Ausfahrt 261121


Ausfahrt 261121

Die heutige Ausfahrt führte uns an den Gardasee. Da war es tatsächlich fast zehn Grad wärmer als bei uns hier.

Und nicht nur das.

Offensichtlich ist bei uns der Benzinpreis an die Temperatur gebunden. Benzin und Diesel waren auch zehn Cent niedriger.

Bisher dachte ich, der Benzinpreis ist an den Gaspreis gebunden.

Wir hatten auch eine Kontrolle von freundlichen Carabinieri. Ausweiskontrolle.

Wie wir wissen, befinden sich einige Gemeinden in Südtirol im Ausgangsverbot. Und schau. Am Gardasee wird das kontrolliert. Die Carabinieri aus Malcesine kennen uns Südtiroler.

Die Strecke von Riva nach Garda herrscht eine Geschwindigkeitsvorgabe von 50 km/h. Auf zwei Kilometern darf man dem Tod in die Augen schauen und 70 km/h fahren.

Durch die Ortschaften wurden wir laufend überholt, weil wir 50 km/h fuhren. Überholt wurden wir mit deutlich über 50 km/h; ich schätze, 70km/h und mehr. Die Überholer waren, und jetzt halten wir uns fest, ausnahmslos Frauen. Und jetzt kommt der Clou. Alle diese Überholer (-innen) fuhren einen Panzer. Das sind die Geräte, die sich an Fußgängerschutzstreifen schlecht bremsen lassen.

Waren es nicht die Frauen, die lautstark, die Sicherheit ihrer Kinder im Straßenverkehr forderten? Genau aus dem Grund, wurden so viele teure Blitzeinrichtungen gebaut. Natürlich für Ortsfremde.

Kleine Ausfahrt 061121


Heute bin ich über den Gampen nach Mezzolombardo und zurück über Salurn, Laag und Kaltern. Natürlich habe ich im Jacky Pub einen doppelten Macchiato im Freien getrunken. Eigentlich besuche ich gelegentlich Gaststätten oder Märkte, um für meine Bücher zu werben. Ich bin der Bettler, der dort seine Visitenkarten verteilt.

Auf dem Gampen fällt gerade der Schnee, der sich in den Baumkronen gesammelt hat. Die Tour ist also nicht einfach. Stellenweise gibt das eine geschlossene Schneedecke. 

Ausfahrt 301021


Eigentlich wäre heute ein verlängertes Wochenende. Zu den Zeiten haben wir in der Küche, Blut und Tränen geschwitzt. An so einem Tag kann ein Arbeiter in der Gastronomie umgehend lernen, dass unsere Mitbürger zu 80% das sind, was eine Riesenschlange kurz vor dem Schwanzende trägt. 

Wir haben es Denen heute gleich getan und sind, wie Alle, an den Garda gefahren. Die Fotos reiche ich nach. Ich habe jetzt Hunger und bin etwas müde. Und was soll ich sagen? ein Stau; nirgends.

Zwei Drittel der Kneipen zu. Ein paar mit Gästen; das war’s.

Leider, und das betone ich, konnte ich eine sehenswerte Regatta auf dem Garda nicht fotografieren. An unserem Heck hing ein zäher Stoßstangenküsser. Eine leichte Bremsung hätte den durch unser Auto befördert.

Eigentlich, und das ist schade, wollte ich mit dem Moto fahren. Ich spüre nix mehr von Schmerzen; nur mitunter einen leichten Druck, wenn ich es übertreibe. Bei uns waren es zum Start, zwei Grad. Und das hat mich abgehalten. Wegen der Autoschlange und dem bisweilen rücksichtslosen Inhalt von Ellbogenpolierern, befürchtete ich dabei Rutschmanöver. Und die kann ich im Moment, sehr schlecht, schmerzlos abfangen.

Der Blick von Masi di Vigo in Richtung Monte Alto/Monte Corno

Fortsetzung Die Ermittlung


Der Abend ist gelaufen. Toni und Monika verabschieden sich von Marco. Marco möchte noch etwas überprüfen zu Hause. Sie verabreden sich für morgen im Büro.

Die Zwei schaffen die letzte Seilbahn. An der Tür hängt heute kein Beutel. Toni hatte nichts bestellt. Es ist noch etwas vom Vortag zu Hause.

