Begraben im Weiher


Also, führt die Zwei der Weg heute wieder zu Doris. Kaum sind sie angekommen, werden sie von Doris empfangen. Doris bietet ihnen gleich eine Pizza von Garib, den Pizzaiolo an. Garib erkennt Monika und Toni. Er belegt die Pizza der Zwei etwas üppiger. Er schaut Monika auf die Hüften und legt noch ein paar Scheiben Speck dazu. Doris muss lachen.

„Für Monika“, flüstert er.

Doris nickt ihm zu. Julian, ihr Sohn, hilft heute am Tresen. Er soll die Zwei bewirten. Julian hat auch etwas Überblick bei den Tanzveranstaltungen. Er bedient auch die Gäste im Vereinszimmer. Heute ist das nur Toni und Monika. Sie sind sehr früh zu Doris gegangen, bevor der Ansturm der Touristen einsetzt. Sie wollen auch mit der letzten Bahn nach Oben fahren.

Julian kommt kurz zu ihnen.

„Julian, kannst du dich an diese zwei Frauen erinnern?“

Toni zeigt ihm die Bilder von Ema und Iva.

„Ja. An die hier.“

Julian zeigt auf Iva.

„Die andere Frau hast du nicht gesehen?“

„Nein.“

„Weißt du noch, was Iva an hatte?“

„Daran kann ich mich nicht erinnern.“

„Hat Iva mit Jemandem getanzt?“

„Ich glaube, sie hat nur getanzt.“

„Mit wem?“

„Mit fast Allen, die Vorne sitzen und stehen.“

Das wird schwierig, denkt sich Toni. Am besten, er schickt Monika vor. Monika kann das bedeutend geschickter lösen.

Garib bemerkt die Fragen von Monika.

„Zeig mir mal die Bilder.“

Monika zeigt sie ihm.

„Die Zwei habe ich gesehen. Sie sind häufig nach Draußen gegangen. Immer mit einem Anderen. Ich glaube, sie bumsen Draußen und im Keller.“

Die Männer am Tresen halten sich dagegen etwas zurück. Sie schauen sich untereinander an und lachen. Schorsch ist auch da.

„Wenn du mir die so zeigst, kenne ich die Mädchen.“

„Waren die oft hier?“

„Immer dienstags.“

„Warum hast du das nicht gleich gesagt?“

„Naja. Du weißt schon.“

„Warst du auch mit den Mädchen, Draußen? Wir haben die Proben vom Sperma.“

Monika blufft. Von Schorsch gibt es keine Spuren.

„Das letzte und vorletzte Mal nicht.“

„Wieso nicht?“

„Als Zehnter?“

„Ach so.“

„Was hast du immer gegeben?“

„Sie waren recht günstig. Günstiger als in Meran und Bozen. Vierzig.“

Monika lacht.

„Für eine Hasennummer?“

Schorsch muss auch lachen.

„Was denkst du? Willst du es mal probieren?“

„Das würdest du nicht überleben in deinem Zustand.“

„Bei dir hätte ich drei Leben. Du hast Recht. Es war eine schnelle Nummer.“

„Eine Handnummer oder eine richtige?“

„Für eine Handnummer wollte sie Dreißig.“

„Und du glaubst jetzt, das war eine richtige Nummer?“

„Warm und schön war es auf alle Fälle.“

Beide lachen.

„Wärmer als bei deiner Hilde? Die hat doch auch ein schönes Büromaß.“

„Naja. Das ist eben kein lebendiges wie deins.“

„Du Schlawiner. Danke für deine Auskünfte.“

Schorsch versucht, beim Gehen, Monikas Hintern zu berühren. Monika greift blitzschnell mit einem festen Griff in den Schritt von Schorsch zurück.

„Usch!“

„Verschluck dich nicht.“

Toni hat das beobachtet und lacht sich fast krumm.

„Der kann jetzt drei Tage nicht fahren.“

„Das stimmt. Bei Johanna in der Garage jedenfalls nicht.“

„Der Griff war nicht schlecht.“

„Den habe ich für dich trainiert. Bei Schorsch habe ich aber ins Leere gegriffen.“

„Der Arme.“

„Du meinst, die arme Hilde.“

„Naja. Hilde hat den Hof und zwei Knechte.“

Monika gibt Toni einen Kuss.

„Saug nicht so stark.“

„Warte ab. Dann.“

Die Zwei fahren in die Hütte. Toni stellt das Wasser an. Monika spielt die Aufnahmen auf ihren Computer. Sie trägt die Kopfhörer und hört sich schon einen Teil an bis das Wasser warm ist. Toni schaut ihr zu. Wahrscheinlich hat sie schon etwas bemerkt. Sie lacht. Und das ausgerechnet bei dem Thema.

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

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