Ostern 2021


Ostern 2021

Ostern ist, wie andere Feiertage, für Saisonkräfte kein Feiertag. Für uns gibt es praktisch auch keinen Grund, das zu feiern.

Im aktuellen Virusgeschehen dürfen meine lieben, treuen Leser und literarischen Freunde miterleben, wie sich Saisonkräfte fern ihrer Familie und Heimat fühlen zu solchen Anlässen.

Ich verbinde diesen Hinweis mit dem Wunsch, jene Leser, die Ostern auch heute feiern können, anzuregen, sich darüber Gedanken zu machen, was es bedeutet, kein einziges Familientreffen wahr nehmen zu können.

Ihre Familienangehörigen zu Hause liegen im Krankenhaus, sterben, erleiden einen Wohnungsverlust oder anderes Ungemach. Sie können weder helfen noch trösten.

Saisonkräfte arbeiten für Ihr Wohl. Das Wohl ihrer Gäste.

In der aktuellen Zeit wird den Saisonkräften der Zuschlag für ihr Engagement an Feiertagen verweigert.

Bitte berücksichtigen Sie das bei ihren Abrechnungen in Hotels und Restaurants.

In dem Sinne, wünsche ich ihnen ein Frohes Osterfest!

Danke

Ihr Saisonkoch

Ein Jahr Virus


Ein Jahr Virus

Heute habe ich mal einen nicht ganz fachfremden Kommentar zu dem Virusgeschehen.

Köche sind im Umgang mit Viren und Bakterien speziell geschult. Unsere Hygienerichtlinien schrieben und schreiben uns vor, wie wir uns bei der Speisenherstellung zu verhalten haben. Mehr oder Weniger, halten wir uns daran, sofern wir dazu die dafür benötigte Zeit haben.

In dem Zusammenhang erlaube ich mir, mal eine DDR, sprich, ein sozialistisches- mit dem anderen System zu vergleichen.

Zunächst stellen wir fest, dass wir jetzt mittlerweile, ein Jahr und einen Monat, im Hausarrest sitzen. Saisonarbeiter mit Saisonablauf, Herbst 2019 und keinem Wintervertrag, sitzen schon ein und ein halbes Jahr zu Hause.

In der DDR gab es ein Gesundheitssystem, das nicht perfekt war. Wir hatten immerhin unter tausenden Sanktionen und Embargos zu leiden. Das bedeutete, wir bezahlten Importe der sanktionierten Rohstoffe, mit einem bis zu zehnfachen Einkaufspreis. Dazu gehörte das Glück, nicht von einem der westlichen Nachbarn bestohlen zu werden. Das führte bisweilen zum Totalverlust bereits gekaufter Waren. Die Verbrecher im Westen haben sich mit dem geklauten Gut, goldene Nasen verdient. Ob jetzt gerade Penicillin oder Steinkohle geklaut wurde, war saison- oder sanktionsabhängig. Zusätzlich wurde die DDR nahezu gezwungen, eigene Produkte zu entwickeln, um diese Embargos abzumildern oder gar nachhaltig zu umgehen. Wer einmal miterleben durfte, wie Arbeitskollegen nach einem Arbeitsunfall, die Hand oder Finger abgenommen werden mussten, weil es kein Penicillin oder andere wichtige Medikamente gab, darf sich gern vorstellen, wie es ist, einen lieben Familienangehörigen zu verlieren.

Die DDR hatte praktisch das Know How, jedes Embargo wirkungsvoll zu umgehen oder abzumildern. Genau in dem Zusammenhang sehe ich das aktuelle Virengeschehen und die Reaktionen darauf. In der DDR wurden keine Krankenhausbetten reduziert, keine Krankenschwester um den Lohn beschissen oder Ärzte vertrieben.

