Hier mal eine Antwort zur Kosten- Nutzen – Rechnung von Kräutern auf dem Balkon


Mein Leser Riccio machte mich in einem Kommentar darauf aufmerksam. Sein Argument, die Kräuter wären in Saisonzeiten erheblich preiswerter als wenn wir sie selbst anbauen, habe ich beantwortet.

Grundsätzlich kaufen wir im Einzelhandel Petersilie usw. im Bund. Das Bund wiegt in etwa, je nach Saison, zwischen 25 und 100 Gramm. Der Bund hat den Nachteil, dass der an den Stielen des Krautes gebunden wird. Rechnen wir jetzt die Verwertbarkeit der Kräuter, sieht die Argumentation von Riccio, bedeutend trauriger aus. Ein Koch weiß, etwa 80% seiner gehandelten Kräuter sind nicht verwertbare Bestandteile (Stiele, Restfeuchte, Schmutz usw.). Die preiswerteste Variante von Petersilie z.b., ist 12.-€ je Kilo. Selbst Schnittlauch wird bisweilen mit 20.-€ je Kilo in der Saison gehandelt. Und der kommt noch von der anderen Seite des Mittelmeeres:-)) Bei Schnittlauch ist zwar der pflanzliche Abschnitt wesentliche geringer als bei Stielkräutern, dafür wird Schnittlauch aber im Wasserbad erheblich beschwert. Sie kaufen also statt 100 Gramm Schnittlauch, etwa 40 Gramm. Der Rest ist das Wasser in den Röhren dieses Lauches.

Bedeutend problematischer ist das bei unseren mediterranen Kräutern. Salbei wird zum Beispiel nicht als Blatt sondern als Bund gehandelt. Und dort wiegt der nicht nutzbare Stiel etwa 80% vom gesamten Handelsgewicht. Ich rede noch nicht von den Blättern, die wir nicht nutzen können.

Ein Problem hat mein Leser Riccio natürlich ganz vergessen. Kräuter werden in den Handelseinrichtungen gewässert. Nach einer gewissen Zeit der Wässerung, oft schon nach einem Tag, reagiert die abgestorbene Pflanze (die Ernte leitet den Sterbevorgang ein) mit Fäulnis und Schimmel. Gleiches gilt natürlich auch für Feldsalat, Ruccola usw, die bereits gewaschen, vakuumiert usw. gehandelt werden. Als Beispiel für diese Vergiftungen können wir die Legionärskrankheit und Salmonellen anführen, deren Ursache garantiert unsere Handelskultur ist. Wir reden von abgestandenem Wasser, das bereits unsere Seeleute der Vergangenheit, massenhaft in die Kiste transportierte. Inwieweit große Konzerne die Gesetzgebung jetzt so verändern, um die Allgemeinheit mit Auflagen zu zwingen, mehr für Trinkwasser usw. zu bezahlen, lassen wir mal Außen vor. Natürlich muss das Wasser in Trinkwasserleitungen anständig gewälzt werden. Nur leider macht das Keiner bei Pflanzen und Kräutern. Allein der Wasserwechsel reicht da nicht.

Das Argument, frische Kräuter umgehend in Pesto zu verwandeln, ist natürlich gültig. Nur leider können wir Pesto nicht zu allen Speisen verwenden. Auch nicht die Salsa verde. In meiner Kategorie mise en place finden Sie schon Möglichkeiten, Ihre Kräuter frisch zu verarbeiten. Sowohl mit Salz, Zucker, getrocknet oder mit Fett als Träger. Alkohol biete sich auch an für Auszüge. Zum Beispiel bei heilenden Kräutern.

Meine Krautgewinnung auf dem Balkon ersetzt aber auch Tabak. Angefangen bei Zitronenmelisse, Pfefferminz, Taubnessel, Himbeer- und Brombeerblättern, können wir von einem giftfreien Arbeitertabak ausgehen. Und die Verwertung, insgesamt gesehen, ist wohl den Anbau auf dem Balkon wert:-) Der Gärtner muss sich darüber Gedanken machen, wie er seine Balkonfläche, wirtschaftlich nutzt.

