Schildbürger


Schildbürger sind jene, die sich darum streiten, wer den Ruhm in Anspruch nehmen darf, der Blödeste zu sein. Und wie wir sehen, auch in der Wiki, gibt es im Deutschen Reich massenhaft Anwärter für den Titel.

Aber nicht nur das. Der gesamte deutschsprachige Raum bemüht sich mit Tatkraft, auch mittels Verleumdung der sozialistischen Staaten, diesem Titel Volumen zu verleihen.

Dieser Tradition folgend, werden bei Bauarbeiten an Häusern, wie in unserem, bisweilen zuerst die Mal- und Putzarbeiten ausgeführt. Wir reden von der Wärmedämmung. Trotz mehrfacher Hinweise eines einfachen Koches und Ausländers, doch bitte zuerst die Versorgungseinheiten zu installieren und dann die Endfertigung auszuführen, passiert da Nichts.

In dem Sinne, fragen wir uns als normale Bewohner, warum wir uns unbedingt einer nicht preiswerten Zwangsverwaltung unterstellen sollen.

Die diktatorischen Formen der Dummheit haben bisweilen auch den Privatbereich erreicht.

Jetzt vergleichen wir mal die Südtiroler Wohngemeinschaft mit einer ganz einfachen DDR – Wohngemeinschaft in Neubauten.

Jeder Eingang hat regelmäßig Versammlungen abgehalten, um die vielfältigen Kleinprobleme im Hauskollektiv zu klären. Darunter fielen Bauarbeiten, auch Verschönerungen und die Organisation von gegenseitiger Hilfe.

Ich kann mich gut erinnern, wie unsere Besatzer und Plünderer aus dem Westen, genau diese Art des gesellschaftlichen Lebens als politische Diktatur der Kommunisten beschrien. Offensichtlich wollten sie damals schon erreichen, der absoluten Dummheit genug Spielraum einzuräumen. So läßt sich auch leicht und verdeckt, besser Plündern.

In unseren Wohngemeinschaften gab es keine Wortführer. Auch keine angeblich Verantwortlichen. Und schon gar keine Zwangsverwaltung. Trotzdem schienen die Bewohner eines Einganges, sorgfältig ausgewählt. In einem Eingang fanden sich sowohl Angehörige der Intelligenz – egal, was wir darunter verstehen – als auch Rentner, Arbeiter und Genossenschafter. In genau diesem Umfeld wuchsen auch unsere Kinder auf.

Mit genau dieser Erziehung und Lehre, werden wir heute Systemen ausgesetzt, die uns eher ans vorletzte Jahrhundert erinnern. Mietskaserne.

Übrigens:

Sämtliche Bauvorhaben wurden in der DDR geplant. Besatzer und Plünderer lachen sich dussliger als sie eh schon sind, wenn sie diesen Begriff auch nur Ansatzweise hören. Zum angeblichen Planen finden sich schon reichlich Kassierer ein. Nur Keiner plant das Bauvorhaben. Trotzdem nennen die sich alle, Doktor und gar Ingenieur. Wir bekommen lediglich komische Pseudoargumente vorgeführt. Keinen Bauplan.

Das erklärt uns DDR Bürgern auch, warum plötzlich Turnhallen und Strommasten einfallen, Dämme brechen, Fluträume bebaut und Murenbereiche ignoriert werden. Bisweilen bekommen wir damit auch erklärt, warum wir ausgerechnet auf den Kabelschächten wild verlegter Kabel aufs Maul fallen; zu Fuß oder mit dem Zweirad auf den versauten Straßen des Landes.

Jetzt wundert uns DDR Bürger auch nicht, warum wir vielerorts im Westen und vor allem bei uns hier, den Tremor fast schon als Volkskrankheit wahr nehmen.

Der Tremor ist das fortwährende Kopfschütteln. Eigentlich eine gut erprobte Amtshandlung.

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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