Frau Henn, eine Freidenkerin aus Deutschland…


…die kürzlich das Land verlassen hat, schreibt etwas über die DDR. Aus diesem Grund sehe ich mich genötigt, den Auszug meinen Südtioler Gastgebern zu präsentieren. Es geht um angebliche staatliche Propaganda, wie sie auch Nordkorea, Kuba, China usw. unterstellt wird:

Es mag ja sein, dass für jemanden, der in der DDR aufgewachsen ist, die dort übliche Art der Rechenschaftslegung in Gestalt von Tabellen und Plänen öde und abstoßend wirkte. Aber darauf konnte jeder Zuhörer den Finger legen, und einfordern, was fehlte. Auf Merkels Wertewölkchen konnte man nichts legen.

Der Artikel steht hier:

https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/140576-wie-merkel-uber-putin-redete/

Darin wird eine Märchenkreatur behandelt, die hier zu Lande auch bisweilen gastiert. Natürlich an einem der kältesten Orte unseres schönen Landes. Gleich und Gleich gesellt sich gern. Mich würde jetzt wundern, wenn die Gastgeber dieser Kreatur aus Werbegründen auch noch die Logis erlassen.

Hier mal eine Antwort zur Kosten- Nutzen – Rechnung von Kräutern auf dem Balkon


Mein Leser Riccio machte mich in einem Kommentar darauf aufmerksam. Sein Argument, die Kräuter wären in Saisonzeiten erheblich preiswerter als wenn wir sie selbst anbauen, habe ich beantwortet.

Grundsätzlich kaufen wir im Einzelhandel Petersilie usw. im Bund. Das Bund wiegt in etwa, je nach Saison, zwischen 25 und 100 Gramm. Der Bund hat den Nachteil, dass der an den Stielen des Krautes gebunden wird. Rechnen wir jetzt die Verwertbarkeit der Kräuter, sieht die Argumentation von Riccio, bedeutend trauriger aus. Ein Koch weiß, etwa 80% seiner gehandelten Kräuter sind nicht verwertbare Bestandteile (Stiele, Restfeuchte, Schmutz usw.). Die preiswerteste Variante von Petersilie z.b., ist 12.-€ je Kilo. Selbst Schnittlauch wird bisweilen mit 20.-€ je Kilo in der Saison gehandelt. Und der kommt noch von der anderen Seite des Mittelmeeres:-)) Bei Schnittlauch ist zwar der pflanzliche Abschnitt wesentliche geringer als bei Stielkräutern, dafür wird Schnittlauch aber im Wasserbad erheblich beschwert. Sie kaufen also statt 100 Gramm Schnittlauch, etwa 40 Gramm. Der Rest ist das Wasser in den Röhren dieses Lauches.

Bedeutend problematischer ist das bei unseren mediterranen Kräutern. Salbei wird zum Beispiel nicht als Blatt sondern als Bund gehandelt. Und dort wiegt der nicht nutzbare Stiel etwa 80% vom gesamten Handelsgewicht. Ich rede noch nicht von den Blättern, die wir nicht nutzen können.

Ein Problem hat mein Leser Riccio natürlich ganz vergessen. Kräuter werden in den Handelseinrichtungen gewässert. Nach einer gewissen Zeit der Wässerung, oft schon nach einem Tag, reagiert die abgestorbene Pflanze (die Ernte leitet den Sterbevorgang ein) mit Fäulnis und Schimmel. Gleiches gilt natürlich auch für Feldsalat, Ruccola usw, die bereits gewaschen, vakuumiert usw. gehandelt werden. Als Beispiel für diese Vergiftungen können wir die Legionärskrankheit und Salmonellen anführen, deren Ursache garantiert unsere Handelskultur ist. Wir reden von abgestandenem Wasser, das bereits unsere Seeleute der Vergangenheit, massenhaft in die Kiste transportierte. Inwieweit große Konzerne die Gesetzgebung jetzt so verändern, um die Allgemeinheit mit Auflagen zu zwingen, mehr für Trinkwasser usw. zu bezahlen, lassen wir mal Außen vor. Natürlich muss das Wasser in Trinkwasserleitungen anständig gewälzt werden. Nur leider macht das Keiner bei Pflanzen und Kräutern. Allein der Wasserwechsel reicht da nicht.

Das Argument, frische Kräuter umgehend in Pesto zu verwandeln, ist natürlich gültig. Nur leider können wir Pesto nicht zu allen Speisen verwenden. Auch nicht die Salsa verde. In meiner Kategorie mise en place finden Sie schon Möglichkeiten, Ihre Kräuter frisch zu verarbeiten. Sowohl mit Salz, Zucker, getrocknet oder mit Fett als Träger. Alkohol biete sich auch an für Auszüge. Zum Beispiel bei heilenden Kräutern.

Meine Krautgewinnung auf dem Balkon ersetzt aber auch Tabak. Angefangen bei Zitronenmelisse, Pfefferminz, Taubnessel, Himbeer- und Brombeerblättern, können wir von einem giftfreien Arbeitertabak ausgehen. Und die Verwertung, insgesamt gesehen, ist wohl den Anbau auf dem Balkon wert:-) Der Gärtner muss sich darüber Gedanken machen, wie er seine Balkonfläche, wirtschaftlich nutzt.

Und genau dafür werde ich meinen Lesern reichlich Tipps geben.

Gestern haben wir ein Regal bestellt…


…damit unser Balkongarten Optik und Kultur bekommt. Die Firma:

https://www.manomano.it/

…hatte das passende Angebot. Wohl in der Einsicht, dass in dieser Zeit viele Menschen Italiens auf den Balkongarten zurück greifen. Noch müssen wir zeitweise für Sauerstoff und Sonne kein Geld bezahlen. Das wird sich ändern.

Ein kleiner Tipp für den Nitrateinsatz. In unseren großen Versorgungseinrichtungen und Landwirtschaften wird Nitrat und Nitrit so reichlich eingesetzt, dass Sie sich den Kauf als Dünger sparen können. Pinkeln Sie einfach gut dosiert auf ihre Kultur und schon haben Sie das Nitratproblem gut gelöst. In dem Zusammenhang sei betont, als Raucher sind Sie in diesem Fall leicht im Vorteil. Nikotin wirkt zeitweise positiv auf das Pflanzenwachstum. In einiger Zeit werden Sie den Tabak so und so mit Brombeer- und Himbeerblättern strecken. Damit tun Sie sich und Ihrer Kultur natürlich den besten Dienst. Wer bezahlt mit der Tabaksteuer schon gern Europäische Söldnermörder und deren Munition?

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