Fortsetzung Steinschlag im Suldnertal


„Er hat auch ein Motorrad bei uns stehen. Das bringt immer ein Lieferwagen von ihm.“

„Jetzt fehlt nur noch, Fahrräder sind auch dabei.“

„Richtig geraten. Drei Stück.“

„Das ist wohl eine Art Messe für den Mann.“

„Er zeigt gern, was er hat.“

„Die fleißigen Leute kennen wir gut.“

Andrea lacht.

„Wir auch. Zu gut.“

„Wie sieht es aus mit Damenbesuch?“

„Da würde ich an deiner Stelle mal mit unserem Zimmermädchen reden. Die fährt gern mal aus mit ihm.“

„Ist die im Haus?“

„Nein.“

„Dann vielleicht morgen?“

„Ich muss ihr das sagen.“

„Dann lass das bitte erst mal so. Sie würde ihm das sagen. Das will ich nicht.“

„Alles klar.“

„Wir sehen uns sicher wieder“, sagt Toni und verabschiedet sich. Carlo grüßt freundlich hinterher und schaut Monika etwas auf den Hintern. Monika scheint das zu spüren. Sie dreht sich um und winkt zum Abschied. Toni dreht sich auch um. Er hat das in der Glastür gesehen. Monika hat also nichts gespürt.

Sie hat es auch in der Glastür bemerkt.

„Aus dem bekomme ich Alles raus“, sagt sie zu Toni. Beide lachen.

„Jetzt bleiben noch die Hotels weiter Oben.“

„Wir müssen die fragen, ob sie Mannschaften im Haus haben. Das macht Marco.“

„Ich schätze, wir lernen das Gebiet genauer kennen, als wir vorher dachten.“

„Wenn dann noch Sulden dazu kommt. Die schlechte Straße dahin. Oje.“

„So schlecht ist die nun auch nicht.“

„Die Hotels dort sind aber viel teurer. Dazu haben die jetzt noch Ski – Saison.“

„Gut. Wir fragen dort nur per Telefon und Email.“

„Trafoi und Stilfs haben wir noch.“

„Sag das bitte Marco. Der ruft an.“

„Auf alle Fälle war das heute schon ziemlich aufschlussreich.“

„Trotzdem müssen wir den Trainer und die Mannschaft noch vernehmen. Das machen wir morgen.“

„Jetzt fahren wir zu Luise und schauen nach der Familie von Marco P.“

„Die hat aber Marco in Bozen schon vernommen.“

„Ja. Trotzdem müssen wir die Gesichter sehen.“

„Gut.“

Luise steht schon wieder in der Küche. Die Familie möchte Etwas zu Mittag. Hauptsächlich für ihre Kinder. Sie verlassen das Haus nicht. Alle sind in Schwarz gekleidet. Drei Kinder spielen im Garten. Reinhold hat ihnen ein Kinderfahrrad gegeben. Mit Stützrädern. Den Kindern sieht man den Verlust nicht an.

Durch ein offenes Fenster hören die Zwei etwas Streit. Wie scheint, geht es um die Hinterlassenschaft. Bei Marco P ist da sicher Einiges zusammen gekommen. Monika spekuliert etwas. Toni zischt – Psst.

Foto – Giro



Ich komme gerade zurück von einer Foto-Giro. Ich habe heute ausnahmslos für Cover fotografiert. Das heißt, hochkant. Dafür bin ich die Mendel rauf und über das Brezer Joch, Profeis und Ulten, retour gefahren. Einen kleinen Stop habe ich eingelegt. Ich wollte mal paar Walderdbeeren fressen. Den rechten Fleck dafür kenne ich natürlich. Ein paar Senker habe ich mir für den Balkongarten mitgenommen. Die habe ich bereits gesetzt und gegossen. In der Ruffre gehe ich natürlich im Hotel Roen einen Kaffee trinken. Die Chefin habe ich uns gleich mal verewigt. 

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