Giro 290522


Joana hat frei. Erleben Sie einen freien Tag einer Arbeitskraft, die in Sechs – Tag – Woche dient.

Der heutige Giro führte uns mit dem….Auto – leider…an den Gardasee. Bei uns waren die Straßen noch zu nass. Joana hat da Angst im Angesicht der LKW – Kolonnen. Wir mussten über den Gampen fahren. Im Etschtal war der Verkehr zu dicht.

Allein bis zur Abfahrt Meran – Lana haben wir die Bekanntschaft von rund 30 internationalen, überladenen 48 – Tonnern gemacht, die fleißig unsere Straßen und alten Fußgänger zertrümmern.

Die Kennzeichen diverser Kinder- und Seniorenmörder scheinen auch zu wandern. Offensichtlich gibt es in Polen, Ungarn, Bulgarien und Westeuropa nicht mehr genug verhungerte Sklaven, die sich bereit erklären, für den Job – Kraftfahrer, jahrelang ihre Familie nicht sehen zu wollen. Vom mangelnden Versicherungsschutz, der Betreuung der Fahrer inklusive Lohnzahlungen durch die Briefkastenfirmen wollen wir gar nicht erst anfangen.

Es könnte auch sein, das sich europäisches, Reichsdeutsches Unrecht langsam auf andere Länder ausdehnt und in den Baltischen Sklavenniederlassungen in Form von Ostkolonien einen fruchtbaren Boden findet. Von dort kommen jetzt mehrheitlich die ortsunkundigen Kreuzfahrer. Der Gag ist, die bewegen sich sogar den Gampen rauf, auf dem sie gar nichts zu suchen haben. Bereits das zweite Mal von zwei Auffahrten zum Gampen, dürfen wir deren alpinen Fahrkünste bewundern. Sie bestehen in der absoluten Unfähigkeit, eine Serpentine fahren zu können. Und das…bekommt Europäische Führerscheine für Schwerlastverkehr. Nicht umsonst sind jetzt täglich Krankenwagen, Hubschrauber und Feuerwehren zu hören. An den Lastern hängt das gesamte „namhafte“ Containerwesen der Ausbeutergemeinschaft EU. Selbst die verurteilten Kriegsverbrecherfirmen sind dabei. Natürlich mit zwei verschiedenen Autonummern. Hinten den der Containerbesitzer und Vorne, die des Sklaventreibers. Die Angehörigen der breit gewalzten Kinder und Großeltern können dann ganz leicht versuchen, sich an dem Sklaven schadlos zu halten, der ganz sicher nicht aus dem Land kommt, wie das Nummernschild der Zugmaschine. Man könnte jetzt den LKW beschlagnahmen. Das gibt aber Streit mit dem international, niedergelassenem Leasingunternehmen. Und wer will schon gern mit einem Karibikland um die Haftung eines litauischen Nummernbesitzers nebst lettische oder estnischen Fahrers streiten. Man sperrt also den Fahrer ein und versucht, dessen Frau auf dem Strich in irgendeinem lettischen oder litauischen Massagesalon zu finden. Der Frau wird dann mitgeteilt, dass ihre erfickten Einkünfte nicht für die Familie drauf gehen, sondern für die Befreiung ihres Mannes. Das ist der echte, gelebte Europäische Gedanke in Reichsform.

An den Targas der LKW kann der Landsmann leicht erkennen, welcher verratenen Region Europas es zur Zeit am schlechtesten geht.

Gefahren sind wir über Andalo. Dort war Alles – Wolken verhangen wie am Gampen. Es gibt kein Foto des Giro. Sobald wir uns von den jeweiligen Spitzen bekannter Berggruppen entfernen, wird der Himmel blauer. Genau da können wir aber nicht fotografieren, weil auf den freien Flächen garantiert ein Campingauto mit deutscher Targa steht. Die umliegenden Wälder riechen nicht mehr nach frischen Wald – sondern nach Hefepilzen. Pfui Teufel.

Es fällt mir also auf so einer Tour auch schwer, unsere Wälder mit meinem frischen Kaffeeurin zu versorgen und sie einer Koffeinkur zu unterziehen.

Unsere Tour führte uns über das menschenleere Andalo zum Molvenosee. Selbst da waren schon die meisten Bettenkapazitäten geschlossen. Wir reden von der Zeit, zu der ich früher am liebsten ausgefahren bin. In Richtung Ponte Arche waren fast nur Handwerker unterwegs. Von da an ging es relativ ruhig bis zum Tennosee. Und schon begegnen uns die Kolonnen mit dem Kriegsverbrecherauto der Nazifamilie Porsche. Offensichtlich sind viele Menschen bereit, dem Mörder ihrer Eltern auch noch das passende Schutzgeld zu überweisen. Die Macht der Gewohnheit oder des Unwissens. Bei manchem Verhalten der Piloten gehe ich eher von reiner Mitwisserschaft und Unterstützung aus.

