Marion


Marion dient bei der NOT-OH. Sie ist dort glücklich und verdient gutes Geld.

Eigentlich heißt Marion, Mario. Mit diesem Geschlecht war Marion aber unzufrieden. Jeden Tag kamen die Kumpanen der Garnison, wenn ihnen langweilig war. Und lange Weile ist in diesen Kreisen nicht gefragt.

Die täglichen Captagondosis macht irgendwie bedrückt. Die Kumpanen springen nur noch lustlos und teilweise brutal auf. Mario hatte schon schwere Probleme beim Stuhlgang und überlegte, ob er nicht etwas unternehmen könnte für mehr Respekt. Der ganze Spaß der Kompanie leidet, wenn Mario krankheitsbedingt zeitweise ausfällt. Selbst die Filmaufnahmen für diverse Pornokanäle bringen kaum noch Geld ein. Und das trotz Stützung seitens der Arbeitgeber. Wie oft soll ich jetzt noch die Fahne schwingen, um endlich auf mein versprochenes Gehalt zu kommen?, fragt er sich. Mit allen Tricks hat er versucht, seinen Sponsor irgendwie zu zeigen. Mit Ringen, Ketten und selbst mit Familienfotos am Banner im Hintergrund. Das Geld reicht nicht. Der Koks wird langsam zu teuer.

Kurzerhand entschließt sich Mario, Marion zu werden. Es winken Presseverträge, zusätzliche Einnahmen von Medien und Ruhm. Danach kann ja Marion das machen, was alle US-Schauspieler machten. Erst Militär und dann Karriere in einem billigen Militär- oder anderem Märchenfilmchen.

Gedacht, getan. Mario erkundigt sich beim Kompaniearzt, ob denn ein Geschlechtswandel möglich wäre. Die Kumpanen hätten heimweh. Sie wünschen sich, endlich wieder eine ordentliche Westfrau zu besteigen.

„Nichts ist unmöglich“, zwitschert der Arzt und greift gleich mal lüstern in den Schritt des Patienten.

„Wir sind doch unter uns. Ich hab da einen Kollegen, der macht gerade die Karin von >Die Traumnonne< etwas kurvenreicher. Die Serie kennst du doch?“

„Aber ja. Die sieht gut aus.“

„Naja. Wir könnten auch etwas sparen dabei. Nehme einfach die Vorlagen von der.“

„Aber ganz so wie die, will ich eigentlich nicht aussehen.“

„Denk an den Gewinn, meine zukünftige Freundin. Bei dem sehen alle ziemlich gleich aus. Dieses Modell bringt aktuell den meisten Gewinn. Deine Kompanie wird sich freuen darüber.“

„Denkst du wirklich?“

„Ja. Zu Hause haben deine Kumpanen, Silikonhalterungen zwischen den Schultern ihrer Nutten. Das machen wir dir auch.“

„Das ist gut. Ich will, dass sich die Kumpanen fühlen wie zu Hause.“

ion

Schildbürger


Schildbürger sind jene, die sich darum streiten, wer den Ruhm in Anspruch nehmen darf, der Blödeste zu sein. Und wie wir sehen, auch in der Wiki, gibt es im Deutschen Reich massenhaft Anwärter für den Titel.

Aber nicht nur das. Der gesamte deutschsprachige Raum bemüht sich mit Tatkraft, auch mittels Verleumdung der sozialistischen Staaten, diesem Titel Volumen zu verleihen.

Dieser Tradition folgend, werden bei Bauarbeiten an Häusern, wie in unserem, bisweilen zuerst die Mal- und Putzarbeiten ausgeführt. Wir reden von der Wärmedämmung. Trotz mehrfacher Hinweise eines einfachen Koches und Ausländers, doch bitte zuerst die Versorgungseinheiten zu installieren und dann die Endfertigung auszuführen, passiert da Nichts.

In dem Sinne, fragen wir uns als normale Bewohner, warum wir uns unbedingt einer nicht preiswerten Zwangsverwaltung unterstellen sollen.

Die diktatorischen Formen der Dummheit haben bisweilen auch den Privatbereich erreicht.