Und genau dafür werde ich meinen Lesern reichlich Tipps geben.

Balkongarten


Unser Balkon wird jetzt zum Garten

Mit den unerhörten Preissteigerungen für Energie usw., sind Arbeiter natürlich gezwungen, diese Mehrkosten einzusparen. Firmen setzen das als Kosten ab; wir nicht. Von den Firmen kommen deswegen weniger Steuern für die Gesellschaft. Wir werden das Alle mit dem Verlust von Sozialeistungen doppelt bezahlen. Wir bezahlen das auch so schon doppelt. Jene Firmen, die mehr Aufwand haben, werden die höheren Kosten, die sie eh schon absetzen und uns zur Last legen, noch mal aufschlagen.

Das System hat einen Namen. Der nennt sich Kapitalismus. Die Befürworter und Nutznießer dieses Systems sind in der Minderheit. Gelegentlich werden sie ein paar Maulhelden an ihrem Gewinn beteiligen. Aber auch nur in Form einer kurzen Prämie für Propaganda und so weiter. Wer zuckt, fliegt!

Der Balkongarten ersetzt uns nicht den kompletten Lebensmittelbedarf. Wir sind nur aufgefordert, jene Produkte selbst anzubauen, die uns am teuersten kommen. Nehmen wir Kräuter als Beispiel. Die kosten uns pro Kilo nicht unter zwanzig Euro. Manchmal, in Hochsaisons, bekommen wir die etwas preiswerter. Die sogenannte Überproduktion. Wir sind dann der Müllcontainer der Erzeuger, die sich nicht schämen, unverkäufliches Essen weg zuschmeißen.

Zunächst geht es uns um Platz. Den gewinnen wir auf dem Balkon mit den üblichen Maßnahmen. Regale. Wir gehen also die kommenden Tage, Regale suchen.

Nach der Ernte der ersten Früchte, sind wir angehalten, uns Gedanken für die kommende Saison zu machen. Gärtner stellen zu diesem Zweck, Steckhölzer her und ziehen Ableger separat auf.

Steckhölzer sind zwar so fruchtbar wie ihre Stammhölzer, aber nicht winterfest. Wir werden die im Spätherbst austopfen, die neuen Wurzeln versiegeln und rechtzeitig im neuen Jahr, auspflanzen.

Das wird dann unsere neue Kategorie im Blog. Kochen ist auch Essen und Essen zubereiten.

Gelegentlich werde ich dann zeigen, wie wir unsere Ernte konservieren und weiter verarbeiten.

Natürlich spreche ich jene Leute an, die aktuell keine Arbeit haben oder von dem, was uns die Diktatoren übrig lassen nach ihrer Selbstbedienung, leben müssen. Und glauben Sie mir, das, was übrig bleibt, wird rasant weniger. Es wird zukünftig kein Jahr vergehen, in dem ihre Diktatoren kein anderes Land überfallen und teilweise entvölkern. Die Ausgaben für die neuen Waffen und Kosten für Söldner werden Ihnen gerade abgezogen.

Glauben Sie mir, Schützenpanzer und ähnliche Waffen, werden in diesem System garantiert nicht zu Traktoren umgebaut. Das hat der böse Stalin samt seiner Kommunistenbande gemacht; aber wir, sicher nicht.

Das ist übrigens: Spargel, Ditta-Kartoffel und in Italienischer Butter geröstetes Semmelmehl. Italienische Butter eignet sich ausgezeichnet für braune Butter. 

Pfannenbrot


Pfannenbrot könnten wir auch als Fladen bezeichnen. Mit diesem Brot sparen wir erheblich Energie. Die Zubereitungszeit ist sehr kurz und mit einem Eierkuchen oder Schmarrn vergleichbar. In Russland wird das Brot, Blini genannt. In Sachsen, Blinze. So nah kann die Welt sein.

Generell wird dafür ein Sauerteig verwendet. Neuerdings kann auch Hefeteig dazu genutzt werden. In Zukunft werden wir uns über weitere kreative Entwicklungen freuen.