Man möchte den Passanten zeigen, zu was man fähig ist. Die Nachkommen der Eltern von den Gaszügen der Familien Quandt und Porsche wissen wahrscheinlich etwas mehr. Man bezichtigt die einfach der Dummheit und des Neides beim Gläschen Sekt am Rande diverser Rallyes. Nebenbei zahlt man mit Brieftaschen aus echter Menschenhaut. Gas gebleicht natürlich.

Am Garda waren dann Reichsfestspiele in Aktion. Ende September. Von Riva bis Garda kann Keiner anhalten. Jeder freie Platz ist belegt mit einem umgebauten Liefer- oder Campingauto. Zum Glück, gebührenpflichtig. Das führt aber wiederum zu einem recht hohen Carabinieriaufkommen. Man muss kontrollieren, ob die Teutschen bezahlen. Auf einem freien Platz stehen die Autos mit deutscher Targa in Dreierreihe übereinander. Wie die dort rauskommen, lassen wir unbeantwortet. Praktisch geht das nur im organisierten Bandenwesen.

Also, in Deutsch: Wir konnten nirgends anhalten. Selbst das Pinkeln kann in den Fällen nur während der Fahrt erfolgen. Es sei denn, man verfügt über recht luftige Backen.

Die Deutschen fahren tatsächlich in den Trubel aus ihrer verschissenen Stadt in den Trubel an ihrem verschissenen Massentreffen, um sich zu erholen.

Die können sich wahrscheinlich nur protzend erholen.

Die Heimfahrt wollten wir über die Autobahn zurück legen. Stau. Baustellen in der Saison. Eine nach der anderen. Wir konnten nicht einmal abfahren.

Ich sage nur eins: Wer denkt, am alpinen Saisonende eventuell eine Erholung am Garda zu finden, wird wohl eher warten müssen, bis er gefroren ist.

Mit dem Auto jedenfalls, können Sie das vergessen.

Je teurer das Auto, desto teurer wird nur der Furz, der im Fahrerpolster landet, während Sie stundenlang im Stau stehen.

Das Foto vom Molvenosee ist nicht von heute

Giro 180922


Ich komme gerade von einem kleinen Giro zurück. Der Appetit auf ein paar Pilze

hat gewonnen. Ein Pfund reicht. Nicht ein Pilz hatte eine Wurm.

Gesucht habe ich genau fünf Minuten.

In der Brenta gab es heute ein ganz besonderes Licht. Das hat mich gereizt. 

Ausfahrt 130922


Joana hatte heute frei. Jetzt, nachdem sich ein Großteil der Touristen zurück gezogen hat, traut sie sich wieder auf den Sozius. Ich selbst, bin nur in Ausnahmefällen gefahren. Eigentlich steht der Verkehr im Vinschgau – und nicht nur dort – täglich, seit zwei Monaten, mehrere Kilometer lang. Zeit haben die Wenigsten. Die Touristen sind ja nicht im Urlaub in einem fremden Land hier. Nein! Sie sind ja hier im Deutschen Reich. Da können wir den Einheimischen schon mal zeigen, wo der Hammer hängt.

Wenn ich nicht die Ampel zur Einfahrt auf die Staatsstraße benutze, warte ich glatt dreißig Minuten, ehe mich Einer einfahren lässt. Man hat es eilig und ist im Handy- und Tunnelblick.

Joana möchte gern zum Molveno. Das ist normal eine gemütliche Zwei – Stunden – Tour.

Bei der Auffahrt zum Gampen, durften wir noch restliche Touristen mit ihren alpinen Fahrkünsten erleben. Sie fuhren im Caravan. Geliehene Autos fahren wir niemals Rechts. Wir nutzen grundsätzlich die Straßenmitte. Nur eben schade, wenn im Gegenverkehr satte, lange, 48 Tonnen angerollt kommen. Dann ist nichts mit Ausholen in den Kurven. Gelegentlich verlieren wir auf die Art einen Spiegel. Das macht dann Tausend extra bei der Rückgabe. Wenn mer die Urlaubskasse versoffen haben, müß‘ mer eben bei dem Verleiher, einen Monat lang die Leihautos waschen. Köche, Zimmermädchen und Kellner in Saisonarbeit, können nur ihren Lohn verpfänden. Die haben frei, wenn der Autoverleiher schläft. Es bliebe ja noch die Möglichkeit, mit dem Autoverleiher zu streiten. Das wäre die deutsche Variante auf Kredit bei der Rechtsschutzversicherung.

Ansonsten, sind eben vier Monatsgehälter weg. Das macht mit der neuen Stromrechnung zusammen, Mietausfall und Obdachlosigkeit. Und das im Urlaub.

Ich habe uns ein paar Bilder geschossen. Ohne automatische Belichtung. Zum nach Bearbeiten. Die meisten Bilder habe ich am See geschossen. Heute gab es endlich mal die Gelegenheit, ein Bild an einer sonst unmöglichen Stelle zu knipsen. Das liefere ich im Laufe der Woche. Ich muss mich erst mal von den Protesten Joanas erholen. Sie saß auf dem Sozius bei der Aktion.

