Fortsetzung Steinschlag im Suldnertal


Toni denkt sich seinen Teil. Die Mörder von Marco haben sicher mit der mobilen Leiter gearbeitet. Er ruft Marco an, um dort Proben zu ziehen. Vielleicht findet sich sogar ein Hinweis darauf, wohin die Leiter bewegt wurde. Oder gar dafür, was auf der Leiter befördert wurde. Fingerabdrücke und Genproben wären vielleicht hilfreich. Trotzdem haben Toni und auch Monika schon ihren Verdacht.

Die Spuren

Jetzt möchten sie noch Perone vernehmen. Der ist wie vermutet, im Suldenklotz. Toni rechnet mit einem schönen Essen bei Julia.

Kaum sind sie angekommen, treffen sie Perone mit Julia zusammen am Tisch. Zwei Plätze sind noch frei. Julia bestellt für die Zwei auch ein Menü.

Perone ist jetzt vielleicht etwas gesprächiger als das letzte Mal. Julia wird ihn schon aufreizen dazu.

Das Gespräch am Tisch geht scheinbar um Julia. Die eng anliegende Hosen die sie trägt. Oder gar um den Blusenausschnitt. Perone scheint verzaubert. Monika fragt auch nicht Perone direkt, ob sie schon etwas erfahren hat. Nein. Sie fragt Julia. Die Drei hoffen jetzt darauf, Perone würde sich eifrig einmischen, wenn er mit reden kann.

Als sie beim Thema der Erfindungen sind, mischt sich Perone ein. Julia hat einfach etwas Falsches behauptet. Marco P. hätte bei ihr eine große Feier bestellt, um seine großen Erlöse zu feiern. Genau das Gegenteil war der Fall. Marco wollte bei Julia mit Perone abrechnen. Perone hatte schon Angst. Der Skandal um neue Pedalen und Schuhe hätte ihn nicht nur sein Vermögen gekostet. Nein. Seine Karriere stand auf dem Spiel.

Die Neuentwicklungen bei Perone waren einfache Kopien der Erfindungen Marcos. Und das hat er bemerkt. Nicht nur das. Auch die anderen Teams hatten bei ihm nicht bezahlt. Er hat von den Überweisungen an seine Familienmitglieder gewusst.

Die Überweisungen waren aber viel zu gering. Er wollte von den Teams die Restbeträge. Julia hat darüber mit Marco gesprochen.

Perone versucht mehrmals, sich heraus zu reden. Ganz nebenbei sagt er aber Etwas über die Sponsorenverträge. Unter den Sponsoren gab es erheblichen Streit. Es geht um die Werbeflächen, deren Größe, Platzierungen und um gezahlte Gelder. Und ausgerechnet die Südtiroler Baufirma – Ziegel ist mit dabei. Deren und andere versprochene Zahlungen fließen nicht. Perone hat deshalb etwas Angst.

„Ich will nicht wie Debeule enden“, hat er gesagt.

Die großen Sponsoren, ob Teilehersteller oder die Produzenten von Schokolade und Getränken, zahlen nur, wenn die Anderen auch zahlen. Sie berufen sich auf den Gemeinschaftsvertrag, der die Bereiche, für die bezahlt wird, genau definiert.

„Wir haben vier Hotels voller Verdächtiger“, sagt Toni.

„Ich kann Euch nicht fahren lassen.“

Die Drohung schmerzt Perone. Er überlegt. Julia bestellt das Dessert. Sie hofft, Perone damit etwas auf zu weichen.

„Ich glaube, Debeule wollte auspacken.“

„Wissen sie vielleicht an wen?“

„Er hat eine stattliche Summe bekommen. Ich weiß nicht, wer bezahlt hat.“

„Und wo ist das Geld gelandet?“

„Ich dachte erst, es wäre auf seinem Zimmer. Dort war es nicht. Ich habe da nach geschaut.“

„Heimlich?“

„Ja. Er war beim Essen.“

„Hat er sie erwischt? Haben sie ihn deswegen erschlagen?“

„Nein. Da muss noch etwas Anderes sein. Ich war allein und viel früher als am Tag seines Todes.“

Monika und Toni bedanken sich für das Gespräch. Perone bezahlt den Abend.

„Jetzt müssen wir den Hausmann zu Hause besuchen“, sagt Toni zu Monika.

Sie fahren nach Stilfs. Das Gut liegt etwas außerhalb. Im Ort kennen sich die Beiden mittlerweile gut aus. Der Hausmann ist gerade mit der Fütterung beschäftigt. Die Zwei grüßen freundlich und stellen sich vor.

„Franz. Was wollt ihr?“

„Wir möchten gern mit dir über die Tätigkeit im Hotel Mücke reden.“

„Ja? Ich arbeite aber nicht nur dort.“

„Was machst du dort?“

„Meist die Grünanlagen und etwas am Bau.“

„Wir sind hier wegen des Mordes an Debeule und an Marco, dem Rennfahrer.“

„Ich bin ein Fan von Marco.“

„Kennst du Goran?“

„Das ist der Hausmeister vom Mücke. Der kümmert sich um die Zimmer und so.“

„Benutzt ihr gemeinsam die Werkstatt im Keller?“

„Aber sicher.“

„Arbeitet Goran auch in den anderen Hotels?“

„Ich denke, etwas – ja.“

„Arbeitest du auch beim Ziegelbau?“

„Nur, wenn dort Grünschnitt ist.“

„Du sammelst also den Grünschnitt für dein Futter?“

„Genau.“

Die Zwei bedanken sich und verschwinden.

„Mit seinen Fingerabdrücken können wir wenig anfangen. Das gehört einfach zu seiner Arbeit. Bei Goran wird das nicht viel anders sein.“

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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