Blini ist eigentlich ein Brot. Und genau als das, wollen wir uns das in der Pfanne herstellen. Brot backen, ganz einfach.

Ob Sie jetzt eine beschichtete Pfanne benutzen oder eine Pfanne Ihrer Wahl, überlasse ich Ihnen. In die Pfanne gehört erst Mal kein Fett. Und das ist wohl der Unterschied zum Pfannkuchen. Eigentlich ließe sich das Brot auch auf einer Grillplatte, abgedeckt herstellen. Aber das Betreiben einer Grillplatte ist dafür wohl zu kostenintensiv.

Wir machen das entweder in einem Topf mit Deckel oder in einer Pfanne mit Deckel.

Die Herstellung ist einfach. Morgens setzen Sie ein Hefestückel an, decken das ab und lassen das bis zum Feierabend reagieren.

Welches Mehl Sie benutzen wollen, überlasse ich Ihrem Geschmack. Am besten eignen sich ungetrennte Mehle. Das sind Mehlsorten, die nicht in die verschiedenen Typen getrennt werden. Ansonsten mischen Sie sich ein normales Mehl mit einem Viertel Schrot.

Als Sauerteig können Sie das auch richten. Dafür setzen Sie das Mehl mit Joghurt an und lassen das bei Badezimmertemperatur bis Nachmittag reagieren. Der Sauerteig bekommt einen leichten Biergeruch, den Sie sicher gelegentlich in der Nähe unserer Forstbrauerei wahr nehmen.

Brotteig muss nicht fest sein. Wer sich beim Essen kochen quält, verliert sehr schnell die Lust auf diese Tätigkeit. Quälen tun sich höchstens Ochsen. Sicher keine intelligenten Köche mit richtiger Ausbildung. Und Sie müssen das auch nicht.

Mit der Flüssigkeitszugabe steuern Sie die Geschmeidigkeit des Teiges. Ist der Teig zu dünn, wird Ihr Brot zerfallen. Sie müssen lediglich darauf achten, dass der Teig fließt. Und das ist doch wohl leicht zu realisieren. Auf einen Liter/ein Kilo – Teig, gibt man 25 Gramm Zucker und 25 Gramm Salz.

Es reicht, die Pfanne oder den Topf auf der Stufe 3 der Induktion vorzuheizen. Nach der Zugabe des Teiges warten Sie etwas und schauen, ob der sich vom Rand etwas absetzt. In dem Moment gehen Sie auf Stufe 2 der Induktion, decken das Gefäß ab und warten etwa zehn Minuten. Das Brot ist fertig. Wollen Sie das Brot als Toast, halbieren oder vierteln Sie es einfach und wenden das Ganze. In dem Fall, dürfen Sie etwas Butter zusetzen.

Etwas Restschnee im Grödnerjoch

Tomaten


Jetzt ist sie wieder die Zeit, in der wir uns unreife Tomaten kaufen können. Egal ob Strauchtomaten oder Ochsenherzen. Wir in der DDR wurden ausgelacht von den Westlern, weil bei uns nur reife Ware gehandelt wurde. Saisongerecht eben. Jetzt frisst man das Zeug das ganze Jahr und fragt sich, wie das richtig geht ohne Chemie. Flugzeuge und Schiffe machen das natürlich umweltgerecht möglich. Alles für den Umweltschützer, sogar mit grünem Stempel frisch aus Schwarzafrika.

In vielen Ländern sind grüne Tomaten als auch deren unreife Artgenossen, begehrte Produkte in der warmen Küche oder beim Marinieren.

Das ist heute nicht das Thema. Ich möchte Sie in die Reifung der Tomaten etwas einführen. Der Grund ist einfach erklärt. Bei meinen Besuchen, auch in Profiküchen, stelle ich eine reine Misshandlung der Tomate fest. Und das, trotzdem die Dinger immer teurer werden. Die Misshandlung der Tomate kommt einer Vernichtung gleich. Zugleich wird die Arbeit der Bauern schwer missachtet. Ich möchte jetzt nicht wissen, wie viele Tomaten den Geist aufgeben und einfach verfaulen wegen der falschen Lagerung. 