Die DDR hätte allgemein so reagiert wie der Bruderstaat Weißrussland. Ganz einfach deswegen, weil wir genug Krankenhauskapazitäten und gut ausgebildete Ärzte hatten. Damit erübrigt sich, nachzudenken, wer einem nun das verlorene Jahr bezahlt und entschädigt. Angeblich sind wir ein Bestandteil der Freien Welt. In der DDR hätte sich Keiner getraut, einem Werktätigen, ein Jahr Freiheit zu stehlen.

In günstigen Fällen erlebt ein Arbeiter, siebzig Jahre. Eins ist uns davon gestohlen worden. Nicht von dem Virus. Da müssten wir Köche und auch Ärzte, fünfzig verlorene Jahre anzeigen. Köche, auch Ärzte und Viele mehr, arbeiten täglich mit Viren, von denen sicher Einige tödlicher sind als das aktuelle.

Wir reden also von einer übergreifenden Unfähigkeit der Vertreter kapitalistischer Systeme im Umgang mit Viren und Krankheiten. Das zeigt uns der mafiöse Streit um Masken, um Impfstoffe, um Menschen- und vor allem, um Kinderleben.

Es ist jetzt Zeit, sich ernsthaft zu fragen, ob dieses System, trotz der Riesenpropaganda der bezahlten Meinungsmacher, das bessere ist.

Beachten Sie bitte dabei, der Großteil der Erwachsenen Bürger und Saisonkräfte aus dem Osten Europas, kennt den Sozialismus. Und die vergleichen diese beiden Systeme wie ich.

Sie dürfen mich gern fragen, wer da verliert in dem Vergleich.

Wander-/Lieferausflug Prad 23.03.2021


Ausfahrt/Lieferung 230321

Die heutige Buchlieferung schickte mich nach Prad.

Prad liegt unterhalb des Stilfser Joches. Das ist momentan noch gesperrt.

Natürlich nutze ich die Gelegenheit, etwas zu wandern. In Motorradmontur. Als Knieschützer nehme ich in diesen Tagen eine mobile Anwendung. Die kann ich am Ziel abnehmen und dann, wandern.

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Heute bin ich mal vom Parkplatz am Hotel Prad bis zum Gasthof Adler und zurück gelaufen. Luisa und Reinhold von Hotel Prad haben freundlich gewunken. Sie hoffen immer noch, zu Ostern ihre ersten Gäste in diesem Jahr empfangen zu dürfen.

Liebe Landsleute, besucht die zwei Gastrosenioren und gebt ihnen etwas Hoffnung für die kommenden Monate. Die Saison in dieser Gegend ist eh viel zu kurz.

Auf der Rückfahrt habe ich Euch mal einen Blick auf Hafling fotografiert.

unteres_vinschgau-hafling240321.jpg

DerSaisonkoch.com ist vorläufig kaputt nach einem Upgrade


Ich habe gerade ein Upgrade versucht auf dersiasonkoch.com (serendipity) und das ist schief gegangen. Jetzt zeigt sich, dass es kein Fehler war, beide Blogs zu unterhalten:-))

Ich werde in dieser Nacht erst Mal etwas reparieren und dann gibt es Neues:-))

der saisonkoch

Ein kleiner, aber wichtiger Frauentagsgruß an die wirklichen Frauen meiner Leserschaft


Liebe Frauen,

denken Sie daran, nur der Sozialismus kann Frauen befreien.

Alle anderen Aussagen, egal von Wem, sind pure Heuchelei.

Ich sage Ihnen das in Kenntnis dieses und jenes Systems.

Der Saisonkoch

Gratulation an die wirklichen Frauen

Hinweis


Hinweis

Liebe Leser, Freunde und Unterstützer,

in dieser und in der kommenden Woche werden wir uns im Unterthema Sauce, mit der Herstellung von Saucen, der Bindung und Konservierung befassen. Besonderes Augenmerk legen wir auf die energiearme Herstellung von Saucen und auf die energiearme Konservierung.

Wir werden die einzelnen Grundsaucen behandeln als auch die Mischungen und modernen Ableitungen davon. Dazu kommen neue Arten von Saucen und Schäumen.