Am Morgen fahren Beide wieder mit dem Motorrad. Sicherheitshalber nehmen sie Regenkombis mit. Eine Schlechtwetterfront wurde angekündigt.

Im Büro tragen sie alle Aussagen zusammen und beratschlagen den weiteren Weg. Das Telefon klingelt. Ein Hotelier ist dran. Die zwei Hilfskräfte sind schon angekommen. Gleichzeitig. Toni staunt. „Sind die geflogen?“

Tatsächlich. Die Kollegen wurden eingeflogen. Die erste Nacht verbrachten sie im Hotel.
„Die haben wir gestern erst bestellt“, sagt Toni.

„Eine flotte Truppe“, antwortet Monika.

In der folgenden Arbeitsbesprechung besprechen die Fünf, Milos, den Pole, im Hokus Pokus zu platzieren und Garbor, den Ungar, in Bozen im Hotel Sonnenuntergang zu beschäftigen. Dort arbeiten sowohl polnische als auch ungarische Kollegen. Bis auf Zwei, schlafen sowohl die Kolleginnen als auch die Kollegen in den Mietshäusern. Hannes hat sie vorübergehend in einer kleinen Wohnung für den Hausmeister in der St. -Vigilstraße untergebracht. Direkt im Zentrum der Ermittlungen.

Marco ist abends noch in der Stadt, Streife gefahren. Er hat die Trentiner-, die Schlachthof- und die Innsbrucker Straße abgefahren. Er nimmt sich vor, am kommenden Tag noch andere Straßen zu kontrollieren. Ihm kam vor, er hätte einige Kolleginnen Dareks an der Tankstelle gesehen und einige andere, vor einem Imbissbetrieb auf der Innsbrucker Straße. Monika ist bereit, morgen eine Streife mit zu fahren. Toni will eine Extratour fahren. Milos und Gabor ermitteln getrennt in den Mietshäusern.

Die Kollegen vereinbaren, eine Nachtschicht einzulegen. Monika fragt, ob sie ihren scharfen Fummel anziehen soll. „Die kennen dich bereits. Das würde uns verraten“, sagt Marco. „Wir hätten gleich eine Kollegin aus Ungarn oder Polen mit anfordern sollen. Ich werde das heute nachholen.“

„Die können wir aber nicht bei den Kollegen schlafen lassen“, antwortet Toni.

„Nein. Die Kollegin bekommt ein Zimmer im Sonnenuntergang.“

„Die hat es gut. Da werde ich morgen mal mit vorbei schauen“, sagt Gabor.

„Die scharfen Ungarn wieder“, scherzt Monika.

„Ich gehe auch mal nachschauen“, sagt Milos.

„Sandwich?“, fragt Monika.

„Bist du neidisch?“, fragt Gabor zurück.

Gabor ist schon ein hübsches Bürschchen.

„Der bekommt sicher viel Trinkgeld beim Bedienen“, sagt Toni. Toni kennt die Südtiroler Frauen.

Fortsetzung folgt

Sellajoch auf einer Wintertour

Fortsetzung Die Ermittlung


„Nachdem, wie ich es sehe, bekommen wir reichlich Bewegung“, stellt Toni nach dem Studium der Unterlagen fest. „Wir kommen auch wieder Mal ins Pustertal. Wie ich sehe, nach Toblach, Reischach und nach Kiens.“

„Das klingt interessant“, sagt Monika.

„Wir haben bisher kaum Spuren. Wir suchen die Nadel im Heuhaufen“, sagt Marco. Er wirkt verzweifelt. „Das Schlimmste ist eigentlich, dass wir nicht in die Personalzimmer können. Wenn sie dort Diebesgut lagern oder mitführen, sind wir bis jetzt machtlos.“

„Mit einer Vollmacht könnten wir schon nachschauen“, sagt Marco.

„Gibt es die eventuell blanko?“, fragt Toni.

„Ich kümmere mich“, antwortet Marco.

„Jolka hat eine Kollegin oder Freundin“, sagt Monika. In allen Betrieben, in denen Jolka arbeitete, arbeitete auch ihre Freundin. Sie heißt Dunja.“

Monika wird für die zwei Kommissare immer wertvoller. Sie hätten das nicht im Geringsten gemerkt.

„Von der Freundin, Dunja, ist der Bericht vom Patronat oder vom Arbeitsamt zu ziehen“, sagt Marco. Er wirkt heute etwas nervös. Die Ermittlung zieht sich zu langsam hin. Toni spürt das.

