Schauen wir mal zu unseren Verbündeten, den Bauern


Report24

Niederlande will 3.000 landwirtschaftliche Betriebe enteignen

Faschismus pur:-))

Eine aktive, faschistische, völkermordende Kolonialdiktatur, die weltweit ihre Söldner hinfliegt – auch an Russische Grenzen, schwätzt von…CO2 – Einsparung bei Bauern. Alles klar?

So, Ihr Lieben,


ich habe für den Winter zwei Hirsche und ein kleines Schwein gekauft. Die kommende Woche werden wir zusammen etwas Fleischverarbeitung lernen. Das Fleisch kommt von Südtiroler Bauern. Wir werden miteinander etwas Trockenfleisch, Braten, Wurst und Gehacktes herstellen. Die Temperaturen sind günstig zum Schlachten.

Der Dank gilt den Südtiroler Bauern, die uns mit Qualität beliefern.

Das ist der Gostnerhof in Villnös, von dem wir unser Wild bekommen. Hinten sehen Sie die Frühjahrsweide. Im Sommer ziehen die Hirsche oberhalb in den Wald. Joseph, der Besitzer, hat mir die Zwei geschossen. Sie hängen jetzt etwas ab.

Nach der Verarbeitung werde ich Ihnen mal eine Kalkulation präsentieren, mit der ich Ihnen zeige, wer sich von uns am günstigsten und gesündesten ernährt.

Leseprobe – Die Saisonpause


Schon bei der Überquerung des Brenner, werden wir von einer Straßensperre überrascht. In keiner Meldung war davon die Rede. Nicht mal im Verkehrsfunk. Ein Lastwagen hat die Leitplanken zerrissen. Wir verlieren die erste Stunde. Eigentlich könnten wir uns dort gleich ein paar Mitbringsel sichern. Die lagen gut verstreut auf der gesamten Autobahn. Im Lichtkegel sehen wir Kartons mit Fleischbeschriftungen.

„Gutes Roastbeef“, sage ich zu Joana. „Mach die Tür auf und schnappt uns so einen Karton.“

Ich fahre extra langsam an die Stelle. Das Auto setze ich so, um Joana zu ermöglichen, einen Karton durch die Beifahrertür zu greifen. Wir werden überrascht dabei. Ein freundlicher Polizist war schneller an der Beifahrertür.

„Neugierig?“, fragt er.

„Ich bin Koch. Ich weiß, was da drinnen ist.“

„Und sie wollten das jetzt mitnehmen?“

„Wenn sie mich lassen. Wir möchten unsere Familie besuchen. Das wäre ein passendes Geschenk.“

Der Gendarm schaut weg, geht ein paar Schritte vor und winkt mit seiner Kelle, wir sollen fahren. Joana ist sich nicht ganz sicher und ich auch nicht, ob wir uns nicht doch einen Karton greifen.

„Schade“, sage ich zu ihr. „Eigentlich hat er weg geschaut.“

Wir trauen uns nicht. Die Familie muss sich mit unseren Südtiroler Gaben begnügen.

Kurz danach dürfen wir schon die gesegnete

Reisefreiheit genießen. An den Brücken über der Autobahn steht wieder der IGL. Zuerst fällt diesen Leuten ein, jegliches Lager in ein Einkaufszentrum zu verwandeln. Und danach, verschieben sie die Lager, umweltschonend, auf die Straße. Dann erklären sie den Autofahrer zum Feind der Umwelt. Wohl wissend, dass sie die Feinde der Umwelt sind.

Wir passieren zwei Streifen. In der Nacht. Die Gendarmen unserer Österreichischen Nachbarn sind recht fleißig. Die Geschwindigkeit des Verkehrs bewegt sich an der äußersten Grenze des Erlaubten. Einhundert und Zehn Stundenkilometer. Wir schauen dem Tod direkt in die Augen. Ein Kilometer schneller und es blitzt an allen Ecken. Bei der Geschwindigkeit wird der Fahrer eher vom Schlaf überrascht als vom Verkehr.

Kaum sind wir an Kufstein vorbei, verwandelt sich die Autobahn in eine Rennstrecke. Jeder Fahrer möchte dem anderen beweisen, was er sich für ein PS-Monster zugelegt hat. Türgriff an Türgriff geht es im Doppel an die Grenze des Machbaren. Normal Fahrende werden zur Gefahr erklärt und Vorsichtige, zu Idioten. Kurz nach der Wende haben wir uns von diesem Theater anstecken lassen. Aber nur kurz. Dann hat das Gehirn gewonnen. Oder soll ich sagen, die leere Brieftasche? Selbst in der Nacht ist um München die Hölle los. Dort herrscht ein Lastverkehr, der jeglichen Umweltgedanken in einen Witz verwandelt. Auf der dreispurigen Autobahn sind zwei Spuren komplett mit Lastwagen gefüllt. Wir befinden uns nicht selten zwischen diesen Geschossen. Deren Fahrstil überzeugt mich von ihrer Übermüdung. Joana verkrampft sich teilweise. Neben ihr drehen sich Riesenräder, die unentwegt Streugut an unser Auto schleudern. Ab Nürnberg wird es etwas ruhiger.

