaum glauben, was sie hier sehen. Ein komplettes Hotel mit allen Annehmlichkeiten. Der Anblick des Gletschers wirkt wie ein Riesenstadion. Ganze Slalomkurse sind aufgebaut, auch ein Riesenslalomkurs. Vor jedem Start steht eine Schlange Skifahrer. Im Kurs befindet sich stets ein Sportler. Kleine Schlepplifte bringen sie Fahrer wieder zurück zum Ausgangspunkt. Ein etwas größerer Sessellift steht für die Riesenslalomfahrer zur Verfügung. Eine schwarze Piste ist für die Abfahrer vorgesehen. Toni traut sich nicht einmal, da hinunter zu sehen. Die Zwei beschließen, eine Runde auf dem Plateau zu gehen. Der Ausblick ist atemberaubend.

„Hier gibt es Kaffee“, sagt Monika zu Toni.

„Frag mal bitte, was der kostet. Ich bin kein Millionär.“

„Den Einen können wir uns schon leisten“, beruhigt ihn Monika. „Ich gebe dir einen halben von mir.“

„Was? Einen halben Macciato?“

Beide lachen ziemlich ausgelassen. Einige Leute drehen sich um.

„Schau! Peter steht dort!“

„Welcher Peter?“, fragt Toni.

„Der Fill Peter. Den kenne ich noch als Gemüsefahrer.“

„Du kennst auch halb Südtirol“, antwortet Toni.

„Ich sehe gerade die halbe Italienische, alpine Damenmannschaft“, sagt Toni.

„Das scheint ein Prominententreff zu sein“, spekuliert Monika.

„Davon leben die; wir nicht“, antwortet Toni.

„Ich habe gerade Sofia gesehen.“

„Meinst du Sofia Goccia?“, fragt Monika.

„Ja dort. Sie fährt gerade los.“ Sofia fährt gerade direkt vom Plateau los.

„Da würde ich nicht mal runter laufen, geschweige, klettern“, sagt Toni bewundernd.

Die Zwei haben genug flaniert. Die Arbeit ruft. Es geht wieder abwärts. Monika spürt ein leichtes Kribbeln im Bauch bei der Abfahrt.

Nachwort/Vorschau

Liebe Leser,

mein kommendes Buch wird

eine Novelle.

„Die Saisonpause“

In dieser Novelle beschreibe ich Ihnen,

wie Saisonkräfte

die Zeit zwischen den Saisons

verbringen.

Auszüge dieser Novelle

bringe ich wie immer

auf

meinen Blogs:

Der Saisonkoch – com

und

Der Saisonkoch – Blog

Als Ebook im PDF-Format

sind ab Januar

alle Bücher

auf dem

Der Saisonkoch – Blog erhältlich

KhBeyer

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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