Beim weiteren Studium der Unterlagen entsteht der Eindruck, mit den Diebstählen kann der Tod Soltans nicht unbedingt zusammen hängen. Es muss andere Motive geben. Vielleicht ist es gar eine Beziehungstat? Toni schüttelt den Kopf. Wer bringt in dem Umfeld seine Freunde und Kollegen um? ‚Die haben doch alle untereinander intime Beziehungen‘, denkt er sich. Moni sieht das Rauchen des Kopfes von Toni. Als könnte sie ahnen, an was Toni gerade denkt, sagt sie ihm aus eigener Erfahrung: „Unterschätze nicht die Beziehungen der Saisonarbeiter untereinander.“

Marco lässt ein Schreiben aufsetzen, mit dem die Vermieter der Personalzimmer offiziell gebeten werden, aufmerksam die Zimmer der vorläufig Verdächtigen etwas genauer zu kontrollieren. Diebesgut ist zu melden. Ohne Aufruhr. Toni ist sich fast sicher, die Vermieter gehen von sich aus schon die Zimmer der Saisonkräfte durchwühlen. Irgendwie kennt er seine Landsleute. Er kennt zwei Saisonkräfte persönlich, die das sogar heimlich gefilmt haben. In Privaträumen ist das erlaubt. Sobald die Zimmer vermietet sind, sind es Privaträume. Und dort darf man filmen. Er hat diesbezüglich mal einen Streit geschlichtet. Zum Glück konnten sich die Parteien einigen. Der Vermieter wollte lediglich vermeiden, in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein. Rauschgifte sind auch in Südtirol ein Thema. Bei dem Gedanken, öffnet sich die Ermittlung noch etwas. ‚Ist vielleicht Rauschgift mit im Spiel?‘, denkt er sich. Er fragt seine Kollegen. Marco weiß, wovon Toni spricht. Er hatte früher einige Fälle mit österreichischen Saisonkräften. „Dem Gedanken folge ich nicht so direkt. Saisonkräfte aus Osteuropa sind einfach zu arm für den Rauschgiftkonsum.“

„Und für den Handel damit?“, fragt Toni.

„Naja. Für den Handel braucht es schon auch Einiges an Kapital. Für Lau macht das auch da Keiner.“

Der Gedanke gefällt Toni. Trotzdem wird er das Thema im Auge behalten.

Fortsetzung folgt

Blick von Molveno in die Brenta vor sechs Jahren im November

Giro 231021


Früher bin ich an Wochenenden nicht gern gefahren. Und wenn doch, waren es Arbeitswege weit vor und nach dem touristischen Verkehr. An der Töll staut es wie immer. Vor zwanzig Jahren hat man uns versprochen, gerade dort, den Verkehr staufrei zu gestalten. Das Ding ging nach Hinten los:-)) Vielleicht hätte man diesen oder jenen Bürger oder Bürgermeister fragen sollen. Diese Millionen sitzen aber sicher im Sand von Jesolo:-))

Blick auf Bozen vom unteren Gampen aus:

Blick von St.Felix:

Blick von Laurein zur Brenta:

So entstehen meine Buchcover:

Natürlich war das die erste Giro auf ziemlich anspruchsvollem Gelände (Brezer Joch) mit dem Bruch. Dem entsprechend unbeholfen war auch mein Fahrstil. Meine Zweiradkollegen, die ich traf, mögen mir das bitte entschuldigen. Auf der Tour meide ich es, abzusteigen. Eine Tour findet praktisch zwischen zwei Pinkelzeiten statt.

Fortsetzung Die Ermittlung


Am Morgen im Büro sind die restlichen Meldungen vom Arbeitsamt und von den Patronaten angekommen. Beim Studium und dem Vergleich der Daten, fallen Monika, Namen auf. Namen, die auch im Zusammenhang mit den Österreichischen Autodiebstählen stehen. Toni schüttelt den Kopf, als ihm das Monika mitteilt. Marco schlägt umgehend vor, Monika als freiberuflichen Detektiv einzustellen. Die Anträge lässt er im Büro verfassen. Bei seinem Vorgesetzten will er damit selbst anfragen.

Das Team um Marco kümmert sich also jetzt um die Diebstähle, die Ermordung Soltans und versucht, Zusammenhänge zu finden. Jetzt kommt genau der Moment, den Toni schon befürchtete.

