Ausfahrt 020922


Radtag in Prad

Kleiner Hinweis vorneweg: Ich habe die Rechtschreibeprüfung aktiviert und die gibt mir witzigerweise als Vorschlag für Radlerhöschen –

Radleerhöschen

Und da soll einer sagen, über den Westdeutschen Duden kann man nicht lachen.

Mein heutige Ausfahrt führte mich nach Prad. Der Verkehr auf der Hinfahrt war angenehm und nicht zu hektisch. Und das am Freitag. Man staunt.

Motoristi kamen mir sehr viele entgegen. Einige fuhren mit mir in Richtung Reschen.

Mein Ziel heute war Prad. Ich wollte mal sehen, wie der Radtag in Prad abläuft. Schließlich ist ein Radtag oder Radrennen, das Grundthema meines Krimis „Steinschlag im Suldnertal“.

Was soll ich sagen. Ich habe mir bei dem Besuch jetzt heimlich auf die Schulter geschlagen für meine Kenntnisse. Ich sage: Es ist genau so wie beschrieben.

Dieses Mal treffen sich aber Amateure da und unter ihnen sind sicher, ganz sicher, auch alte Profis. Und für die Ehrgeizigen unter ihnen, wird das sicher ein Rennen.

Alle die Jungs sehen frisch, braun gebrannt und irgendwie frisch gespritzt aus. Wollen wir hoffen, unser Weißes Kreuz hat reichlich Posten unterwegs zu stehen. Wir dürfen wieder mit Herzschlägen, Gehirnschlägen und vielen anderen Umdeutungen rechnen. Ich weiß jetzt nicht, wie viele Zeugen dafür bereit stehen. Sicher genug.

Wie erwartet, sind alle Hotels des Ortes belegt. Die Tankstellen haben Hochkonjunktur. Die überteuerten Drahtesel werden ja gepolstert, in Heizecken eingewickelt und hinter verdunkelten Scheiben der Transporter an den Berg gekarrt. Ganz umweltfreundlich – selbstverständlich.

Die Gesunden, Braun gebrannten, am Arsch gepolsterten und mit Spezialschuhen ausgerüsteten Radler, werden morgen das mehrere tausend Euro teure Vehikel zum Joch rauf treten. Natürlich ganz zünftig in einem Trikot für 250 aufwärts und in strammen Radlerhöschen für 300.

Die Vorbereitung ist heute schon gelaufen. Ein Fünfgangmenü mit Salatbüffel, Speck als Vorspeise, ein Pfund Nudeln mit Tomate, ein Schweineschnitzel zu Ofenkartoffel und einem zünftigen Strudel als Abschluss. Das Bier fließt gut.

Morgen werden wir am Straßenrand hunderte Präparate finden gegen Bauchschmerzen, Wadenschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und…Zahnschmerzen. Das Schweineschnitzel sollte durch gebraten sein.

Also Ihr Lieben, der Bericht wird ein Zweiteiler. Morgen kommt dann der Rest…oder, wenn ich zu spät rein komme, eben Übermorgen.

Denn morgen wird ein zünftiger Regen erwartet.

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: