Tourismus


Tourismus in Südtirol

Langsam aber sicher, sind die Landespolitiker zu der Überzeugung gelangt, der Massentourismus ist nicht gut für unser Land und die Bevölkerung.

Wir dürfen oder sollen jetzt keine besonderen Sehenswürdigkeiten Südtirols mehr fotografieren und zeigen.

In dem Sinne, hat sich der Saisonkoch schon von Anfang an ziemlich stark gemacht. Für meine Krimis nutze ich Sehenswürdigkeiten als Cover, die unseren Gästen weniger bekannt sind. Sprich Täler und Landschaften, die eher weniger touristisch erschlossen sind. Genau in diesen Tälern und Gegenden trifft der Gast noch den echten Einheimischen. Aber Vorsicht: Der Einheimische ist eher etwas redefaul, was aber nicht mit unfreundlich verwechselt werden kann. Sagen wir dazu: „rauh“. Das Wort ist, wie scheint, im Duden verschwunden. Damit auch aus dem Deutschen Sprachgebrauch. Wahrscheinlich wurde es ersetzt mit: „blöd, eigenartig“ oder sonstwie:

Bedeutung: rauh

Hart,scharf,spröde,derb,barsch,unfreundlich,harsch,vereist,lieblos,schneidend,struppig,

von Stoppeln bedeckt,eisverkrustet,lockig,krächzend

sagt das Woxikon

Sei es drum. Ich persönlich bin kein Freund der Hammelherden, die sich mit einem Bus zu einer Sehenswürdigkeit kutschen lassen. Nur, um protzend zu behaupten: ‚Dort war ich!‘

Gleiches gilt natürlich für die mit gebrachten Gewohnheiten. Vor allem in Bezug zum Müll.

Ein Tag auf einem gastlichen Berghof in einem Naturschutzgebiet – in einem echten – zeigt uns, wer uns besucht. Er zeigt uns auch, wie Natur geschätzt wird von unseren Besuchern.

Aus deren Mund möchte ich nie wieder: „Die sollen mal unsere Sitten und Gewohnheiten annehmen, ehe sie zu uns kommen“ – hören. Meist fällt das Wort im Zusammenhang mit Flüchtlingen. Und wehe, die schauen sich ausgerechnet diese Gewohnheiten ab.

Die wenigsten der Flüchtlinge tun das. Gegen uns wirken sie eher so, als wöllten sie die Umwelt nicht verletzen.

Wenn sich also Jeder als Ausnahme betrachtet, indem er Etwas in die Natur schmeißt, statt es wieder mit zu nehmen, kommt von den Gastgebern genau diese Reaktion. Man möchte die Besucherzahlen einschränken. In wie weit das gelingt, lassen wir mal Außen vor. Mir scheint eher, in diese Köpfe ist außer Russen-, Kommunisten-, Muslimhetze und Latte Macchiato, Nichts mehr rein zu bekommen.

Unsere Touristiker hingegen, werden Ihnen keine Fotos unserer Sehenswürdigkeiten mehr zeigen. Sie werden auf diese Art, ausgeladen.

Mir wäre es eher Recht, wenn Ihnen statt dessen, die Ränder unserer Straßen und Parkplätze gezeigt würden. Und nicht nur die. Sie laufen nicht mehr auf Alpengras zwischen den Steinen. Sie laufen auf Müll.

Gelegentlich komme ich auf einigen Runden dazu, Ihnen mal Ihre Müllwürfe zu fotografieren. Sie werden staunen. Und glauben Sie nicht, das würde irgendwann einmal einwachsen. Höchstens in Ihre gute Alpenmilch.

Ein kleiner Vergleich: Wir, als DDRBürger, wurden dafür ausgelacht und westmedial – breit, nieder gemacht. Wir haben am Verkaufsstand unserer Kaufhalle, unseren Wunsch, grammgenau, eingeschlagen in etwas Packpapier, mit nach Hause genommen. Nicht eingeschweißt in Folien und Behälter, die eh niemand auf bekommt, geschweige, sortiert entsorgen kann. Und selbst diese Verpackungen sind völlig Norm befreit. Ein Siegel aus den Kreisen, denen Friedensverträge und UNO Resolutionen kalt am Hintern vorbei gehen, ist so wenig wert wie ein Arbeitsvertrag mit Rentenversprechen.

Wieso muss ein Gastgeber erst zu Verboten greifen, um das zu erreichen, was sinnvoll ist?

Spargel


Wie Sie Spargel kochen, überlasse ich Ihrem Geschmack. Auch, wo Sie Spargel kaufen. Wir kaufen Spargel ausnahmslos beim Condin Bernhard in Moos bei Auer. Frisch.

In diversen Märkten Südtirols sehe ich bisweilen auch Bindfäden aus dem Reich. Ich rede von Spargel ähnlichen Gewächsen, die dünner sind als der kleine Finger meiner Frau. Das Ergebnis nach dem Schälen dieser Holzstengel, ist vergleichbar mit einer Bundstiftmine. Wenn Sie beim Verzehr noch etwas von Spargel schmecken, liegt das an Ihrer Einbildung. Ich glaube fast, im Biomüll liefert das Ergebnis mehr Nutzen als in Ihrem Topf.

