Fortsetzung Steinschlag im Suldnertal


Bei Luise angekommen, berichten die Drei von ihren Erkenntnissen. Das erfordert einen neuen Schlachtplan.

Marco hat alle Manager der Firmen wieder frei gelassen. Auch die Mannschaften, ihre Trainer und Manager. Die Vernehmungen waren sehr aufschlussreich. Mit dem Freilassen ist nicht deren Unschuld bestätigt. Das ist lediglich das Resultat der fehlenden Beweiskette. Bei einer begründeten Schuld wäre das Thema bereits beendet. Und genau deswegen planen die Drei eine neue Strategie.

Eigentlich verfügen sie über die Beweisketten, in der alle Teams, vor allem die Holländer, Dänen und Deutsch – Österreicher, wegen Dopings und Missbrauch von Medikamenten angeklagt werden könnten. Dafür besteht aber kein öffentliches Interesse. Sie finden keinen Staatsanwalt, der das bearbeiten würde. Die kriminellen Handlungen im Umfeld dieser Drogen, sind eine andere Liga. Sie sind nur mit internationaler Zusammenarbeit lösbar. Auch dafür gibt es kein öffentliches Interesse im Land.

„Wir sind nicht die Polizei für andere Nationen“, sagt der Südtiroler Staatsanwalt. Im Grunde hat er Recht. Wieso sollen Südtiroler die Kriminalität ihrer Gäste bei ihnen zu Hause aufklären.

„Wir können höchstens unsere Erkenntnisse, Anderen zur Verfügung stellen“, sagt man hier zu Lande. Auf Deutsch; man erwartet eine Art – Gegenleistung. Zu Recht. Für die Südtiroler Ermittler sind lediglich die Taten von Bedeutung, die hier zum Nachteil Südtirols begangen werden. Das inkludiert auch den Ruf unseres kleinen Landes. Wer riskiert schon einen schlechten Ruf wegen der mangelnden Aufklärung eines Mordes an einem Prominenten auf seinem Territorium?

Wie sich bei den Vernehmungen heraus gestellt hat, sind etwa, geschätzt, mehrere Millionen an Schwarzgeld geflossen. Die Manager nannten keinen konkreten Summen. Aber die Kontoauszüge zeigen in diese Richtung. Dazu auch Aussagen über Bargeldbeträge. Natürlich müssen die Drei, Streit unter den Beschuldigten erzwingen. Nur so erfahren sie Genaueres. Bei Debeule gehen sie von einem Mord aus, der durch Debeule selbst erzwungen wurde. Debeule hat Andere erpresst. Im Grunde ist den Dreien der Mord unter Kriminellen egal. Der Schaden gegenüber Johann und Gerda muss hier repariert werden. Der gute Ruf des Hotels Mücke ist von Landesinteresse. Natürlich auch der Ruf der anderen Hotels in dem Zusammenhang. Und der ist ziemlich angekratzt. Die Hoteliers sprechen von Rückgängen der Buchungen wegen der Morde. Welcher Tourist schläft schon gern mit der Polizei in einem Bett?

Toni nimmt die Erkenntnis als Zusage zu seinen weiteren Ermittlungen auf. Marco bestätigt das noch einmal.

„Der Mord an Debeule war in einem Südtiroler Hotel: Damit ist das unsere Aufgabe, das zu klären.“

Toni dachte erst, er können seine Ermittlung beerdigen.

Monika hat mit Marisa und der Familie, in etwa den Betrag heraus bekommen, um den es geht. Und das ist sehr wohl ein Mordmotiv. Es geht, wie gesagt, um mehrere Millionen. Die Familie belastet und entlastet sich aber. Nach den Erkenntnissen, kann es weder Renato noch Debora gewesen sein. Es sei denn, sie haben den Mordauftrag erteilt. Paolo und Colo hingegen, sind nach den neuen Erkenntnissen, Hauptverdächtige. Deren Kontobewegungen sind höchst verdächtig. Auch im Zusammenhang mit dem Doping.

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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