Die Reifung eines Nachtschattengewächses braucht sicher kein Tageslicht. Und dort liegt schon der Hauptfehler. Gereift wird im dunkelsten Raum der Wohnung. Der zweite Fehler ist die Missachtung der Wachstumsbedingungen der Tomate. Tomaten wollen es warm. Sobald die in kalte Umgebung kommen, beginnt der Fäulnisprozess. Also, kein Reifeprozess. Wir erinnern uns, Tomaten werden fast ausnahmslos in Gewächshäusern gezüchtet. Vor allem, die frühen Sorten und jene Sorten, die früh gehandelt werden sollen. Die Pflanze wächst in einer Umgebung, die 26 ° C nicht unterschreiten sollte. Also, lagern wir die unreifen Tomaten zu Hause warm und dunkel. Die Tomaten können mit oder ohne Ast gelagert werden. Ist die Frucht reif, fällt der Ast von allein ab. Die Früchte dürfen sich untereinander nur schwach oder gar nicht berühren. Es braucht Zirkulation, sagen die Pseudoklugen. „Da muss Luft ran“, sagt Tom Hanks in „Cast away“. Stöße und Quetschungen als auch andere Mißhandlungen in Einkaufstaschen, Autos, Küchenschränken, bei den Cafebesuchen nach dem Einkauf usw. sind zu vermeiden. Das verkürzt nicht nur bei Menschen die Lebenszeit. Die ganze Natur lebt nach diesem Prinzip. Leider auch ihre Ausbeuter und kriminellen Regierungsmitglieder. Deshalb wäre vielleicht eine leichte örtliche Quetschung in der Halsgegend, die beste Methode, diese Frucht zu kurieren. 

Ansonsten wünsche ich bei der Tomatenlagerung viel Glück und Sachverstand. Die Tomate und ihr unglücklicher Geldbeutel werden es Ihnen danken. Bei längerer sachgerechter Lagerung werden Tomaten immer süßer. Wie wir, bekommen Tomaten nach erfolgreicher richtiger Lagerung, Falten. Und in diesem Zustand, schmecken sie am besten. 

Gestern war ich mit einem Freund auf Tour. Wir sind über den Gampen nach Madonna di Campiglio und von dort über Sarche, Toblinosee und Trento auf der SS 12 nach Hause geeiert. Wir waren auf Sparkurs unterwegs und haben für den Giro keine fünfzehn Euro benötigt. Für deutsche  Verhältnisse ist der Sprit ja bei uns recht preiswert. So etwa vierzig Cent je Liter. Die Deutschen Heizer wissen das. Die sind aber in diesem Jahr nicht so zahlreich vertreten, wie in anderen Jahren. Die einheimischen Motoristi, neben der Natur, bedanken sich dafür. Am meisten freue ich mich über meine Italienischen Landsleute, die zusammen mit ihrer Frau und einem Scooter unterwegs sind.

Das Wetter? Sämtliche Berge als auch die schönen Panoramen waren Wolken verhangen. Ich habe nicht fotografiert. 

Ich habe mal ein Foto aus dem Eggental ran gehangen. Auf dieses Motiv dürfen wir sicher wieder 50 Jahre warten.

Spargel kochen


Heute gebe ich mal etwas Spargelkochunterricht. Der ist natürlich für Leute wie mich. Bekanntlich können wir nicht mit dem Besteck umgehen. Also, ein Gabelgericht. Grundsätzlich bevorzuge ich für Spargel, neue, mehlige Kartoffeln. Die blauen Dinger im Topf sind italienische rote Kartoffeln. Die haben wahrscheinlich etwas gelitten, wie alle Italiener in dieser Zeit. Die besten Kartoffeln zu Spargel sind „Ditta“ und die Freunde aus Zypern ernten aktuell im Mittelmeerraum die besten. Der Condin Bernhard handelt die auch. Liebe Italienische Händler, ich bitte Euch innigst, in der kommenden Spargelzeit, Ditta anzubieten. Das rotschalige Zeug geht höchstens für Gnocchi mit viel pasta gialla. Das hier ist eine Spezialität aus Alto Viterbese. Wenig Wasser, Salz und eine Prise Zucker:

Bei Stufe 6 zum Kochen bringen, danach auf Stufe 3, Kartoffeln mit drauf geben (die sind schon als Pellkartoffeln gekocht), abdecken und 13 – 15 Minuten auf dem Timer eingeben.

