Heute – Erdkunde – Mozambique


Erdkunde – Mozambique

Heute bekommen Sie etwas Erdkunde von mir.

Mozambique.

Das ist ein Land in Ostafrika auf der Höhe von Madagaskar. Alte Kolonisten haben sich gern in dieser Gegend herum getrieben. Wegen Stoßzähnen von Elefanten und wegen Negern. Beides eine einträgliche Handelsware.

Neuerdings gehen wir dort um Öl betteln. Umweltfreundlich, natürlich. Die Frage, ob wir es in Flaschen abfüllen oder eventuell in Fässer oder Tanks, beschäftigt unsere Regierung sehr. Für eine Leitung haben wir kein Geld. Und die, die so eine Leitung bauen wollten für uns, sind nicht unsere Freunde. Das sind Kommunisten mit Schlitzaugen. Und was die vor haben, kann niemals umweltfreundlich sein. Niemals.

Also setzen wir jetzt darauf, die bereits entstandenen Handelsbeziehungen der Mozambiquaner mit den Schlitzaugen, durch echte Handelsbeziehungen mit unserer Gewinnaussicht zu ersetzen.

Das Ganze hat aber jetzt einen Nachteil. Mit dem Handel kommen auch deren Vertreter ins Land. Und das sind ausgerechnet Neger. Ob die jetzt darauf Lust haben, eine unsichere Fahrt über das einheimische Mittelmeer zu unternehmen, lassen wir mal Außen vor. Nur der Gedanke, achtzig Prozent aller Handelstreffen müssen abgesagt werden, weil deren Vertreter von Frontex bei der Anfahrt ermordet werden, lässt keine guten Hoffnungen wachsen. Wir werden wohl zukünftig mit Olivenöl und Alkohol fahren müssen, statt das zu saufen. Denn Strom, naja, der ist ja auch knapp und viel zu teuer. Stellen Sie sich vor, Sie fahren in den Nachbarort und bezahlen für eine Batterieladung des Fahrrades, dreißig Euro. Dann lieber kein Olivenöl saufen. Es könnte durchaus auch sein, die Griechen brauchen ihr Öl selbst.

Eine Hoffnung gäbe es ja noch. Man produziert das, was man braucht, in den Ländern, die auch die Rohstoffe dafür haben. Aber das widerspricht der Gesinnung und dem Umweltschutz. Schließlich sind wir die Klugen und die, die Dummen. Das wäre ja der Untergang unserer umweltfreundlichen Zivilisation, wenn die das selbst produzieren, was sie benötigen und ihre Überschüsse exportieren.

Wie wir mit Denen umgehen, die das getan haben, können uns gern unsere libyschen Gäste erklären. Die haben ihre Facharbeiterbriefe allesamt auf den Müll legen dürfen. Der Klügere gibt eben nach. Übrigens: Die Mozambiquanischen Freunde wurden in der DDR ausgebildet. Nicht in Italien oder Westeuropa. Deswegen konnten wir einen Benzinpreis von 1,50 Mark dauerhaft garantieren:-)) Wir haben Öl bei unseren Freunden gekauft.

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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