Ab Sonntag bin ich wieder auf Fototour


Wie scheint, haben wir kommende Woche passendes Wetter. Ich werde uns wieder ein paar Fotos aus Südtirol schießen. Natürlich ist auch der Trentino mit vertreten. Ich weiß, im Moment ist ein ziemlicher Touristenauflauf. Unter der Woche sind ganz sicher auch Baufahrzeuge unterwegs. Bei den starken Regenfällen gibt es reichlich zu reparierende Schäden bei uns. Wir hatten Muren und Überschwemmungen. Dazu möchte ich natürlich auch diverse Kräuter sammeln. Unsere Garten benötigt noch einige Bereicherungen. 

Ihnen sind sicher diverse Unfallmeldungen mit Todesfolge aufgefallen. In diesem Jahr sind mehr Touristen am Berg verunglückt als auf der Straße. In dem Zusammenhang möchte ich vor dem üblichen Leichtsinn warnen.

Bergwanderungen werden von unseren Besuchern sehr oft oder fast immer zu leicht genommen. Die körperliche Fitness ist unzureichend dafür. Sie können das zu Hause leicht testen. Aber richtig bitte. Ihre Wanderungen zu Hause finden größtenteils auf befestigten Wegen und Straßen statt. Der Unterschied zu unbefestigten Wegen ist nicht nur gewaltig, sondern auch energieaufwändiger. Mit dem Blick auf einen Berg bekommen Sie grundsätzlich die Luftlinie präsentiert. Der unbefestigte Weg hinauf als auch zurück, ist fünf bis zwanzig Mal länger. Es spielt erst Mal keine Rolle, ob Sie das richtige Schuhwerk tragen und dafür hunderte Euro hinblättern. Die Bekleidung ist zweitrangig. Ihre körperliche Verfassung ist für Bergwanderungen die wichtigste Voraussetzung. Wenn Sie am Berg schlapp machen, können Sie an haben, was Sie wollen. Sie werden weniger aufmerksam. Sehr wichtig sind Flüssigkeiten. Lassen Sie die Energiedrinks usw. einfach weg. Ich sehe Ihren Abfall überall rumliegen und muss laut lachen über den Müll, den Sie sich antun. Neben dem vernachlässigtem Rücktransport der leeren Behälter, versäumen Sie auch die primitivsten Grundregeln Ihres Energiebedarfs. 

Für Wanderungen bedarf es eigentlich nur reichlich Kohlenhydrate. Das ist Ihr erster Energielieferant. Glucosegetränke und – speisen, können Sie getrost auf dem Müll werfen. Aus diesen Trägern ziehen Sie nicht ein Gramm – Energie. Sie sollten also beim Einkauf der Produkte genau hinsehen, was in diesem genetischen Müll steckt. 

Für Wanderungen eignen sich Trockenbrotsorten, wie Keks, Zwieback, Schüttelbrot. Auch eine Tafel Schokolade mit Nüssen (keine Bitterschokolade) darf es sein. Nicht umsonst werden in den Bergen, Trockenfleischprodukte angeboten. Sie müssen davon nicht reichlich mitschleppen, denn das Gewicht, dass Sie zu tragen haben, ist auch der Energiefraß. Nach eigener Feststellung, darf ich sagen, Cola ist in den Bergen neben Wasser, eines der wichtigsten Getränke. Die Cola muss Glucose frei sein. Schauen Sie auf die Etiketten, ob in Ihrem Getränk oder in Ihrer Speise, Glucosesirup verpanscht wurde. Lassen Sie diesen Müll im Regal liegen. Er schadet Ihrem Kreislauf als auch Ihrer Verdauung!

Essen Sie auf Wanderungen kein Gemüse und kein Obst! Trinken Sie keinen Alkohol! Nehmen Sie nicht nur Ihr Telefon mit, sondern auch ein gängiges Taschenmesser. Mit gängig, meine ich ein Taschenmesser, das nicht beim ersten Schnittversuch die Klinge verliert und eher zum Fingernägel putzen geeignet ist. 

Übrigens: Sie befinden sich in der Natur. Alles, was blutig ist, gehört nicht in die Natur geschmissen – liebe Frauen (oder jene, die sich dafür halten). Fast alle Tiere jeder Größe gehen auf Blut. Tiere riechen das. Sie werden davon angezogen. Ihre Krankheiten, die Sie vielleicht bemerken oder nicht, werden auf diese Art, Tieren und damit dem Kreislauf übertragen. Denken Sie an die Produkte, die sie täglich zu sich nehmen und in den Alpen erzeugt werden. An erster Stelle nenne ich Milcherzeugnisse, Pilze, Beeren usw.. Sie vergiften auf diese Art diese Kulturen nachhaltig! 

Liebe Radfahrer. Ich kann Ihren sportliche Ehrgeiz sehr gut verstehen. Ich bin als junger Mann selbst Rad gefahren. Täglich zwischen 50 und 100 Kilometern. Mir fallen auf meinen Touren grundsätzlich Typen auf, die weder eine gelbe Weste noch ein leuchtendes Trikot tragen. Wissen Sie, wie schlecht Sie gesehen werden in den Bergen? Gar nicht! Und dabei bin ich nur auf einer Spur unterwegs. Wie Sie! Mir begegnen täglich hunderte solcher Trottel. Wissen Sie, was ich diesen Idioten wünsche? Den Gegenverkehr von einem Bus, Laster oder am besten, von einem Landsmann, der keine Kurven fahren kann! Ich finde es schon anregend, unbedingt Pässe mit dem Rad fahren zu müssen. Dafür würde ich mir aber Pässe suchen, die für Radverkehr geeignet sind und über die kein Schwerverkehr läuft. So blöd kann doch kein Mensch sein, ausgerechnet die Straßen zu bevorzugen, die von regem Werksverkehr benötigt werden! Warum werden wir Ihnen wohl für hunderte Millionen Euro, Radwege bauen? Sind Sie tatsächlich so borniert oder haben Sie den IQ der dritten Klasse noch nicht bewältigt? Auf diesen Straßen bewegen sich Menschen, die Ihre Gastgeber sind und Ihnen dienen. Die Menschen produzieren Ihr Essen, reinigen Ihren Dreck und Ihre Hinterlassenschaften. Wenn ich in Ihre Heimatstädte schaue, wird selbst der Wegwurf für ein Papier, schwer mit Ordnungsgeldern belegt. Und trotzdem sieht Ihre Müllgrube, der Sie entsteigen aus, wie eine bewohnte Müllhalde! Wollen Sie uns etwas Ihre Unkultur aufzwingen?

Eine kleine Frage an Autofahrer: Müssen Sie ihren SUV, den Sie eh nicht bedienen können – geschweige Fahren, unbedingt auf Alpenpässen bewegen, die etwas breiter sind als Ihre rollende Multimediatoilette? Sind Sie so krank? Leihen Sie sich einen Scooter und genießen Sie die Natur so, wie sie ist. Nicht aus einer Multimediakabine! Dann riechen Sie vielleicht auch, wie Ihr abartiges Gefährt sinkt. Vor allem, die Breitreifen! Übertragen Sie das abartige Gefährt einfach Ihren Diktatoren. Die benötigen das für Ihr weltweites Engagement für den Frieden und zum Abtransport der Kinder für ihre Puffs.

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