Das Kochwasser entweder aufheben und weiter verwenden. Abkühlen und Trinken geht auch. Semmelbrößel in Butter anrösten, unterrühren. Mitunter kann etwas Salz fehlen. Das ist vorher zu kontrollieren.

Spargel


Spargel ist ein saisonales Gemüse, wie andere Gemüsesorten auch. Italien bietet uns eigentlich die Möglichkeit, Gemüse fast das gesamte Jahr frisch zu bekommen. Spargel bildet dabei eine gewisse Ausnahme. Obwohl wir hier schon von einer verlängerten Saison reden dürfen.

Seit wir hier leben, sind wir beim Condin Bernhard in Auer/Moos, Kunde. Ganz einfach deswegen, weil dieser Bauer weit und breit den besten Spargel bietet.

Nur zur Klärung nebenbei. Ich gehe nicht bei dem Bauern nach Rabatten betteln oder eine Werbung schalten. Für mich zählt Qualität und die bewerte ich hier; von mir aus.

Frischen Spargel zu kochen ist angesichts der räuberischen Strompreise im deutschen Energiediktat, dem wir uns leider fügen, eine neue Wissenschaft geworden. Übrigens auch das Pastakochen.

Früher haben wir darauf Wert gelegt, das in reichlich Wasser zu tun. In Befürchtung genau dieser Entwicklung, habe ich mich schon bei Zeiten bemüht, in weniger Wasser zu kochen. Da gingen schon auch diverse Versuche schief. Das können Sie mir glauben. Vor allem beim Pasta kochen in größeren Mengen.

Den Spargel koche ich zusammen mit Kartoffeln. Die Kartoffeln sind so zu teilen, dass sie zusammen mit dem Spargel fertig werden. Bei normalen Größen, die wir gehandelt bekommen, reicht das Vierteln der Kartoffel. Ansonsten schneiden sie die Kartoffeln einfach in anderthalb Zentimeter dicke Scheiben nach dem Schälen.

Das Neue ist für uns heute, wie wir das zusammen gedünstet bekommen bei relativ wenig Wassereinsatz.

Der Energieverbrauch wird allgemein in Kalorien berechnet. Je mehr Wasser ich benötige, desto höher ist mein Energiebedarf.

Und nichts ist uns lieber, als private Betrüger auszuspielen, die uns unserer Eigentum noch einmal klauben wollen. Sollen diese Lumpen ihre Energie an die Ukrainischen Faschisten verschenken oder in ihren Kriegsverbrecherunternehmen zu Panzern walzen. Wir jedenfalls, wollen essen; nichts weiter.

Bevor wir uns in ein paar Jahren unser Essen am Lagerfeuer zubereiten müssen, versuchen wir zunächst einmal, etwas Energie zu sparen. Zunächst versuchen wir das im Glauben an Umweltschutz. Sprich, ohne Emissionen. Wer keinen Umweltschutz möchte, darf sich zuletzt auch nicht wundern, wenn die Umwelt mit Pelletsabgasen zugedröhnt wird. Jeder bekommt, war er verdient. Als DDR Bürger haben wir schon genug Erfahrung, was uns der Betrieb von Kohlekraftwerken bringt. Ob wir jetzt die Abgase exportieren oder wo anders hinterlassen, spielt dabei schon eine gewaltige Rolle. Zu Hause den Saubermann spielen und den Dreck, Anderen hinterlassen, ist eine typische Reichsteutsche Besatzergewohnheit.

