Jetzt, nach einigen Tests…


…kann ich gesicherte Bewertungen zu meinen bisher erprobten Teeschneidemaschinen abgeben. Grundsätzlich habe ich eine Maschine gesucht, die ich allein bedienen kann. Mechanische Maschinen, das klingt jetzt zwar wie ein Witz, gehen dafür nicht. Die Maschine muss also eine motorisierte sein. Im Angesicht unserer finanziellen Situation, spielt dabei auch der Preis eine Rolle. Um eine mechanische Maschine zu bedienen, bräuchte ich drei Hände. Eine die kurbelt, eine, welche die Maschine hält und eine zum Beschicken mit dem Schneidegut. Eine Pastamaschine ginge dafür, wenn ich sie irgendwo in meiner Wohnung an einem Tisch o.ä. fixieren könnte. Über so eine Möglichkeit verfügen wir nicht. Außerdem würde ich die Maschine nicht unbedingt an einem fournierten Tisch anschrauben wollen. Dazu kommt die Handlichkeit der Pastamaschine. Wenn ich die Kurbel benutze, schleife ich mit der Hand auf dem Tisch. Nach einiger Zeit kann das ziemlich schmerzhaft werden. Zu beachten gilt weiterhin, daß Tee als Schnittware in Randnähe des Tisches, zusätzlich auch den Boden mit versaut. Ich will nur Tee schneiden und nicht neu vorrichten. Wie Sie hinter der Maschine sehen können, mariniere ich das Schnittgut, in dem Fall, Weinblätter, gleich mit Rum und einem Vanilleauszug. Die Weinblätter sind von einem Rabländer Bewohner, dem ich hier dafür recht herzlich danke. Weinblätter sind etwas gröber als z.b. Brenn- oder Taubnessel. Auch Haselnußblätter sind sehr weich. Sind jedoch ziemlich ausgereifte Blätter dabei, muß diese Maschine auch zum Einsatz kommen. Wie schon geschrieben, mariniere und fermentiere ich diese Blätter sehr kurzfristig. Bei längerer Fermentierung entwickeln diese Blätter eine sehr dominanten Eigengeschmack. Für Tee ist das wünschenswert; für Tabak nicht.Diese Maschine ist für den 1,5mm-Schnitt die beste: https://www.youtube.com/watch?v=kLBcH7eHCmk

Bei der AgriEuro, so nennt sich der Händler, sind auch die Ersatzteile zu bestellen. Ich würde mir gleich die kleinen Zahnräder aus Guß bestellen, die bei einer Überanspruchung brechen können.