Jetzt vergleichen wir mal die Südtiroler Wohngemeinschaft mit einer ganz einfachen DDR – Wohngemeinschaft in Neubauten.

Jeder Eingang hat regelmäßig Versammlungen abgehalten, um die vielfältigen Kleinprobleme im Hauskollektiv zu klären. Darunter fielen Bauarbeiten, auch Verschönerungen und die Organisation von gegenseitiger Hilfe.

Ich kann mich gut erinnern, wie unsere Besatzer und Plünderer aus dem Westen, genau diese Art des gesellschaftlichen Lebens als politische Diktatur der Kommunisten beschrien. Offensichtlich wollten sie damals schon erreichen, der absoluten Dummheit genug Spielraum einzuräumen. So läßt sich auch leicht und verdeckt, besser Plündern.

In unseren Wohngemeinschaften gab es keine Wortführer. Auch keine angeblich Verantwortlichen. Und schon gar keine Zwangsverwaltung. Trotzdem schienen die Bewohner eines Einganges, sorgfältig ausgewählt. In einem Eingang fanden sich sowohl Angehörige der Intelligenz – egal, was wir darunter verstehen – als auch Rentner, Arbeiter und Genossenschafter. In genau diesem Umfeld wuchsen auch unsere Kinder auf.

Mit genau dieser Erziehung und Lehre, werden wir heute Systemen ausgesetzt, die uns eher ans vorletzte Jahrhundert erinnern. Mietskaserne.

Übrigens:

Sämtliche Bauvorhaben wurden in der DDR geplant. Besatzer und Plünderer lachen sich dussliger als sie eh schon sind, wenn sie diesen Begriff auch nur Ansatzweise hören. Zum angeblichen Planen finden sich schon reichlich Kassierer ein. Nur Keiner plant das Bauvorhaben. Trotzdem nennen die sich alle, Doktor und gar Ingenieur. Wir bekommen lediglich komische Pseudoargumente vorgeführt. Keinen Bauplan.

Das erklärt uns DDR Bürgern auch, warum plötzlich Turnhallen und Strommasten einfallen, Dämme brechen, Fluträume bebaut und Murenbereiche ignoriert werden. Bisweilen bekommen wir damit auch erklärt, warum wir ausgerechnet auf den Kabelschächten wild verlegter Kabel aufs Maul fallen; zu Fuß oder mit dem Zweirad auf den versauten Straßen des Landes.

Jetzt wundert uns DDR Bürger auch nicht, warum wir vielerorts im Westen und vor allem bei uns hier, den Tremor fast schon als Volkskrankheit wahr nehmen.

Der Tremor ist das fortwährende Kopfschütteln. Eigentlich eine gut erprobte Amtshandlung.

Genossen


In sozialistischen Staaten ist die führende Partei, eine Partei der Arbeiter und Bauern. In manchen Ländern wurde die Partei in Mehrheit gewählt, in anderen Ländern hat diese Partei, in Mehrheit, mittels einer Revolution, die imperialen Diktatoren entmachtet. Revolutionen sind das Ergebnis schwerer und schwerster Misshandlungen großer Teile der produktiven Gesellschaft. Oft geht es um die Abwendung vom Massenmord durch Hunger, nicht behandelte Krankheiten oder Ausgrenzung von gesellschaftlicher Teilhabe.

Nach dem Sturz des Regimes haben Genossen die Aufgabe, den Staat neu aufzubauen und neu zu organisieren.

In aller Regel wird das mittels Parteiaufträgen realisiert. Während das normale Volk einer geregelten Freizeit nachgeht, die jetzt gesetzlich verankert ist, haben Genossen ihre Freizeit der Partei und ihren Mitmenschen zu opfern. Das Opfer ist aber weder der Partei geschuldet noch einem Diktator, sondern jenen Menschen, die sich gerade in der Freizeit über die Genossen lustig zu machen scheinen.

Tatsächlich ist es so, die Genossen haben aktiv den Aufbau und die Entwicklung des neuen Staates bewirkt, der allen Anderen jetzt mehr Freude bereitet.

