Auszug Steinschlag im Suldnertal


Monika kommt aus der Dusche. Splitternackt. Toni ist nicht mehr zu halten. Jetzt fehlt nur noch ein Asti Spumante und der Urlaub wäre perfekt.

„Wenn du so ermittelst, kannst du dir noch ein Jahr Zeit lassen“, haucht Monika, Toni ins Ohr.

„Ich muss weg. Mir brennen die Nägel.“

„Fahr vorsichtig.“

Toni will gleich über Mori und Rovereto auf die Autobahn. Dort kann er wenigstens Gas geben. In Rovereto kennt er auch eine preiswerte Tankstelle. Die will er gleich mit besuchen.

„Lass die Nachbarn in Ruhe“, sagt er zu Monika beim Abschied. Monika muss wieder lachen. Dieses Mal geht sie es ruhiger an und hält sich die Hand vor den Mund.

„Ich lege mich gleich so auf den Balkon. Vielleicht kommt Marco noch vorbei.“

In Schenna ist Toni recht schnell. Karin hat ihn schon erwartet.

Zofia ist wieder im Hotel.

„Reinald kommt nicht so schnell wieder“, sagt sie.

„Wahrscheinlich hat Karol geredet.“

„Was will den Karol erzählt haben?“

Zofia sagt dazu nichts. Sie schweigt.

„Ich muss mit Karol reden“, sagt Toni zu Zofia.

„Naja. Etwas kann ich dir sagen.“

„Na, rede endlich! Ich bekomme So und So, Alles heraus. Für euch ist wichtig, eure Argumente zu sagen. Bedenke, Karol wird die Schuld auf euch schieben.“

„Karol und Slavo sind nicht unsere Angestellten.“

„Das habe ich fast schon vermutet.“

„Den Lohn für die Zwei haben wir nur bei uns gebucht. Im Winter haben sie in Prad und in Sulden gearbeitet. Ihr Lohn wurde dort gebucht.“

„Unsere Mitarbeiter haben von euch auch Schweizer und Österreichische Konten gefunden.“

„So?!“

„In kurzer Zeit werden die auch die Verbindungsmänner und Boten ausfindig machen.“

„Ja. So viel Durchblick habe ich jetzt auch nicht.“

„Kann ich die geheimeren Unterlagen mal sehen?“

„Reinald hat euch meines Wissens, alle seine Unterlagen gegeben.“

„Wir drehen uns im Kreis. Es gibt sicher auch noch private Vereinbarungen mit Boten.“

„Davon weiß ich nichts.“

Toni bekommt den Eindruck, Zofia möchte sich schon jetzt etwas aus der Sache verabschieden. Sie arbeitet daran, sich als unschuldig hin zu stellen.“

Toni geht zu den örtlichen Carabinieri. Dort wird Karol immer noch vernommen. Sie holen ihn täglich ab.

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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