Die Entschuldigung, zu einer Mahlzeit wegen der Kalorien keine Sauce zu essen, werden Sie danach nicht mehr gebrauchen müssen.

Am Wochenende wird im Nachrichtenportal:

https://www.salto.bz/de

aus Südtirol, ein kleines Interview mit mir veröffentlicht.

Salto ist ein genossenschaftliches, freies Nachrichtenportal aus Südtirol. Siehe Impressum.

Der Saisonkoch

Hinweis


Hinweis

Liebe Leser, Freunde und Unterstützer,

mit dem 62. Tag ist der Zweite Teil meines Buches fertig.

Ich muss es natürlich Korrekturlesen, so gut es geht, formatieren und fertig machen zur Veröffentlichung.

Ich hoffe natürlich, dass Sie mir diesen Teil so zahlreich abkaufen wie den Ersten-. Sie finanzieren mir damit meine Rente, die ich weder von dem Einen noch von dem Anderen bekomme. Hauptsache, sie haben uns unsere DDRRentenkasse geklaut.

Geplant ist, dass ich schon morgen mit dem Dritten Teil beginne.

Danke für Ihr Verständnis

Der Saisonkoch

Ankündigung


Ankündigung

Liebe Leser,

mit dem Tag 61 wird der zweite Band meiner Erzählung fertig. Wie üblich, werde ich das auf Amazon veröffentlichen. Demnächst gibt es die Bände sowohl als Ebook als auch gedruckt bei mehreren Buchhändlern und auch in anderen Sprachen.

Als Cover zu dem Band werde ich dieses Mal ein winterliches Foto des Karer Sees aus den Eggental verwenden. Sämtliche Einbände meiner Romane habe ich selbst fotografiert.

Vielen Gästen Südtirols werden die Blicke bekannt vorkommen.

Im dritten Band werden wir etwas mehr von Südtirol erleben. Ganz speziell werden wir die besonderen Eigenarten der lieben, einheimischen Bevölkerung kennen lernen und zusammen reichlich lachen.

Der Saisonkoch

Brühe/Jus auf Vorrat


Brühe

Mal etwas Grundsätzliches zu Brühe und derer Herstellung.

Mit der neuen Technik ist es möglich, sich Brühe auf Vorrat herzustellen. Früher mussten wir Brühe reduzieren und das Ergebnis einkochen oder einfrieren.

Das ist seit Langem nicht mehr nötig.

Generell nimmt der Koch heute seine Fleisch- und Gemüseabschnitte und stellt aus denen seine Brühe oder Jus her. Und zwar als Trockenbrühe oder Trockenjus. Genau diesen Vorrat kann der Koch lange lagern und er benötigt dafür auch keine sensiblen Lagerflächen wie Kühlhäuser etc..

Fleischabschnitte, Sehnen, Knochenputz ebenso wie Gemüseputz von Wurzel- Lauchgemüsen: z.B.

Sellerie, Lauch, Zwiebel, Karotten…

usw., schneidet sich der Koch etwas kleiner, friert die kurzfristig ein und verarbeitet die gefroren zu Brühpaste oder Trockenbrühe. Trockenbrühe stellt sich der Koch aus relativ mageren Zutaten her und Brühpaste aus den relativ fetten Bestandteilen.

Der Salzgehalt sollte, in etwa, bei zehn Prozent liegen.

Das Einfrieren erleichtert das Kuttern.

Beim Kuttern für gekörnte Brühe ist darauf zu achten, dass das Fleisch/der Fisch und das Gemüse nicht zu sehr püriert werden. Erleichtern kann man sich das Kuttern, indem der Koch grobes Salz und etwas Zucker benutzt. Das Ergebnis sollte fein körnig sein (vergleichbar mit grobem Grieß). Anschließend gibt man das Ergebnis auf ein mit Küchenkrepp belegtes Backblech und trocknet es bei 60-70°C.