Ob eine neue Wohnung, eine gerechte Arbeitszeit oder ein gemütliches Auskommen, kostenlose Gesundheitsfürsorge oder Bildung. Das Alles haben Genossen bewirkt. Auch in ihrer Freizeit. Sie haben sich für ihre Mitmenschen geopfert. Auch als Vorbild.

In der DDR wurden Genossen bisweilen als 110%-ige bezeichnet. Sehr oft wurden sie, teilweise überheblich, belächelt. Sogar beim Einzug in eine neue Wohnung, deren Miete nicht den gesamten Familienhaushalt forderte und die Familie zum Pastafressen verurteilte.

Genossen sind jene, die Unwetterfolgen, Waldbrüche, Überschwemmungen und Notlagen mittels Parteiauftrag bei Subotniks ( für das Volk – freiwillige Arbeitseinsätze), beseitigten. Selbst Schwerpunkte, wie Neubauwohnungen, Straßenbau, Bau von Freizeitanlagen usw. werden mittels Parteiauftrag geregelt. Heute, in manchen kapitalistischen Systemen, wird die Aufgabe von Beamten in ihrer Dienstzeit wahr genommen. Die werden auch belächelt. Sie dienen aber dem falschen Gesetzen der Herren und ihrem Haushalt. Garantiert nicht dem Volk.

Die Genossen sind also jene, die praktisch das gesellschaftliche Leben erst ermöglichen. Auch das der Bauern und Kleingewerbler.

Manchmal fragt sich ein Genosse, wieso gerade ein Mitglied er Intelligenz auf den Gedanken kommt, Genossen zu verleumden. Schließlich hat genau dieser Intelligente, seine Bildung den Genossen zu verdanken. In anderen Systemen hätte er dafür Erpressungen und Knebelverträge unterzeichnet. Genossen erwarten nur ehrliche Dankbarkeit und etwas Opferbereitschaft. Unsere gut und teuer ausgebildeten Ärzte demonstrieren uns das gerade. Eine wahre Erkenntnis, offen ausgesprochen, führt zu deren Entlassung. Das ist auch der Grund, warum sich in unseren Spülen der Hotels, so viele Doktoren aus dem besetzten Osten tummeln. Die Abspüler sind klüger als deren Chefs. Sie sagen es nur nicht. Als Doktor würde ihm selbst diese Arbeit verweigert.

Und genau da wirft man den Genossen die Vergeudung von gesellschaftlichem Vermögen vor.

Jetzt fehlt nur noch, diesen Zustand als Fortschritt zu bezeichnen.

Besuch bei MTK-Moto


Gestern war es soweit. Der Saisonkoch wollte die neue Suzuki GSX-S-1000 GT Probe fahren. Eigentlich wäre das nicht notwendig, weil ich seit ein paar Jahren dieses Motorrad fahre. Ich möchte aber gern die Entwicklung dieses Modells miterleben.

In der Nacht und bis zehn Uhr, gab es bei uns zwischen -5 und -10 °C.. Unsere Ausfahrt war stellenweise vereist. Ich konnte nicht mit dem Moto raus fahren. Nach meiner Verletzung und den endlosen Ausgangssperren, fehlt mir auch etwas die Routine für diesen Untergrund. Ich wollte eine neue, fremde Maschine nicht gleich bei einer Probefahrt verschrotten. Immerhin befinden sich an diversen Nörderstellen, reichlich Vereisungen. Die Töll mit dem Stausee ist zum Bispiel so eine Stelle. Dazu kommt ein Phänomen, das eigentlich gar existieren sollte. Es ist verboten und strafbewährt. Der Schnee und das Eis von Lastwagen- und diversen Autodächern wird während der Fahrt verloren und gefährdet unsere Sicherheit als Zweiradfahrer. Und in Richtung Meran haben wir mehrere verdeckte Kurven mit genau diesen Abwürfen. Die Fahrer, die sicher gegen Motorradfahrer meckern, sind zu faul, die Dächer ihrer rollenden Multimediazentralen zu putzen. Sie sitzen lieber tippend am Lenker und amüsieren sich auf diversen Mediakanälen, statt ihre rollende Toilette zu putzen.

Wir haben die Probefahrt auf heute verschoben.

Trotzdem bin ich zu einem Fototermin mit dem Auto gefahren. Zumindest wollte ich die neue Maschine mal sehen und den Jungs ein Gesundes Neues Jahr wünschen. Außerdem muss ich natürlich Werbung für meinen zweiten Südtiroler Krimi machen, genau so wie für meine Mobilitätspartner. Markus kümmert sich immerhin schon fast zwanzig Jahre um meine Motorräder. Ihm und seinen Kollegen habe ich zu verdanken, wirklich äußerst selten, zu spät auf Arbeit gekommen zu sein.

Also, gibt es heute keinen Fahrbericht von Gestern, sondern einen von Heute. Den aber erst morgen.

Apropos Auto. Seit fast 25 Jahren fahren wir Mercedes. Ja. Die armen Schweine fahren Mercedes. Eine A-Klasse. Unsere zweite A-Klasse, ein Automatik, rollt jetzt bereits 205000 Kilometer im 17. Jahr. Den haben wir vor ein paar Jahren von wirklich netten, slowenischen Autohändlern für 5000.-€ in Graz gekauft. Und jetzt der Gag! Als ich kontrollierte, was denn unser Auto so in den Jahren verbrauchte, stellte ich fest, genau:

5,4 Liter Diesel auf 100 Km.

Wir haben also zwei Markuse, die sich vorbildlich um unsere Mobilität bemühen. Den Markus von MTK Moto samt Roman und den Markus von Mercedes Erb und seinen Kollegen.

In diesem Sinne, möchte ich mich für die jahrelange, treue Zusammenarbeit bedanken. Diese Partnerschaften haben es uns immerhin ermöglicht, in Südtirol eine Arbeit und damit eine neue Heimat zu finden.

Ausfahrt 300921


Ausfahrt 300921

Geschrieben von BeyerKH am Freitag, 1. Oktober 2021 | Eintrag bearbeiten

Wir waren in Schnals. 

Mich zog es mal an eine Arbeitsstelle, die ich leider durch „Besitzerwechsel“ verlor. Es war die erste Arbeitsstelle in meinem Leben hier, bei der ich einer reellen Arbeitszeit nachgehen konnte und recht gut entlohnt wurde. Das Hotel liegt etwas außerhalb der Höhe, die für Menschen aus dem Mittelgebirge, beschwerdefrei, aufgesucht werden kann. Es gibt anfangs, leichte bis schwere Kopfschmerzen auf 3200m Höhe. Motorradfahrer sind in der Beziehung etwas abgehärtet. Um diese Zeit, trainieren in der Grawand diverse Nationalmannschaften des Wintersports. Als arme Sau kann ich uns natürlich keine Auffahrt bezahlen. Eigentlich wäre mir der Besuch, wer von meinen Kollegen noch da ist, recht gelegen gekommen. 

Leider wird in dem Naturschutzgebiet zur Zeit recht heftig gebaut. Es gibt auch Streit wegen Neubauten usw., die von der Schnalser Bevölkerung, glücklicherweise abgelehnt werden. Trotzdem sind die Schäden durch Unwetter enorm!

Die Straßen im Tal sind vom Belag her in gutem Zustand. Leider kommt wegen der Baubelastung die Räumung etwas zu kurz. Wie üblich, müssen in den Bergen die Steinschläge täglich geräumt werden. Zumal die erschütternde Belastung durch den Schwerverkehr, zusätzliche Steinschläge auslösen. Motorradfahrer sollten deswegen etwas vorsichtig fahren. Ich frag mich manchmal, für wen ich das schreibe. Die Rennfahrer wollen das eh nicht verstehen. Okay. Schreibe ich das für jene Zweiradfahrer, die mit ihrem Zweirad, die Natur und heimische Gastronomie besuchen wollen, statt das Krankenhaus. Ich muss gerade lachen, weil ich frisch aus dem Krankenhaus komme. Nebenbei erwähne ich aber, dass ich hier pro Jahr ohne Pandemie, rund 60-70 tausend Kilometer fahre. Manche überforderte Hitzköpfe der Landstraßen überleben nicht mal die zehntausend-, die sie pro Jahr fahren. Also, Ihr Lieben; bevor ich in die Berge fahre, möchte ich mich bitteschön schon auf der Herfahrt warm fahren, statt das Zweirad mit einem Transporter hier her zu bewegen. Wir reden vom „Biken“ und nicht vom Protzen! Die Zweiradfahrer mit dem heimlichen Elektromotor sind genau so gemeint, wie die stark motorisierten. 

