Ausfahrt 030922 – Radtag Prad


Es ist etwas spät. Aber uns fehlt noch der 3. September. Das war der Tag des Rades am Stilfser Joch.

Ich habe mein Xubuntu auf 2204 geupgradet. Das dauert bisweilen etwas. Gegen Windows, sind das aber wirklich kleine Unebenheiten. Schade, mein Pysol läuft nicht mehr. Mal sehen.

Es gab einen Unfall, berichten uns die Fahrer. Ich lese keine örtlichen Medien mehr, seit dem die uns mit abgeschriebenen Meldungen über die Ukraine, Viren und Geld verarschen. Ich will denen nicht auch noch Klickzahlen liefern für falsche Meldungen aus braunen Kanälen.

Auf das Joch sind sogar schwangere Frauen gefahren. Ich staune. Trotzdem muss ich sagen, als Zweiradfahrer wäre mir des etwas zu gefährlich. Als ehemaliger Rennradfahrer gestehe ich aber ein, die Steigung ist halb so schlimm, als sich das diverse Radler oder Nichtradler vorstellen. Wir reden von wirklich flachen Serpentinen, die höchstens in manchen Kurven etwas streng wirken.

Berg abwärts jedoch, das muss ich gestehen, kann bisweilen schon dieser oder jener Bremsgummi auslaufen. Insgesamt war ich da, nur um zu vergleichen, ob das, was ich in meinem Krimi geschrieben habe, tatsächlich so ist heutzutage. Es ist so.

Die Straßenränder habe ich jetzt nicht absuchen können. Auch nicht den Platz, an dem ich das Cover fotografiert habe.

Trotzdem bin ich irgendwie glücklich, von weniger Unfällen erfahren zu haben als ich befürchtete. Gerade Rennräder mit ihren sehr schmalen Reifen, reagieren schon bei relativ kleinen Steinchen, ungeheuer. Damit will ich auch sagen, dieser Sport ist erheblich gefährlicher als Motorrad fahren. Leider wird das zu selten so wahr genommen und mitunter als harmlos betitelt. Das ist es nicht!

Trotzdem freue ich mich, auf der Straße endlich Radfahrer gesehen zu haben, die wirklich ein gelb leuchtendes Laibchen anhatten. Das ist Vorschrift, die, gerade in den Pässen, sträflich vernachlässigt wird.

Ich sag es gern noch einmal: Ein Motorradfahrer kann Sie auf dem Rad nicht oder nur sehr spät sehen! Kommt dem Motorradfahrer ganz zufällig noch ein Kurven schneidender oder – ausholender SUVTräumer entgegen, dann…ist es zu spät für den Unsichtbaren. Und wenn die noch in einer Zweiersektion nebeneinander kurtschen, dann dürfte sich schon die sehr frühe Bestellung eines gesegneten Platzes auf dem örtlichen Friedhof rechnen.

Ansonsten ist es genau so, wie ich es im Krimi beschrieb. Die Zapfsäulen sind belegt von Lieferautos in allen Größen. Von Autos mit Dach- und Heckgepäckträgern nebst Anhängern in allen Größen. Die 300 – Euro – Sonnenbrillen sind tatsächlich ausverkauft und die 150 – Euro Shirts in dunklen Farben auch. Gelbe -, ja welch ein Wunder, gibt es noch. Wir reden also nicht von Volkssport, bei den Radpreisen nebst Anfahrt und Unterkunft, sondern von einem Sport für früh pensionierte Privilegierte. Und genau das spürt der Zuhörer schon bei dem Getue und den Gesprächen der Radler untereinander. Es gibt wenige sehr freundliche, offenherzige Ausnahmen.

Die Teller nach dem Fünf – Gänge – Menü waren leer geputzt. Man könnte fast den Eindruck bekommen, die zehn Euro Aufpreis für das Menü sind allein für den Einkauf der Lebensmittel drauf gegangen. Das Kochen, Servieren und Spülen des Geschirrs, war gratis und wird auch so erwartet in den Kreisen. Was soll ich sagen? Unter den Bedingungen würden wir auch gern etwas Rad fahren:-))

Im alltäglichen Leben ist das leider etwas anders. Jeder Arbeitsweg auf dem Rad, kann der letzte sein. Dafür werden die Straßen nicht gesperrt. Und wer fährt schon gern auf den millionenschweren, extra gebauten Radwegen? Wir stülpen uns ein Profidress mit Werbung über und denken, die Straße ist unser.

Nur nebenbei: Die Vinschger Straße erlebt seit zwei Monaten täglich einen Stau in Richtung Meran Bozen. Nicht etwa nur zu den Stoßzeiten. Ich rede von einem Dauerstau. Durch diesen Stau, meine Damen und Herren, muss sich das Personal der Gastronomie bewegen! Das sind die Leute, die Ihnen die Zimmer putzen, das Essen kochen und servieren. Versuchen Sie ausnahmsweise mal, Rechts zu fahren und dem Verkehr statt dem Handy zu folgen.

Das ist der Blick von Mölten ins Unterland

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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