Giro 190222


Natürlich haben uns die 24 Grad auf dem Balkon gelockt. Im Leben kommt es trotzdem bisweilen anders.

Zuerst möchte ich sagen, Fotos haben wir keine geschossen. Das liegt aber nicht an einer Unlust. Eher am Freitag. Freitags ist bei uns ein ungeahnter Verkehr. Und das trotz angeblicher Pandemie. Es heißt also, große Bögen ziehen und nicht zu nah auffahren. Zur Mittagszeit sind hauptsächlich Monteure, Maurer und Handwerker zu Gange. Die fahren in ihre jeweiligen Restaurants, um dort ihr Arbeitermenü zu verzehren. Mit dem neuesten Preiserhöhungen und natürlich, in dessen Folge, auch die Erhöhung des Mittagsmenüs, werden wir in dieser Branche zukunftig einige Essen verlieren. Ich sehe jetzt schon Arbeiter mit einem Brotkäschtele auf Arbeit rammeln.

Die Mafia um Pfizer hat in Italien hunderte Arbeiter raus geschmissen, obwohl sie 50 Milliarden Gewinne gemacht haben. Die sind weg. Wie gewohnt bei Verbrechern. Ich frag mich, wie lange sich das die PCI noch anschaut. Erst die Jugend auf die Straße schmeißen und jetzt deren Ernährer. Die Südtiroler Verbände organisieren bereits eine Opposition. Die soll sämtlichen Arbeitern, die entlassen wurden und sich der Erpressung mit Eigenhaftung nicht beugen, endlich mal ein Ausfallgeld zahlen. Zur Not würde ich das bei dem Sesselfurzern im Landesparlament kürzen. Zumindest in Vorahnung für sicher folgende Verfahren. Wir sehen ein System zusammenbrechen. Ein Verbrechersystem. Und die Südtiroler haben früher großmäulig über die DDR gelästert. Tja. Der Hochmut kommt vor dem Fall.

Schon bei der Plünderung und Besetzung der DDR waren wir davon überzeugt, wir fallen aus einem goldenen Nest in einen Kuhstall voller Ziegen und Schafe. Für Kühe ist kein Geld mehr da. Die Plünderer werden jetzt ihr Volk rupfen. Das habe ich ihnen schon vor dreißig Jahren versprochen. Dafür wurde ich breit ausgelacht.

Ich sage auch gern noch Etwas dazu: Bei der kommenden Ostfront, werden die Besoldungen gänzlich weg bleiben. Auch die Reichsrenten. Dieses Mal, und da bin ich mir sicher, wird kein Stalin und Molotow, Gnade walten lassen für ein paar Straßenbauten in Sibirien bei Bier und guter Ernährung. Auch nicht für politische Versprechen, die eh Keiner hält. Dieses Mal hängt jeder Faschist. Die Arbeiter der ganzen Welt werden fleißig mit suchen.

Im vergangenem Jahr durften wir schon mit erleben, wie Gastarbeiter beim Anblick der Spritze, fluchtartig das Land verließen. Seit dem stehen die Familien selbst in den Obstplantagen.

Als gelernter Gärtner wollte ich heute in unserem Kondominium vorschlagen, die abgesägten Bäume auf unserem Grundstück mit Pilzkulturen zu impfen. Ich wurde ausgelacht. Dann mache ich das eben bei mir auf dem Balkon. Eigentlich hatte ich vor, unserem Kondominium sechs Obstbäume und verschiedene Beerensträucher zu setzen. Angesichts der letzten Lachmanöver werde ich den Wunsch beerdigen.

Hochmut kommt vor dem Fall:-))

Im Februar poltern täglich die Gebührenbescheide ins Haus. Auch die wachsen stark an.

Unser Giro führte uns heute ins Trentino. Zum Tanken. Es hat sich gelohnt. Zwölf Cent je Liter. Für das eingesparte Geld backen wir uns heute ein Brot. Für noch zwanzig Cent die Stunde und noch siebzig Cent je Kilogramm Mehl.

Wollen wir hoffen, dass mer das Mehl nicht roh aus der Tüte fressen müssen, während unsere Pseudoabgeordneten mit 120000 € teuren Autos spazieren fahren.

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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