Mitteilung Buch 291122


Meine lieben Leserdas Buch ist jetzt bei mir hier als Ebook in PDF erhältlich. Ich habe meinen Lesern mehr Cover eingespielt.

Ich hoffe doch auf ein reges Interesse. Gedruckt gebe ich noch die entsprechenden Links von Amazon und BoD rein. Das dauert noch ein wenig. Ich habe dieses Buch bereits redigiert. Den Zweiten Teil schreibe ich nach meinem Krimi und dem Liebesroman.

Der SaisonkochKhBeyer

Leseprobe Der Saisonkoch Sommersaison


Zu Hause angekommen, gebe ich natürlich wieder um die einhundert Kopien meines Lebenslaufes bekannt. Mittlerweile kürze ich meinen Lebenslauf wie unsere angeblichen Politiker. Umschreiben muss ich nichts. Das ist das alleinige Vorrecht unserer Diktatoren. Kriminelle haben immer Etwas zu verbergen. Bei Manchem kommt dabei ein Lebenslauf heraus, der von einem anderen Lebewesen zu sein scheint. Für Bewerbungen in unserer Gastronomie ist diese Art Lebenslauf ungeeignet.

Entsprechend den Empfehlungen einiger Arbeitsvermittler, soll ich nicht zu viel in den Lebenslauf schreiben. Also, soll ich Lebensläufe schreiben wie unsere Politiker. Seltsamerweise kann ich aber mit so einem Lebenslauf keine Arbeit erklären. Erfahrung schon gar nicht. Natürlich entsteht bei der Bewerbung der Eindruck, ich hätte den Willen, viel zu wechseln. Das wird auch häufig angesprochen. Leider ist für einen Wechsel selten der Arbeiter verantwortlich. Ich warte eigentlich nur auf die Aussage meines Chefs, ich solle bitte die kommende Saison wieder bei ihm erscheinen. Bei der Bewirtung ist nicht entscheidend, wer die Arbeitskräfte zahlte. Entscheidend wird wohl eher sein, wer die Gäste bekocht, bedient, die Zimmer und die Toiletten putzt. Die Bezahlung des Dienstes ist wohl eher die Einlösung einer Schuld. Ich kenne sehr viele Chefs, die das genau so sehen. Anstand, nennt sich das. Ein ziemlich gefragtes Gut bei unseren Gastronomen in unserer neuen Heimat. Könnte es sein, Gastronomie und Schulden ruinieren den Charakter? Unsere Gäste werden das selten spüren. Ihnen gegenüber, wird etwas Freundlichkeit aufgesetzt. Man trifft sich gern auf der Ebene der Lüge. Die Lüge als Freizeitsport.

Ich gehe mit Joana zusammen ins Bett. Wieder eine der seltenen Gelegenheiten, zusammen zu träumen.

Die Aufregung verhindert das Einschlafen. Kurz nach dem Einschlafen klingelt schon wieder der Wecker. Langsam gefällt mir der Rhythmus. Im Bett keine Ruhe und auf Arbeit – schlafen. Hauptsache, ich bin auf dem Arbeitsweg wach genug. Der führt mich natürlich über die Autobahn gen Norden. Und was da um diese Zeit abläuft, kann mit Reise oder Ausfahrt nicht beschrieben werden. Eher mit Hass und Krieg.

Je mehr Touristen aus dem Norden bei uns sind, desto hässlicher ist der Umgang. Die sind im Urlaub. Und genau das, merken die nicht. Ich kann mir gut vorstellen, wie die sich auf Arbeit lieben. Die Moral scheint eher gemeinem Verrat und gemeiner Heuchelei zu gleichen. Arbeiten tut da Keiner. Die beobachten sich untereinander und verpfeifen sich, wo sie können. Genau dieses Abbild, steht vor uns im Stau auf der Autobahn. Feiglinge in Stahlkarosse. Glauben Sie nie, ein solcher Vertreter würde Ihnen seine Schuld an einem Unfall eingestehen. Würden Sie das selbst auch? In einem Lügensystem? Und genau dort sehe ich den gewaltigsten Unterschied zur DDR. Dort wurde der Schaden nicht geteilt. Nein. Unsere Behörden ermittelten den Schuldigen. Hier macht das Keiner. Die wollen in ihrem Beischlaf nicht gestört werden.

Wie auf der Landstraße, wird auch auf der Autobahn großer Wert auf die Behinderung von Zweiradfahrern gelegt. Die Autobahn hat aber einen Bereich, der auf Landstraßen nicht zu finden ist. Den Randstreifen. Und genau der ist meine Garantie für Pünktlichkeit. Westbeamte auf ihren Reisen in den Süden, finden auch dort genug Anlass, ihren psychischen Störungen freien Raum zu geben. Sie stellen sich breitärschig in den freien Raum. Fast wie im Büro. Dort drücken sie mit ihrer Dummheit und dem breiten Arsch die Kollegen in die Ecke. Auf der Autobahn scheut sich das Gesindel nicht mal vor Berührungen. Wer an der Quelle sitzt, kann auch die Unfallberichte schönen. In der Stube findet sich sicher auch ein Zeuge, der um seinen Arbeitsplatz fürchtet.