Kommen wir zurück zum Spargel. Mit frischem Spargel geht das gut, das Dünsten. Sie geben auf Ihrer Induktionsplatte zwischen 15 und 18 Minuten ein, schneiden den Spargel in 4-5 cm-Stücke und dünsten den zusammen mit den Kartoffeln. Ein halber Liter leicht gezuckertes Salzwasser reicht völlig. Der Topf oder Behälter muss gut schließen. Sogar ein Schnellkochtopf geht dafür. In dem Fall, sind Sie bereits in 6 Minuten fertig. Das zusammen aufkochen lassen (Stufe 6) und zurück drehen auf Stufe 3.

Nehmen Sie bitte keine Bayrischen Kartoffeln. Das ist für unseren Geschmack eine echte Zumutung. Italienische Kartoffeln sind um Längen besser als dieses Futter …. naja.

Nach dem Kochen können Sie das bissl Wasser abgießen und für den kommenden Tag sammeln. Nur, falls Sie sich täglich etwas Spargel antun wollen.

Nach dem Kochen gebe ich Butter rein. Schließe den Topf wieder und lasse das zusammen, noch etwas nachziehen.

Übrigens: Mit gerösteten Butterbröseln schmeckt Spargel am besten. Es sei denn, Sie wollen sich unbedingt eine gute Bozner Sauce antun.

Wollen Sie dazu etwas Fleisch essen, empfiehlt sich ein Schweinefleisch. Am besten, das haben Sie sich schon vorher als kalten Braten im Grill gerichtet. Das Fleisch darf leicht rosa sein. Als Maß gilt: Je Kilo, 20 Minuten.

Etwa zehn Minuten vor dem Verzehr geben Sie die dünn geschnittenen Scheiben des Fleisches zu Ihrem Spargel, schließen den Deckel und erhitzen Alles zusammen maximal drei Minuten. Ihr Essen ist fertig.

Natürlich können Sie sich Kräuter drüber streuen. Aber, wie gesagt, geröstete Butterbrösel schmecken mir am besten dazu.

Die rühren Sie nach dem Abrösten einfach unter die Spargel – Kartoffelmischung.

Warum werden Saucen und Suppen gebunden?


Wer einmal Medizin wie Hustensaft und ähnliche eingenommen hat, weiß, die Medizin wird in Sirup ähnlicher Weise angeboten und konsumiert.

Damit soll auch die Wirkungsdauer der Medizin verlängert werden. Die Bindung ermöglicht der Substanz eine verlängerte Verweildauer auf den Schleimhäuten der Konsumenten.

Das Gleiche Prinzip wird seit tausenden Jahren auch in der täglichen Ernährung praktiziert. Wirklich gesunde und hilfreiche Lebensmittel werden gebunden zubereitet. Das ermöglicht dem Menschen, schon am Beginn des Verdauungsvorganges, die nützlichsten Inhaltsstoffe zu separieren. Hauptsächlich geht es dabei um Inhaltsstoffe unserer Nahrung, die der Gewinnung und Zerlegung uns nützlicher Vitamine und Spurenelemente dienen.

Wie sagt man gern nach dem Genuss eines Bieres oder anderen Getränkes? Wie gesoffen – so gepisst.

Genau aus dem Grund, ist es mehr als empfehlenswert, unsere Speisen, egal in welcher Form wir sie zu uns nehmen, zu binden.

Mit der modernen Technik wird uns das besonders leicht gemacht. Es bedarf auch keiner großen Kunst mehr, eine Bindung zu erzeugen.

Mit Mixern und Blendern können wir nahezu alle Lebensmittel pürieren und zur Bindung der eigenen – als auch anderer – einsetzen. Damit haben wir auch die Möglichkeit, eigengeschmackliche Mängel diverser Lebensmittel mit anderen Lebensmitteln zu ergänzen.

Zusätzlich können wir mit Ölen und Fetten die Ausgewogenheit herstellen, die einem idealen Ernährungsbild entspricht.

Auf diese Weise können sich auch Allergiker, Lebensmittel so binden, indem sie einfach die für sie allergisch – wirkenden Produkte, nicht zur Bindung verwenden.