Nachdem Sie Spargel geschält haben, können sie den kühl mit einem feuchten Krepp in einem Plastikbeutel, im Kühlschrank einen Tag oder zwei lagern. Ein angefeuchtetes Tuch tut es auch. Bei frischem Spargel müssen Sie an der Unterseite kaum Etwas abschneiden. Je länger der Spargel liegt, desto größer wird der Abschnitt.

Gekocht wird das „teure“ Gemüse in einem Salz-Zuckerwasser. Zucker muss nicht all zu viel gegeben werden. Der neutralisiert den Bittergeschmack. Frischer Spargel hat davon sehr wenig. Je länger Spargel liegt, desto bitterer wird er.

Ich schneide Spargel grundsätzlich vor dem Kochen in etwa fünf Zentimeter lange Stücke. Der Umgang mit Messer und Gabel wurde uns zwar gelernt in der DDR, aber ich habe das im Laufe meines Berufslebens verlernt. Verlernt ist gut gesagt. Mich haben eher die Tische unserer Gäste davon überzeugt, dass es hier zu Lande die Wenigsten gelernt haben, damit umzugehen. Ich meine damit nicht unbedingt die Einheimischen; eher unsere Gäste. Mich wundert nur, dass mich die Gäste nach dem Essen noch anschauen können. Die Befürchtung, die stechen sich beim Essen mit Besteck die Augen aus, sitzt sehr tief. Meine Kollegen, allesamt ärmere Leute, können mit einem Besteck besser umgehen als Jene, die vorgeben, sie könnten das. Die Hinterlassenschaften an und unter unseren Gästetischen, auch an Buffets, überzeugen uns vom Gegenteil.

Genug der Schnalserei.

Ich koche die Spargelstücken in relativ wenig Wasser. Sagen wir Dünsten dazu. Auf den Spargel lege ich noch etwa ein Zentimeter dicke Scheiben von geschälten, neuen Kartoffeln. Das Ganze decken wir ab und lassen es etwa zehn Minuten fleißig kochen.

Wer den Spargel nicht ganz ohne Fleisch verzehren möchte, kann sich auf die Kartoffeln noch eine gewürzte, ganze Hühnchenbrust legen.

Die Sauce stellen wir nach dem Kochvorgang recht flott her. Dafür gießen wir die restliche Flüssigkeit in eine Metallschüssel, geben nicht zu knapp Butter hinzu, streuen etwas Dunst (doppelgriffiges Mehl) an und warten auf sehr kleiner Stufe (maximal Zwei der Induktion), bis sie unter etwas Rühren, bindet. Wer jetzt unbedingt eine gelbe Sauce möchte, kann sich mit echtem Eigelb oder dem ganzen Ei helfen. Das muss ziemlich zügig, in die Sauce eingeschlagen werden. Mit einem Trick, verhindern Sie die Gerinnung. Schlagen Sie das Ei in eine kleinere Schüssel und rühren Sie etwas heiße Sauce unter. Das können Sie dann zusammen in den Topf einrühren. Eventuell möchten Sie Schnittlauch oder Petersilie dazu geben. Das ist Ihr Geschmack.

Wie üblich, verkauft der Bernhard auch neue Italienische Kartoffeln zum Spargel. Dann ist das Essen ein wirkliches Festessen.

Kindle hat sich jetzt doch durchgerungen….


…Vermisst im Martelltal als A5 zu genehmigen.

Die Kündigung ist damit hinfällig und ich bedanke mich bei dem Team um Arthur für die Genehmigung. 

Meine Leser können das Buch jetzt in drei/vier Tagen bei Amazon erwerben. 

Zusätzlich werde ich trotzdem einen Handel unter:

Der Saisonkoch bei Ebay, Amazon-Marketplace und Alibaba einrichten. Bei unseren russischen Freunden werden Sie das unter VK finden. Ich suche dort nur noch Vertriebspartner. Auch in China bemühe ich mich um Druck- und Vertriebspartner. Die bisherigen Bemühungen scheinen ein Erfolg zu werden. 

Ich finde, es gibt genug Gründe, unser Südtirol, die Bevölkerung, die Lebensart und unsere Bergbauern nebst Kleingewerblern, bekannt zu machen. 

Unsere Hotelbesitzer bitte ich, in ihrer Gäste- und Hausbibliothek, einheimische Literatur aufzunehmen. Wir haben schließlich nicht immer Sonnenschein und schönes Wanderwetter. Wobei, ein Buch auf der Sonnenterasse, bisweilen auch angenehme Stunden vermitteln kann.

Diesbezüglich starte ich eine kleine Werbeaktion mit der Bitte, die Emails nicht zu löschen. Zumal gerade unsere Hotels die passende Infrastruktur besitzen, auch gelegentlich ein Buch an der Reception zu verkaufen. Wanderkarten aus fremden Ländern werden dort schließlich auch gehandelt; oder?

Der erste Spargel 2022


Natürlich fahren Südtiroler zum Condin Bernhard, Spargel kaufen. Die Preise sind wie immer. Der Spargel ist in Extraqualität. Neue Kartoffeln dazu hat er auch besorgt. Und schon kann der erste Spargel 2022 „gefressen“ werden.

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