In Klausen angekommen, habe ich es nicht weit zu meinem Arbeitsplatz.

Auszug aus Der Saisonkoch – Sommersaison


Die Zwei möchten mich bei ihrer Suche nach einem neuen Objekt gern mit nehmen. Einen solchen Lohnausfall kann ich leider nicht verkraften. Wir müssen jeden Monat einen Tausender drücken. Und der kommt nicht vom Himmel gefallen. Die Zwei versprechen mir, sich um mich zu kümmern. Die Frage ist ernst für meine Familie. Auch, wenn wir nur Zwei sind. Wir leben unter gewissen Einschränkungen, die wir meiner defensiven Haltung gegenüber Ämtern zu verdanken haben. Ich möchte als Migrant nicht permanent vor irgendeinem Amt die Innenseite meiner Unterhose zeigen. Wir sind das einfach nicht gewohnt. Zum Glück können wir wenigstens mit Geld umgehen.

„Können wir wenigstens noch das Abendessen von Heute servieren?“

„Ja. Sicher.“

Claudia scheint nicht zu kommen. Sie hat das doch nicht etwa im Volksmund erfahren. Der ist bekanntlich schneller als die Gerichtsvollzieher.

„Wir wollten das Hotel restaurieren.“

„Was? Zusätzlich zu der Miete? Das ist doch die Aufgabe des Besitzers.“

„Die wollten das nicht. Wir haben mehrmals hin geschrieben.“

„Also. Die haben euch eine Ruine für das Geld pro Monat vermietet und wollten es nicht restaurieren. Und das, nach dem Beweis von euch, dass dieses Haus gut besucht wird und ihr fähig seid, ein solches Objekt zu führen.“

„So in etwa, kann man das beschreiben.“

„Was habt ihr jetzt vor?“

„Wir bewerben uns um ein neues Objekt. Es gibt reichlich Angebote. Bleib bei uns.“

Und jetzt habe ich den größten Fehler meines Lebens gemacht. Ich habe abgelehnt. Aus Angst und Unkenntnis. Wir haben einfach keinen Ansprechpartner gefunden, der uns sagt, wie man sich hier am besten in dieser Situation verhält. Jedes Land hat andere Gesetze. Joana und ich sind in der Beziehung ziemlich hilflos. Frei nach dem Sprichwort: Hilf dir selbst, sonst hilft dir Keiner, habe ich mich umgehend bei einer neuen Arbeitsstelle beworben. Ich rufe sofort die Betriebe an, die vor drei Tagen noch gesucht haben. Und siehe, es hat sofort funktioniert. Ich sage das Leo und Agnes. Beide freuen sich mit mir. Die geben mir ein paar Hinweise mit auf den Weg. Auch in Beziehung zu Betrieben, bei denen ich mich beworben habe. Leo hat nicht gespart. Beide geben mir ein gutes Handgeld.

„Das ist dein Trinkgeld von unseren Gästen. Wir haben es aufbewahrt“, sagt Agnes.

„Du kannst auch bei den Eltern von Agnes etwas in der Landwirtschaft helfen“, bietet mir Leo an.

Ich muss gestehen, Landwirtschaft habe ich gelernt. Bauer und Gärtner habe ich in der DDR gelernt. In einer Baumschule. Wir haben genau das angebaut, was hier in Südtirol auch angebaut wird. Erdbeeren. Neben den Erdbeeren haben wir natürlich auch Gemüse, verschiedene Bäume und Sträucher angebaut. Warum ich ausgerechnet das abgelehnt habe, bleibt mir ein Rätsel. Ich glaube, ich habe wegen unseres Darlehens abgelehnt. Die Furcht, nicht genug Rücklagen für die Zeit außerhalb der Saison zu haben, lässt mich zweifeln. Dazu kommt, ich traue meinen neuen Gastgebern nicht. Wir sind einfach zu oft belogen worden.

Gleich in der Nähe sucht ein Gasthof einen Koch. Die möchten mit mir zusammen arbeiten. So klingt es am Telefon. Die Stimme am Telefon ist weiblich.

Hier ist es fast wie bei uns Beiden. Joana ist die Einzige in unserer Familie, die von meinen Ansprechpartnern verstanden wird. Ehrlich gesagt, verstehe ich auch kaum meine männlichen Ansprechpartner hier in Südtirol. Offensichtlich hängt unser Geschlecht mehr an der volkstümlichen Aussprache. Frauen hingegen, neigen etwas zum Hochdeutsch. Sie können sich besser anpassen. Die große Politik scheint das zu wissen. Unter Anpassen meinen die, Menschen zu benutzen, die sich einem Diktat leichter zu beugen scheinen. Das scheint auch bei den femininen Männern zu funktionieren.

Wir verabreden uns sofort. Leo freut sich für mich und ruft gleich dort an. Man begrüßt sich freundlich, wie scheint.

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