Wurstgulasch


Wurstgulasch ist eigentlich ein, in Österreich verbreitetes Gericht. In der DDR wurde das auch gekocht. Bisweilen vielleicht etwas anders als hierzulande. Wir haben das etwas brauner gekocht. Nicht so Tomaten – betont.In erster Linie haben wir Wiegebraten benutzt. Wiegebraten würden wir hierzulande als Leberkäse abtun. Der Unterschied liegt in der Körnung. Wiegebraten ist eher mit einer Jagdwurst vergleichbar. Selbst diese Bezeichnung ist uns hier bisher kaum untergekommen.Zunächst könnte man sich den Wiegebraten selbst machen. Das habe ich bereits in diversen Beschreibungen getan. Wichtig zu wissen ist, eine Wurst oder Pastete muss nicht unbedingt mit Salpetersalz zubereitet werden. Pökelsalz ist Salpetersalz. Und was Salpeter an unseren Häusern anrichtet, wissen wir zur Genüge. In erster Linie sollte uns das anhalten, so wenig wie nötig auf diese Konservierungsmethode zu zugreifen.Ich stelle Ihnen frei, sich entweder Wurst zu kaufen oder sie selbst her zu stellen.Zwiebel schneiden, vor allem, in größeren Mengen, erfordert ein scharfes Messer im Haushalt. In der Kenntnis befreundeter Haushalte, darf ich getrost feststellen, nirgends ein wirklich scharfes Messer gesehen zu haben. Selbst in Profiküchen ist dieser Anblick eher selten. Ein Koch, der wirklich scharfe Messer pflegt, wird sehr oft feststellen, dass seine Kollegen sich angeblich vergriffen haben und mit seinen Messern arbeiten. Darüber wird ziemlich oft gestritten.Haushalten empfehle ich deshalb, ihre Zwiebeln im Kutter zusammen mit Öl zu schneiden. Ohne Öl, wird die Zwiebel bitter. Natürlich kommen dabei keine Scheiben oder Ringe heraus. Nur; wer ißt wirklich unbedingt Zwiebelringe?Eine andere Methode ist, die Ringe in der Hand zu schneiden. Mit einem Schälmesser. Nur; das muß eben auch ziemlich scharf sein. Bisweilen werden die Messer von Profis als Tourniermesser bezeichnet. Dabei sollte aber Folgendes klar sein: Ein Messer, egal wie es bezeichnet wird, muss nicht teuer sein. Nur scharf.Heutzutage gibt es kleine Schleifmaschinen für die Petiküre. Witziger Weise eignen ausgerechnet die sich zum Messer schleifen. Ich schleife damit auch die Messer meiner Küchenmaschine. Und nicht nur das. Ich schnitze damit auch unsere Erzgebirgische Heimatkunst. Etwas Brauchtum muß schon sein.Ich gebe also in den Kutter, Öl, geviertelte Zwiebel, Paprika edelsüß, etwas Tomatenpaste, etwas Majoran, bissl getrockneten Knoblauch, Kümmelöl, Pfeffer oder Pfefferöl, Salz und eine Prise Zucker. Der einfachste Weg ohne Kuttern ist, sich von diversen Italienischen Genossenschaften, getrocknete Zwiebel zu bestellen. Und ausgerechnet die, schmecken fast besser als frische Zwiebel. Das Aroma ist nicht so dominant. Diese Zwiefel (tirolerisch), ist aber zum Anschwitzen nicht geeignet. Die gibt der Koch erst zu, nachdem ein Gericht angegossen wurde. In dem Fall, müssen wir die Bräune mit einem Trick erzeugen. Karamell ist das Zauberwort. Wir mixen dazu Öl, Zucker, Tomatenpaste und Mehl. Diese Mischung geben wir in den erhitzten Topf und und bewegen das so lange, bis wir einen leichten Verbrennungsvorgang wahrnehmen. Das sehen wir am Rauch, der sich entwickelt dabei. Jetzt ist der Moment der Flüssigkeitszugabe. Zu beachten ist, Sandwichböden an Töpfen heizen gewaltig nach. Die Flüssigkeit muß in Griffnähe stehen. Sollten wir zu spät sein und unser Saucenansatz verbrannt schmecken, hilft ein kleiner Trick. Wir hobeln etwas rohe Kartoffel dazu und lassen das zusammen aufkochen.Die gekutterte Zwiebel samt Gewürzen behandeln wir jetzt ähnlich dem Ansatz ohne Zwiebel. Wir erhitzen und bewegen das so lange, bis wir eine uns genehme Farbe sehen. Nach dem Ablöschen und Aufkochen, geben wir die grob gewürfelte Wurst hinein und lassen das nicht zusammen aufkochen. Wir lassen das zusammen ziehen.Klassisch kann man Wurstgulasch mit Pasta, Gnocchi, Reis oder Kartoffelpüree verzehren. Das überlasse ich Ihrem Appetit. Wer auf diese Beilagen keinen Appetit hat, kann es mit grob geschnittenen, geröstetem Brot probieren (Croutons in der Fachsprache). Sehr gut passen auch grobe Vinschger Croutons aus Vinschger Brot. Wem das Alles zu viel Arbeit ist, der serviert sich den Wurstgulasch in einem tiefen Teller auf Schüttelbrot.Das Schüttelbrot wird von der Sauce aufgeweicht und ist damit gut verzehrbar. Selbst Zwieback schmeckt ausgezeichnet zu dem Wurstgulasch.

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