Mit dem Fahrrad brauche ich von München bis hier her, sechs bis acht Stunden. Mit dem Moto, zwei. Und wenn das Alle auch tun, gibt es glücklicherweise auch keinen Stau von überladenen, schlecht steuerbaren rollenden Toiletten! Dazu gibt es erlebbare Natur und wirklich, gastfreundliche Wirtsleute.

Das ist der bereits vorhandene Hotelkomplex:

Das die Grawand. Mit einen Suchrätsel: Wo sind die Gondeln?

Und jetzt etwas ursprüngliches Schnalstal:

Fortsetzung Die Beweise


Nach der Arbeit wollen die Drei jetzt etwas entspannen. Sie gehen auf den Aschbach einkehren. Sie haben etwas von den größten Schnitzeln in Südtirol gehört. Das wollen sie jetzt kontrollieren. Das Gasthaus wirkt etwas dunkel und verlassen. Die Tagesgäste sind bereits wieder in ihren Hotels. Nur ein paar Bauern sitzen am Stammtisch. Die Trischetten oder Watten zusammen.

Sie setzen sich Draußen hin. Das Wetter ist noch angenehm. Natürlich bestellen sie Schnitzel und Bier. Sie hören, wie der Koch drinnen die Schnitzel klopft. Man könnte meinen, das Haus wackelt.

„Eine zähe Sau“, scherzt Marco.

„Sicher ein Italienisches porco dio“, antwortet Toni.

Alle lachen.

Zuerst kommt eine Riesenschüssel Krautsalat mit Speck. Köstlich. Der Krautsalat ist gut gemürbt. Ein Zeichen für die Zugabe von heißem Speck. Jetzt kommen die Schnitzel. Auf Platten, Teller kann Toni dazu nicht sagen. Es liegen nur die Schnitzel und eine halbe Zitrone darauf. Die Röstkartoffeln werden extra serviert. Monika staunt. „Das sind wirklich Riesendinger“, stöhnt sie.

Dazu die Aussicht auf den Partschinser Wasserfall. Köstlich. Die Drei sitzen zwei Stunden und langsam wird es frisch.

„Morgen haben wir Vernehmungen“, sagt Marco. „Die Beweise müssen abgeglichen werden.“

Die Aschbachbahn fährt zu der Zeit nicht mehr. Marco müsste hier bleiben oder Toni fährt ihn hinunter. Das Wetter würde passen. Toni hat aber Bier getrunken. Monika hat für Marco schon ein Plätzchen gerichtet.

Die Drei gehen zur Hütte und befassen sich noch etwas mit dem Fall. Auch mit dem der Radfahrer. Marco möchte das jetzt der Staatsanwaltschaft übergeben.

Zur Zeit des Diebstahls war Alfred bereits tot. Bei dem Motorradfahrer im Pustertal, sind sich die Zwei nicht so sicher. Haben die Radfahrer den abgeräumt oder jemand Anderes. Die Frage drückt die Zwei noch.

Fortsetzung folgt

Kleiner Hinweis 290921

Ich kann wieder Fahren. Gestern habe ich mein Motorrad abgeholt und von Meran nach Hause gefahren. Ich kann jetzt das unbeschreibliche Gefühl nicht so vermitteln, wie es uns angemessen erscheint. Jedenfalls hat Nichts weh getan und irgendwie behindernd gewirkt. Es geht wieder. Ohne jeglichen Schmerz. 

Ich muss also nicht so lange warten, wie wir hier sehen können:

Der Karersee im Winter

Warum ist auf meinen Fotos so viel Schnee zu sehen?


Ganz einfach:

Die Sommersaison beginnt im März bzw. April und sie endet im November.

Die Wintersaison beginnt im Dezember und endet im März/April.

