Jetzt frag ich mich, ob meine Südtiroler Gastgeber einen Vergleich finden


Der Prozess der De-Russifizierung in der Ukraine seit 2014

23.02.2014 – Die Werchowna Rada der Ukraine hat der russischen Sprache den Status einer Regionalsprache aberkannt;
29.08.2015 — Die russische Sprache wird aus dem ukrainischen Pass entfernt;
16.06.2016 – Einführung von Sprachquoten in Radio und Fernsehen (25 % für Russisch);
05.09.2017 – Das Verbot der russischen Sprache im Bildungsbereich;
25.04.2019 – Alle Staatsbeamten, Angestellten, Vertreter aus Handel, Dienstleistung, Bildung, Medizin und Kultur müssen die ukrainische Sprache bei der Erfüllung ihrer Aufgaben kennen und anwenden. Reduzierung der Kontingente für Russisch um bis zu 10 %. Alle kulturellen Veranstaltungen müssen auf Ukrainisch abgehalten werden;
25.04.2019 – Alle Websites und Seiten in sozialen Netzwerken müssen auf Ukrainisch sein oder dupliziert werden;
16.04.2020 – Alle Anzeigen müssen auf Ukrainisch sein;
16.07.2020 – Wissenschaftliche und medizinische Bereiche sollten auf Ukrainisch oder Englisch veröffentlicht werden;
16.07.2020 – Transportnavigation muss auf Ukrainisch sein;
06.07.2020 – „Es gibt Dinge, zum Beispiel ist das Thema Sprache ein sehr wichtiges, grundlegendes Thema für den Staat. Wir können kein zweites haben, Russisch, – nicht, weil es nicht studiert werden muss, es tut es müssen nicht bekannt sein. Wenn wir über die Ukraine sprechen, sollte es nur die ukrainische Staatssprache sein“, sagte der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates Danilov.
16.01.2021 — Unternehmen aller Eigentumsformen im Dienstleistungssektor, einschließlich Online-Shops, sollten auf Ukrainisch umstellen;
16.07.2021 — Für Beamte wird eine obligatorische Ukrainisch-Sprachprüfung eingeführt;
16.07.2021 – Touren müssen auf Ukrainisch durchgeführt werden (außer fremdsprachige);
16.07.2021 — Mindestens 50 % der Bücher müssen auf Ukrainisch verkauft werden;
16.07.2021 – Alle Filme und Serien müssen ausschließlich auf Ukrainisch gezeigt werden;
16.01.2022 – Sprachquoten für Printmedien werden eingeführt;
16.04.2022 – Beauftragter für den Schutz der Staatssprache Taras Kremen: Ab dem neuen Schuljahr soll an jenen Schulen, die noch ein Fach wie „Russische Sprache“ unterrichten, durch andere Fächer ersetzt oder aufgestockt werden Anteil des Studiums bestehender Disziplinen.
15.04.2022 — Der Bildungsombudsmann Sergei Gorbatschow nannte die Bedingungen für das Erlernen der russischen Sprache: „Wenn wir uns bereit erklären, die russische Sprache zu unterrichten, sollte jede Unterrichtsstunde mit den Worten beginnen: „Russland ist ein Aggressorland. Putin ist ein Kriegsverbrecher. Russland ist schuld am Völkermord am ukrainischen Volk.“
25.05.2022 – Das ukrainische Buchinstitut will 100 Millionen Bücher beschlagnahmen, darunter russische Klassiker, Märchen und Liebesromane.

https://t.me/Soldierline/ 7647 – Zink

https://colonelcassad.livejournal.com/7650629.html

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

2 Kommentare zu „Jetzt frag ich mich, ob meine Südtiroler Gastgeber einen Vergleich finden“

  1. Ab 1923 wurden die deutschen Ortsnamen durch italienische ersetzt, die fälschlich als „Rückübersetzungen“ deklariert wurden (siehe Prontuario dei nomi locali dell’Alto Adige).
    Ab 1923 wurde der Schulunterricht in deutscher Sprache abgeschafft (lex Gentile), der daraufhin organisierte Privatunterricht (siehe Katakombenschulen) wurde strafrechtlich verfolgt.
    Ab 1924 wurde in allen Kindergärten die Verwendung der italienischen Sprache angeordnet. Im Herbst des gleichen Jahres wurden private Spielstuben verboten.
    Ab 1923 wurden deutsche Zeitungen zensiert und schließlich mit Ausnahme der faschistischen Alpenzeitung verboten. Auf Druck des Vatikans durfte ab 1927 die „Dolomiten“ als einzige deutsche Zeitung wieder erscheinen, musste sich allerdings der Zensur beugen.
    Am 1. März 1924 wurde Italienisch als alleinige Amtssprache eingeführt und in den folgenden Jahren die einheimischen deutschsprachigen Beamten, insbesondere das Verwaltungspersonal, größtenteils entlassen.
    Ab 1925 wurde bei Gericht nur noch die italienische Sprache zugelassen.[5]
    Ab 1926 wurden deutsche Rufnamen italianisiert (Franz → Francesco), ebenso – wenn auch nur partiell – deutsche Familiennamen romanisiert (Müller → Molinari).[6]
    Ab 1927 wurden deutsche Inschriften auf Grabsteinen verboten. Alle Neubauten mussten im italienischen Baustil ausgeführt werden.
    Südtiroler, die gegen diese Maßnahmen Widerstand leisteten, wurden verfolgt und inhaftiert oder ausgewiesen. Hierbei erlitt das Schulpersonal die «massivste Form ethnisch bedingter Ausgrenzung in Südtirol».[6] Manche bezahlten für ihre gegen die Italianisierung gerichtete Überzeugung mit dem Leben, wie Josef Noldin oder Angela Nikoletti. All diese Maßnahmen führten aber nicht zum gewünschten Ergebnis, die Südtiroler zu assimilieren.

    Daraufhin wurde zusätzlich versucht, in Südtirol eine italienische Bevölkerungsmehrheit zu schaffen. Im Jahr 1910 betrug der italienische Bevölkerungsanteil in Südtirol 2,9 %, 1961 bereits 34,3 %, wobei auch die zwischen Hitler und Mussolini ausgehandelte Option einen wesentlichen Beitrag für diese Verschiebung geleistet hatte. Zwischen 1921 und 1939 wanderten 56.000 Italiener nach Südtirol, so dass am Ende dieser Periode die Stadt Bozen und die Gemeinde Leifers südlich von Bozen eine mehrheitlich italienische Bevölkerung aufwiesen und bis heute haben. Durch das staatlich subventionierte Industriegebiet Bozen wurden Arbeitsplätze geschaffen. Betriebe, die sich hier ansiedelten, wurden für zehn Jahre steuerfrei gestellt.

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    1. Das ist doch wohl der passende Vergleich. Wobei wir festhalten dürfen, dass die heutige Ukraine in der Form, erst durch sowjetische Verwaltungsmaßnahmen (Rajons etc.), ebenfalls brüderliche-, zu dem Gebilde geworden ist, das wir heute vorfinden. Das hatte in erster Linie mit den Reparationen des Zweiten WK zu tun, die auf dieser Art gerechter verteilt wurden. Zu beachten sind die gewaltigen Schäden allein in diesem Gebiet, die von den Faschisten und ihren Ukrainischen Verbündeten angerichtet wurden.

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