Einen Nachteil hat die Bindungsgeschichte aber.

Bis heute ist es nicht möglich, mit der Zugabe von tierischem Gehirn, das eigene Gehirn anzureichern.

Es gibt sie noch…


…die Fruchtsäfte auf Zuckerbasis. Nicht diese Pantscherei mit dem Gift: Glucose, mit dem bereits dem amerikanischem Volk eine Fettleber angezüchtet wurde und dem ungläubigen Europäischen Rest gleich mit. Ich warne nicht umsonst. Die Eissaison steht an. Es gibt hierzulande kein Eis, das ich kenne, in dem keine Glucose verpanscht wird. Ich würde mich sehr über Mitteilungen freuen, die mir das Gegenteil beweisen. Gerne als Kommentar.

Und bei wem finde ich die wertvollen Getränke? 

In Sizilien. Und das ausgerechnet auf der Straße: Corleone. 

https://www.upgrademixer.com/prodotti/syrups.html

Sollten Sie dennoch diese Sirupe nicht in Ihrem Handel erwischen – Sie wissen ja, im Westen gibt es keinen Mangel (an Gift), nur bei Kommunisten – stellen Sie sich den Sirup in Sekundenschnelle selbst her. Sie werden staunen, wie ergiebig Früchte sind. Nehmen Sie dafür einfach einen Blender, etwa die gleiche Menge Zucker wie Früchte und lassen Sie die Maschine arbeiten bis der Zucker gelöst ist. Bei vielen Früchten dürfen Sie auch mit Zitrone etwas nachhelfen. In dieser Mischung müssen Sie das Ergebnis nicht kühlen. Nur in eine Flasche füllen und verschließen.

Sonnenblumenöl


Sonnenblumenöl

Vor einigen Jahren hatte ich mal einen Unfall und konnte meine Saisonarbeit nicht antreten. In Tscherms fand sich eine Gelegenheit, kreativ in meinem Beruf zu dienen.

Meine Fritteuse füllte ich grundsätzlich mit Sonnenblumenöl. Einigen Alkoholikerinnen passte das nicht. 

Heute haben sie die Möglichkeit, Sonnenblumenöl zu sparen. Es gibt keins mehr. Die Ukrainischen Bauern waren die Marktbeherrscher in Europa, obwohl das auf den Etiketten der Flaschen wegen Tschernobyl, nicht wirklich aufgedruckt wurde. Auf den Etiketten fanden wir die ulkigsten Herstellerländer, wohl in dem Unwissen, dass dort keine Sonnenblumen in der Menge wachsen. Hoch lebe die Westpanscherei.

Sie wissen sicher, das angegebene Produkt muss nur 20 Prozent dessen beinhalten, was drauf steht. Den Rest dürfen die Hersteller/Händler frei erfinden. Ich rede von allen Produkten, nicht etwa nur vom Sonnenblumenöl.

Geprellt wird der lokale Erzeuger nebst seinen Handelsbemühungen. Viele lokale Erzeuger flüchten sich in Bio und deren Marktbeherrscher. Selbst dieses Label wird vermehrt missbraucht. Unter dem Biolabel versuchen die Kleinerzeuger, wenigstens einen akzeptablen Preis für ihre Bemühungen zu erreichen.

Trotzdem sind sie den Kosten für diese Art des Handels ausgesetzt, was zu erheblichen, oft abschreckenden Preissteigerungen führt.

Im Zuge des Internethandels kann diese Logistik neu gestaltet werden. Das spricht Sie als Kunde aber nicht davon frei, genau zu prüfen, mit wem Sie handeln.

Der beste Weg dazu ist bei uns hier in Italien, die Erzeuger einfach zu besuchen. Und dafür lohnt sich schon der Urlaub. Sie können sich natürlich auch an den Strand legen und dort dem Hautkrebs frönen.

Fast jede Krankheit ist ein Produkt vorheriger Überheblichkeit, gepaart mit Leichtsinn.