Wir sehen, der „Urlaub“, sprich, die Suche nach einer Arbeitsstelle mit den entsprechenden Vorstellungen, findet im November und bestenfalls in ein paar Tagen im März statt. Und genau zu der Zeit, liegt eben Schnee in den Bergen.

Wer täglich auf Arbeit fährt, fährt Früh im Dunklen und am Abend, sicher auch.

Zu 80% fährt man abends im Regen bzw. auf feuchten Straßen. In den Bergen regnet es meist abends.

Auf den entsprechenden Höhen ist das nicht selten Schnee.

Im Schnee und im Regen funktionieren sehr weiche Reifenmischungen gut. Wenn die Reifen zu wenig Profil haben (ist oft bei weichen Mischungen), kann Ihre Werkstatt sicher ein Profil zusätzlich nachschneiden.

Es gilt zu beachten, in den Bergen gibt es Rinnsale, die manchmal das Volumen eines Baches aufweisen.

In der Nacht, mit einem schwachen Reifen, allein, zu stürzen, dürfen Sie als besonderes Risiko betrachten.

Die Regenkombi sollte, bitte schön, hell leuchten. In einer schwarzen Kombi sind Sie für den letzten Gang, ganz sicher richtig gekleidet.

Als Schneeketten eignen sich notfalls, ausreichend Gürtel, Seile, Gurte, saubere Unterhosen und Strumpfhosen von Jungfrauen.

Ich habe mir immer zwei 15mm Seile a zwei oder drei Meter eingepackt.

Jungfrauen waren keine zu finden auf Arbeit.

Das ist ein Vorteil, den Saisonkräfte genießen dürfen: Stille und Leere

Freundschaft


Freundschaft

Bisweilen bekomme ich angedroht, die Freundschaft zwischen einem Anderen und mir, wäre beendet.

Was ist Freundschaft?

Freundschaft bedarf wie Liebe, des gegenseitigen Respektes. Die Grundbedingung gegenseitigen Respektes ist, sich gegenseitig auf Fehler und Fehlentwicklungen aufmerksam machen zu können, um gemeinsam zu lernen. Es gibt sicher noch einige andere Gemeinsamkeiten, die eine Freundschaft begründen. Neben unbedingter Hilfe und Verständnis des Anderen, bedarf es auch einiger solidarischer Bekundungen.

Freundschaft aber mit einem guten Verhältnis zu verwechseln, scheint im Kapitalismus fast schon ein Gesellschaftsprinzip zu sein. Dort werden selbst die Erpressten als Freunde betitelt. Komisch. Eigentlich kenne ich diese Haltung nur aus Anstalten.

Genau aus dem Grund, kann ein Migrant niemals wirklich eine Freundschaft zu seinem Asylgeber aufbauen. Das nennt sich Notdurft oder Zwangslage. Alle Handlungen des Notdürftigen unterliegen dem Zwang, das Asyl so angenehm wie möglich zu gestalten. Man ist schließlich Gast bei dem Asylgeber.

Eine Ausnahme sind Genossen. Für Genossen untereinander ist Freundschaft, eine Verpflichtung. Wie viele oder wenige es davon wirklich gibt, sei mal dahin gestellt. Lassen wir uns nicht von dem Begriff Genossenschaft täuschen. Der Begriff an sich deutet aber an, was ich damit sagen möchte.

Genossen sind eigentlich zur gegenseitigen Liebe verpflichtet. Das ist der höchste Grad von Freundschaft. Leider wird unter kapitalistischen Verhältnissen mit der entsprechenden Schule, auch dieses Prinzip verzerrt dargestellt und wahr genommen.

Zu oft wird, und das betone ich, gegenseitige Sympathie, mit Freundschaft verwechselt. Gegenseitige Sympathie bedarf nur einer Art Bewunderung. Die kann auch einseitig sein. Freundschaft und Liebe nicht.

Und jetzt mal zum Hauptthema:

Ein Flüchtling, Vertriebener und Migrant, wurde von seinen Freunden, mehr oder weniger gewaltsam, getrennt. Auch von seiner Heimat, seinem Umfeld und seinen Mitbürgern.

Gastgeber können die verlorenen Freunde nur mit Sympathie ersetzen.

Und genau das, ist das Maximum des Möglichen.

Die Marmolada:

Das Ungemach


Das Ungemach

Die Hälfte unserer Familie durfte nach einem verlorenen Krieg, den Verlust ihres Gutes miterleben. In der DDR bekamen sie ein neues. Trotzdem begann ihr Leben neu, von Anfang an.

Die Familie erlebte sowohl Hochwasser, Brände, Zechprellerei, Betrug, Wortbruch als auch Erpressungen am eigenen Körper mit.

Bisweilen waren wir der Ansicht, mit ausreichend Arbeit, Verständnis gegenüber den Mitbürgern und gesellschaftlichem Miteinander ließen sich die alltäglichen Probleme leichter lösen. Das haben wir ausgiebig in der DDR lernen dürfen. Dort hat das auch funktioniert.

Die Familie wurde 1990 wieder Opfer von Ungemach.

Die Gleichen Werkzeuge unter neuem Namen – früher NSDAP – heute CSU-FDP-CDU, wollten das Werk für ihre Herren vollenden.

Andererseits wird bisweilen ein Herrgott bemüht und ziemlich oft die Wörter: Pech oder Ungemach.

Die Lehren aus Vertreibung, Kriminalität und natürlichen Naturereignissen, haben den Familienmitgliedern gelehrt, ständig sämtliche Bedrohungen von Vornherein zu minimieren. Ein Herrgott war leider nicht zugegen.

Wer einmal mit erleben durfte, in welch kurzer Zeit eine brennende oder geflutete Wohnung von den wertvollsten Habseligkeiten geräumt werden muss, versteht den Brand- und Hochwasserschutz. Es ist einfach keine Zeit, die unersetzlichen Habseligkeiten in angemessener Zeit zu retten.

Unsere Familie bedauert den Verlust ihrer Geschichte und ihrer Habseligkeiten, die ihnen von höherer Gewalt genommen wurden. Jede Generation bekommt damit Lehren auf den Lebensweg, die einen besseren Weg versprechen als den, den ihre Eltern oder Großeltern erleben mussten. Schließlich haben das unsere Eltern, Großeltern und Verwandten mit dem Verlust von Lebenszeit und Gesundheit teuer bezahlt.

Von Erwachsenen erwarte ich deshalb, sie mögen sämtliche Entscheidungen ihres Tuns, vorher genau abwägen. In diesem System wird ihnen nicht geholfen.

Denken Sie daran, wenn Sie zufälligerweise ein Fahrzeug kaufen, eine Arbeit annehmen oder ihre Wohnung her richten.

Ihr echter Feind, wird sie nicht bedrohen. Er wird Sie anlächeln, ausnehmen und ihnen Gott und die Welt versprechen.

In jedem Fall, sind Sie, Der, der bezahlt.

Mit Gesundheit, Lebenszeit und Wohlergehen.

Bei vielen Völkern besteht ein Erbrecht. Andere Völker lehnen das ab. Bei einem Erbe wird sowohl das Diebesgut als auch das ehrlich erworbene Gut, sämtlichen Erben hinterlassen.

Die Hinterlassenschaft will natürlich von den Erben verbessert und, wenn möglich, vermehrt werden. Sagen wir Familienschatz dazu.

Gestattungen werden auf diese Art zu einem Preis. Einem Inklusivpreis. Eine Gesellschaft, die einem Familienmitglied Etwas gestattete, wird bereits von den Erben mit einer Forderung konfrontiert. Gleichzeitig wird eine Gestattung, zukünftig ein Wert. Handelbar.

Bekommt in einer Gesellschaft eine Familie aus welchem Grund auch immer, eine Vergünstigung, ist das bereits ein Handelsgegenstand der kommenden Generation.

Generell sind Vergünstigungen, welcher Art auch immer, Personen gebunden. Die Nachkommen sind davon ausgenommen.

Um das Familienvermögen zu mehren, bedarf es einer Generation übergreifenden Arbeitsleistung. Kurz, Fleiß genannt. Fleiß ist wohl der beste Weg, Ungemach zu besiegen.

Familien, die nicht auf Familienschätze zurück greifen können, Flüchtlinge, Migranten und Vertriebene, haben nur mit Fleiß die Möglichkeit, ihren Kindern einen Familienschatz zu hinterlassen. Gesellschaften, die ihnen das nicht erlauben, werden schnell von Ungemach, in Form von Kriminalität heimgesucht. Es ist einfach ein Ungemach, Mitmenschen hungern zu lassen oder sie menschlich zu erniedrigen.

Und nun für meine gläubigen Leser:

Was würde ein Herrgott mit den Schuldigen tun, um dieses gesellschaftliche Problem zu lösen?

Kastelbell:

Die Heimtrainerin


Die Heimtrainerin

Vor etwa einem anderthalben Jahr bin ich auf den Strich gegangen. Ein halbes Jahr nach meinem letzten Engagement als Koch, brauchte ich unbedingt Bewegung. Viel Bewegung. Ich konnte zusehen, wie mir der Muskel verschwand.

Auf dem Strich fand ich eine Frau. Sie kostete etwa einhundert Euro und nannte sich Songmics. Da ich Ausländer und Ausländerinnen nicht hasse, wurden wir Zwei schnell Freunde. Mir gefällt an ihr die Standhaftigkeit und die weiche, ruhige Erscheinung. Sie passt gut in mein Wohnzimmer. Meine Frau hat nichts gegen die Nebenbuhlerin. Im Gegenteil. …ich schweife aus…

In anderen Wohnzimmern stehen wuchtigere Frauen mit anderen Namen für zweitausend fünfhundert Euro und einer monatlichen Abnutzungsgebühr von zweihundert Euro aufwärts. Die treiben den Benutzern auch den Schweiß aus den Poren. Dazu schreit eine weibähnliche Kreatur aus einem Kasten pausenlos in einem Ton, der mich eher an ein schlecht geführtes, völlig ahnungsloses Haushaltkommando erinnert. Statt den Haushalt zu polieren, sitzen die lieber auf einem Reitstuhl. Früher gingen die Benutzer solcher Anlagen ins Sado-Maso-Studio und ließen sich dort anständig verdreschen. Heutzutage kann sich Keiner der Liebhaber dieser Trakturen mehr im Büro sehen lassen. Die Spuren der Traktion würden pausenlos Misstrauen erwecken und auch kollegiale Anzeigen provozieren. Der letzte Respekt wäre völlig hinüber. Das geht nicht.

Hinter jedem Arbeitsplatz steht eine Reihe Provokateure, die sich gern eine Stufe höher erschwindeln möchten. Schon der Dalai lehrte die Herrschaften (das inkludiert frauenähnliche Gestalten), sich in der Kunst der Selbsttraktur zu üben. Die herkömmliche Methode der Auspeitschung ist dafür ungeeignet. Man benötigt also eine Kreatur, die etwa aussieht wie eine Frau, aber das konstante Gegenteil ist. Eine Sadistin. Wenn man eine Sadistin in ein Mikrofon bellen lässt, wird eventuell noch eine Leistungsreserve sichtbar. Die ist eher gut für den letzten Sturm aus einem Schützengraben. Die Motivation muss nicht lange halten. Das ist sicher.

Bei der weichen Ausländerin ist das nicht nötig. Ich besteige sie täglich drei bis vier Mal für fünfzehn bis zwanzig Minuten. Weil sie nichts sagt und liebevoll ruhig ist, schaue ich MotoGP oder die SuperbikeWM nebenbei. Auch heute.

Da ich sehr streng auf meine Gesundheit achte, lege ich großen Wert darauf, bei meinen Bewegungen den Puls nicht über neunzig zu belasten. Wir sind schließlich Rentner. Die tägliche Leistung bringt mir etwa acht Kilometer Weg und um die zweihundert abgearbeitete Kalorien. Außerdem werden mir die Knochen nicht steif. Ganz nebenbei, heilt der Bruch ausgezeichnet.

Was soll ich sagen. Gestern, beim Verbandswechsel, habe ich festgestellt, die letzten Reste der Operation heilen auch. Die Wunde schließt sich.

Die Hoffnung wächst. Ganz ohne teure Domina.

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