Von den Österreichischen Kollegen bekommen sie sämtliche Namen und Fotos der vermeintlichen Bandenmitglieder. Mittlerweile geht es nicht mehr nur um Autodiebstähle. Das Ganze scheint sich auf Wohnungen, Hütten, Garagen und Schuppen auszudehnen. Toni bestellt schon zwei Beistelltische für sein Büro. „Die Akten werden uns erdrücken“, sagt er lächelnd.

Monika schlägt vor, Opfer von Diebstählen zu befragen. Dazu bestellen sie extra noch Protokolle über die Aussagen der Opfer. Die Kollegen haben das schön geordnet nach dem Diebesgut. Es fängt mit Fahrrädern an und endet bei Spielsachen, Skiern und Fahrzeugteilen. Eine Sparte behandelt den Diebstahl von Fahrzeugpapieren und Unterlagen. Toni muss lachen, als er sieht, eine Sparte für Ersatzreifen und Bordwerkzeug gibt es auch. Monika findet eine Sparte mit Sexspielzeug.“Was die Leute alles im Auto mitführen“, sagt sie lachend. „Da fehlt nur noch die Sparte für Kücheneinrichtungen.“

Die Drei stellen fest, viele Saisonkräfte, die in den Sommermonaten in Südtirol gearbeitet haben, taten das im Winter, in Österreich. An die Schweizer Daten kommen sie im Moment nicht heran. Das erscheint ihnen auch weniger wichtig.

Jetzt gehen sie daran, die einzelnen Arbeitsstellen zu erfassen und wer, wo gearbeitet hat. Damit hoffen sie auf Zusammenhänge. „Bei diesem Fall gewinnt die Büroarbeit“, stöhnt Toni. „Wir kommen selten vor die Haustür.“

„Da wird nix mit Spesenkost im Feinschmeckerparadies“, scherzt Marco.

„Da gibt es wieder trocken Brot mit etwas Speck“, antwortet Monika.“Zum Glück wird wenigstens das Trockenfleisch nicht alle“, pflichtet Toni bei.

Fortsetzung folgt

Gelegentlich suche ich in meinem Fotoarchiv nach Fotos aus der Vergangenheit. Diese Fotos stammen vom Parkplatz Nago, oberhalb von Torbole aus dem Jahre 2013. Sie wurden am sechsten Januar geschossen.

Damals bin ich noch mit der 1250 GSXFa gefahren:

Kleine Giro am 201021


Die Runde heute führte mich über Bozen, Völs, Kastelruth nach St. Ullrich, von dort über St Peter imTal nach Klausen und dann nach Hause. Die Giro war keine Freude, um es ehrlich zusagen. Auf der A22 war Stau und der Lastverkehr fuhr polternd – ausweichend über die Landstraße. Nicht nur das. Ich habe selten oder besser gesagt, nie, so viele Schüttguttransporter getroffen wie heute. „Wir bauen auf und reißen nieder…“, wäre fast schon die passende Antwort. Die 20-Meter-Stücke mit neuem Bitumen, werden es uns danken. Schon morgen sehen sie so aus wie die alten Stücke zwischen drinnen. 

Ich konnte nur ein Bild schießen. Ein Trauerspiel.

Kleine Ausfahrt-Auto-191021


Heute hat uns unsere Ausfahrt nach Madonna di Campiglio geführt. Hinzu ging es gut; zurück war eine Katastrophe. Wir hatten uns leider für die Autobahn entschieden.Grausam!

Der Blick von Profeis aus

“ Madonna“ – Golf
Blick über Pinzolo
Hier gibt’s den besten Kaffee in Pinzolo

Kleine Ausfahrt-Auto-181021


Wir waren heute etwas mit dem Auto unterwegs. Die Fotomöglichkeiten sind da natürlich erheblich eingeschränkt. Zuerst waren wir bei einem ehemaligen Arbeitsgeber, dem Peter auf dem Sulfnerhof in Hafling und dann sind wir Oben entlang nach Mölten und Terlan gefahren. 

Motorradbesuchern empfehle ich, die Runde ab Terlan in Richtung Hafling zu fahren. Die Straßenseite ist einfach besser. Beachten Sie bitte die Reifbildung in der Höhe und Umgebung. Die Zunge ist also gerade in den Mund zu nehmen. 

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