Beim Kuttern kann man, je nach Geschmack, etwas Zucker, Pfeffer, Gewürze der Wahl, Kräuter (z.b. Rosmarin, Petersilie usw.) zugeben.

Zu Brühpaste verarbeiten wir die fetteren Bestandteile des Fleisches. Die Prozedur ist die gleiche, wie bei der Fertigung von Brühpulver. Eventuell kann man bei Bedarf den Salzgehalt etwas erhöhen. Die Paste ist bei Raumtemperatur nur nicht so lange haltbar ohne Qualitätsverluste. Die Paste ist sozusagen, ein Frischeprodukt. Zu beachten ist, dass die Paste in einem Behälter, ohne Luftblasen zu hinterlassen, gedrückt werden soll.

Bei Trockenjus wird etwas mehr Zucker und etwas Tomatenkonzentrat dazu gegeben. Die Trocknung erfolgt als gleichzeitiger Röstvorgang bei 160-180 °C.

Dabei sollte der Koch das Produkt gelegentlich umstechen. Nach der Röstung bei 180°C, trocknen wird das Produkte bei 60-70°C restlos.

Jus lässt sich auch pastös herstellen. Dabei sparen wir uns das nachträgliche Trocknen nach dem Rösten.

Haltbarkeit: Brühpulver würde ich einmal pro Jahr herstellen und Brühpaste, jedes halbe Jahr.

Es gibt keinen Grund, ein Lebensmittel weg zu werfen!

Wer Lebensmittel anständig ausnutzt, wird seinen monatlichen Verbrauch erheblich reduzieren.

Im Umgang mit Lebensmitteln äußert sich die Wertschätzung der Arbeit unserer Bauern.

Weihnachsgeschichte


Saisonarbeiter kommen zum größten Teil aus ehemals sozialistischen Ländern, die im Zuge der Konterrevolution, vorübergehend wieder unter kapitalistischen Bedingungen dahin vegetieren. Damit ziehen natürlich auch die entsprechenden Bedingungen des Kapitalismus wieder ein. Armut, Hunger, Bettelei, Arbeitslosigkeit, politische Verfolgung, Krankheit, ausufernde Kriminalität und damit verbunden, hohe Kosten für Wohnen, Nahrung und Gesundheit.

Saisonarbeiter haben entweder keine Arbeit und damit keine Lebensgrundlage oder sie arbeiten genau an den Tagen für das Wohl derer, die Feiertage begehen können.

Bisweilen versuchen professionelle Gastgeber, ihren Saisonarbeitern die Feiertage etwas zu versüßen, indem sie entsprechende Feiern organisieren. Die Feiern sind natürlich ein Freizeitbestandteil. Nach einem Fünfzehn – Stunden – Arbeitstag mit der Drohung, am kommenden Tag, den gleichen zu erleben, ist die Stimmung zu der Feier natürlich sehr bescheiden. Von Ausgelassenheit kann da keine Rede sein. Genau das ist aber der Gedanke hinter einer Feier. Man möchte bei einer Feier sein wahres Ich zeigen und das von Mitfeiernden, kennen lernen. Genau auf dieser Grundlage entstehen Partnerschaften wie Ehen und tiefe Freundschaften.

Saisonarbeiter haben keine positive, innere Beziehung zu Feiertagen. Diese emotionale Empfindung können Saisonarbeiter nicht aufbauen. Sie sind getrennt von Familie, Bekannten, Nachbarn und ihrer Heimat mit den entsprechenden Traditionen.

Saisonarbeiter sind weit entfernt von ihren Eltern und Kindern, wissen nicht, ob es ihnen gut geht oder ob sie auf dem Sterbebett liegen. Sie werden direkt daran gehindert, ihren Familienangehörigen bei zu stehen.

In dem Sinne, möchte ich keine Fröhlichen Festtage wünschen, weil ich nicht weiß, wie meine Angehörigen und Bekannten diese Tage erleben.