Spargel


Wie Sie Spargel kochen, überlasse ich Ihrem Geschmack. Auch, wo Sie Spargel kaufen. Wir kaufen Spargel ausnahmslos beim Condin Bernhard in Moos bei Auer. Frisch.

In diversen Märkten Südtirols sehe ich bisweilen auch Bindfäden aus dem Reich. Ich rede von Spargel ähnlichen Gewächsen, die dünner sind als der kleine Finger meiner Frau. Das Ergebnis nach dem Schälen dieser Holzstengel, ist vergleichbar mit einer Bundstiftmine. Wenn Sie beim Verzehr noch etwas von Spargel schmecken, liegt das an Ihrer Einbildung. Ich glaube fast, im Biomüll liefert das Ergebnis mehr Nutzen als in Ihrem Topf.

Nachdem Sie Spargel geschält haben, können sie den kühl mit einem feuchten Krepp in einem Plastikbeutel, im Kühlschrank einen Tag oder zwei lagern. Ein angefeuchtetes Tuch tut es auch. Bei frischem Spargel müssen Sie an der Unterseite kaum Etwas abschneiden. Je länger der Spargel liegt, desto größer wird der Abschnitt.

Gekocht wird das „teure“ Gemüse in einem Salz-Zuckerwasser. Zucker muss nicht all zu viel gegeben werden. Der neutralisiert den Bittergeschmack. Frischer Spargel hat davon sehr wenig. Je länger Spargel liegt, desto bitterer wird er.

Ich schneide Spargel grundsätzlich vor dem Kochen in etwa fünf Zentimeter lange Stücke. Der Umgang mit Messer und Gabel wurde uns zwar gelernt in der DDR, aber ich habe das im Laufe meines Berufslebens verlernt. Verlernt ist gut gesagt. Mich haben eher die Tische unserer Gäste davon überzeugt, dass es hier zu Lande die Wenigsten gelernt haben, damit umzugehen. Ich meine damit nicht unbedingt die Einheimischen; eher unsere Gäste. Mich wundert nur, dass mich die Gäste nach dem Essen noch anschauen können. Die Befürchtung, die stechen sich beim Essen mit Besteck die Augen aus, sitzt sehr tief. Meine Kollegen, allesamt ärmere Leute, können mit einem Besteck besser umgehen als Jene, die vorgeben, sie könnten das. Die Hinterlassenschaften an und unter unseren Gästetischen, auch an Buffets, überzeugen uns vom Gegenteil.

Genug der Schnalserei.

Ich koche die Spargelstücken in relativ wenig Wasser. Sagen wir Dünsten dazu. Auf den Spargel lege ich noch etwa ein Zentimeter dicke Scheiben von geschälten, neuen Kartoffeln. Das Ganze decken wir ab und lassen es etwa zehn Minuten fleißig kochen.

Wer den Spargel nicht ganz ohne Fleisch verzehren möchte, kann sich auf die Kartoffeln noch eine gewürzte, ganze Hühnchenbrust legen.

Die Sauce stellen wir nach dem Kochvorgang recht flott her. Dafür gießen wir die restliche Flüssigkeit in eine Metallschüssel, geben nicht zu knapp Butter hinzu, streuen etwas Dunst (doppelgriffiges Mehl) an und warten auf sehr kleiner Stufe (maximal Zwei der Induktion), bis sie unter etwas Rühren, bindet. Wer jetzt unbedingt eine gelbe Sauce möchte, kann sich mit echtem Eigelb oder dem ganzen Ei helfen. Das muss ziemlich zügig, in die Sauce eingeschlagen werden. Mit einem Trick, verhindern Sie die Gerinnung. Schlagen Sie das Ei in eine kleinere Schüssel und rühren Sie etwas heiße Sauce unter. Das können Sie dann zusammen in den Topf einrühren. Eventuell möchten Sie Schnittlauch oder Petersilie dazu geben. Das ist Ihr Geschmack.

Wie üblich, verkauft der Bernhard auch neue Italienische Kartoffeln zum Spargel. Dann ist das Essen ein wirkliches Festessen.

%d Bloggern gefällt das: