Pfannenstrudel


Der Pfannenstrudel ist für unsere Mitbürger interessant, die eben keinen Backofen haben oder sich die dafür benötigte Energie nicht leisten können. 

Strudel werden entweder aus Blätterteig, Hefeteig oder Mürbeteig gefertigt. Als Neusüdtiroler bevorzuge ich natürlich Mürbeteig.

Mürbeteig ist eigentlich eine recht einfache Übung. Bei mir zu Hause ist der in fünf Minuten fertig. Mit Öl geht es noch schneller als mit Butter. Die müssen wir erst zerlaufen lassen.

Eine Methode ist, den Mürbeteig im Kutter herzustellen.

In den Kutter gebe ich Butter, Staubzucker, Mehl und Gewürze wie Vanille und Zitronenschale im Verhältnis 1:1:1. Mürbeteig ist ein Teig, der klassisch, 1:2:3 verarbeitet wird. Wobei 1- das Fett, 2 – der Zucker und 3 – das Mehl ist. Selbst vom Mürbeteig gibt es wieder Unterarten, zum Beispiel für Streusel. Ein Ei lockert oder versteift den Teig. Wir geben in unseren Mürbeteig, wegen der kleinen Menge, nur das Eigelb. Das macht den Teig samtig.

Den Ansatz lassen wir so lange drehen, bis sich ein Teig bildet, indem sich die Butter auflöst. Das dauert nicht lange. Jetzt geben wir Mehl hinzu, und zwar so lange, bis sich der Teig vom Gefäß löst.

Diesen Teig drücken wir jetzt in eine Pfanne, die wir wie ein Backblech, leicht gefettet haben.

Die Äpfel, in unserem Fall, Südtiroler, schälen wir und reiben sie mit einer Scheibenreibe (für Gurken- oder Krautsalat z.B.) in Scheiben. Das Kerngehäuse müssen wir nicht umstandlich rauspopeln. Wir reiben einfach Außen herum. Die Scheiben geben wir in eine Schüssel. Nach klassischem Rezept müssen jetzt süße Brösel eingearbeitet werden. Die haben wir zu Hause als Keks, Waffel, Zwieback oder Rührkuchen. Das Zerkleinern dieser Zutaten übernimmt wieder der Kutter.

Etwas Zimt und Nelke darf nicht fehlen. Gewürze nehmen Haushalte am besten in Pulverform. Kaufen können wir sie ganz, aber mahlen tun wir uns das zu Hause. Ich nehme dafür eine Kaffeemühle. Das ist sozusagen, unser kleinster Kutter mit den höchsten Umdrehungen.

Bei manchen Äpfeln ist Zitrone nötig, bei wieder anderen, Zucker. Wir vermischen mit der Hand unter leichtem Druck die Äpfel mit den Zutaten.

Die fertige Fülle setzen wir in die Mitte des ausgelegten Teiges in der Pfanne. Jetzt schlagen wir die zwei Seiten um die Fülle zusammen, lackieren den Strudel mit dem Eiweis und geben etwas Staubzucker darauf. Das ist für die Colore:-))

Wir möchten, dass der Strudel recht zügig fertig wird. Also, drücken wir vor dem Lackieren mit der Hand auf den Strudel, um ihn etwas flacher zu

bekommen. Gebacken wird bei kleinster Hitze. Der Strudel dürfte in etwa 20-25 Minuten fertig sein.

Bisweilen gibt es Einlegegitter für Pfannen und Töpfe. Wer sich also nicht traut, den Strudel auch mal zu wenden, kann sich eventuell mit so einem Gitterchen helfen. Ansonsten hat der Handel heute Silikonmatten, die wir gefaltet unterlegen könnten. Backpapier ist auch Silikon. Das würde ich auch nur gefaltet unterlegen.

Es gibt schnellere Methoden. Über die schreibe ich ein anderes Mal. Bei diesen Methoden müssen Sie sich von der klassischen Zubereitung etwas verabschieden. Wir würden die Ergebnisse eher als Taschen, Ministrudel oder Riesenschlutzer beschreiben.

Auf Griddleplatten habe ich die Strudel im a la minute – Geschäft gefertigt.

Die Vanillesauce dazu geht noch schneller. Vanille habe ich zu Hause grundsätzlich schon als Sirup. Ich nehme nur echte Vanille. Etwas Schlagsahne steif schlagen, ein Eigelb zu geben und das Ganze mit etwas Vanillesirup würzen. Fertig:-)

Warm geht es genau so schnell. Die Sahne mit den Gewürzen erhitzen (nicht kochen) und mit ein – zwei Eigelb glatt rühren. Beim glatt Rühren darf die Sauce leicht an den Kochpunkt kommen. Sobald sich die Sauce versteift, ist sie fertig.

Ein wirklich kleiner Tipp zu meinen Eintöpfen


Bekanntlich sind viele Deutsche, Deutschstämmige, Franzosen und auch die Genießer unter uns, Saucenfans. Der Grundansatz für eine wirklich wohlschmeckende Sauce wird bei einem Eintopfgericht ohne jegliche Extrazutaten, besonders gut erfüllt. Die artgerechte Vielfalt der Zutaten. Nur, die Bindung fehlt.

Und genau ab dem Punkt, wird aus einem Eintopf- bisweilen ein Zweitopfgericht. Die Brühe (in der Fachsprache- Jus oder in den Alpen-Säftl) gießen wir jetzt über die Kante in ein zweites Gefäß. Die Brühe binden wir dann.

Die Methoden:

1- Wir binden ganz einfach mit einer Mehlschwitze (in der Fachsprache – Roux)

2- Wir binden mit einem Dunst (das ist doppelgriffiges Mehl aus Mais, Reis, Weizen usw.)

Diese Methoden erfordern ein aufkochen und Nachziehen

3- Wir binden mit Kartoffelflocken (bekannt als Püreezubereitung-ohne Milchzusatz)

4- Wir pürieren Bestandteile des Eintopfes und rühren das zurück

Sobald wir dem Eintopf, Sättigungsbeilagen wie Reis, Nudeln, Kartoffeln usw. zu gegeben haben und die zusammen mit dem Fleisch, Fisch usw. gebraten und gekocht haben, haben wir auch die passende Sauce in dem Saft. Bisweilen können wir auch mit Gewürzzugaben, den Geschmack noch etwas beeinflussen. Dieser Püreezubereitung können wir geschmacksgebende Pürees in Form von Wurzelgemüse, Pilzen usw. zusetzen. Das geht auch mit einer Frischezugabe. Zu beachten ist dabei, sobald diese Frischezugabe zugesetzt wird, ist der unmittelbare Verzehr, Pflicht. Das läßt sich einfach nicht lagern oder aufbewahren. Sollte die Sauce oder das Gericht mit Frischeanteil nicht aufgebraucht werden, muss Alles zusammen, noch einmal aufkochen. Dafür eignet sich bei kleineren Mengen auch eine Mikrowelle (abdecken nicht vergessen bitte).

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