Die Rückfahrt führte uns über Sarche, am Toblinosee vorbei, nach Trient. Wir konnten heute Preisunterschiede von nahezu 20 Cent auf den Liter Benzin erfahren. Beim Diesel waren es 10 Cent. Bis zum Oktober scheint sich die Tankausfahrt ins Trentino zu lohnen. Im PKW. SUV‘s müssen bis Kroatien:-))

Ausfahrt 120922


Jetzt, nachdem ich „Steinschlag im Suldnertal“ fertig habe, habe ich mir einen Tag Pause verdient, glaub ich. Ich drehe also eine Giro. Für den Montag, an dem gewöhnlich das halbe Land arbeitet, habe ich mir nicht zu viel vorgenommen. Auer, Montan, Lavazze und das Eggental zurück.

Zwischendurch habe ich mir ein paar Pilze gesucht. Und gefunden. Ein Pfund. Das reicht für Zwei. Butterpilze. Die isst hier so und so Keiner.

Die Pilze sind absolut wurmfrei. Ich hätte sie blind abschneiden und kochen können.

Auf dem Plateau vom Lavazze habe ich eine Südtiroler Milchfrauengruppe bei der Wanderung fotografiert. Das Bild muss ich noch etwas bearbeiten. Ich hatte nur das Handy mit. Eigentlich reicht das. Aber Vergrößerungen und Wackeln…naja…das sind die optischen Ergebnisse, die eben stark bearbeitet werden müssen. Die Arbeit überlassen wir dem Rechner und Gthumb.

Motoristi waren zu Hauf unterwegs. Deutsche, Schweizer und Landsleute. Rammler habe ich heute keine getroffen.

Mit fiel auf, im Eggental wird Mitte – Ende September die Mittel- und Seitenmarkierung der Straße erneuert. Wir sollen im Schnee die weißen Straßenränder gut erkennen.

Der klügste Straßenbauerfolg ist bei uns in der Töll zu sehen. Das gesamte Vinschgau wird begradigt und beschleunigt. Und ausgerechnet an der Töll, die früher schon ein besonderer Sammelpunkt war, baut der klügste Ingenieur, eine Fuß- Radüberweg mit Ampelsteuerung:-)) Offensichtlich sind Schreibtische gefährlicher als das Corona – Virus:-))

Ausfahrt 040922


Heute sind wir zusammen eine kleine Giro gefahren. In Andrian sind wir in Richtung Mölten abgebogen. Oben ist die Temperatur angenehm.

Ich habe uns ein paar Fotos mit dem Handy geschossen.

Motoristi waren reichlich unterwegs. Natürlich auch wieder ein paar Rennfahrer. Und das, am Sonntag.

Natürlich war es nicht so kühl wie auf dem Stilfser Joch. Die Radfahrer berichteten von 4° Celsius auf dem Joch. Das sind in etwa, zwanzig Grad kälter als Unten. Für Ende August – Anfang September ist das trotzdem normal. Ich hatte auf der Seiser Alm, Ende August, oft auch schon Schnee.

Unseren Abschluss haben wir bei Peter im Sulfnerhof gemacht. Das Foto habe ich bisweilen schon mal anders gezeigt.

Auf der Vinschger Straße stand in Richtung Meran/Bozen, der gesamte Verkehr. Stau. Ich rede von Campingautos, Campinganhängern, Cabriolets, SUV usw. mit Deutschen/Österreichischen/Schweizer Nummern. In Mölten trafen wir schon die ersten Rumänischen Obstglauber. Sie haben eine Ausfahrt in Familie unternommen und wollten gern von uns fotografiert werden. Dabei haben sie sich hinter meinem Moto platziert und wollten unbedingt mit dem Moto zusammen abgelichtet werden. Liebe Grüße nach Rumänien.

Ausfahrt 030922 – Radtag Prad


Es ist etwas spät. Aber uns fehlt noch der 3. September. Das war der Tag des Rades am Stilfser Joch.

Ich habe mein Xubuntu auf 2204 geupgradet. Das dauert bisweilen etwas. Gegen Windows, sind das aber wirklich kleine Unebenheiten. Schade, mein Pysol läuft nicht mehr. Mal sehen.

Es gab einen Unfall, berichten uns die Fahrer. Ich lese keine örtlichen Medien mehr, seit dem die uns mit abgeschriebenen Meldungen über die Ukraine, Viren und Geld verarschen. Ich will denen nicht auch noch Klickzahlen liefern für falsche Meldungen aus braunen Kanälen.

Auf das Joch sind sogar schwangere Frauen gefahren. Ich staune. Trotzdem muss ich sagen, als Zweiradfahrer wäre mir des etwas zu gefährlich. Als ehemaliger Rennradfahrer gestehe ich aber ein, die Steigung ist halb so schlimm, als sich das diverse Radler oder Nichtradler vorstellen. Wir reden von wirklich flachen Serpentinen, die höchstens in manchen Kurven etwas streng wirken.

Berg abwärts jedoch, das muss ich gestehen, kann bisweilen schon dieser oder jener Bremsgummi auslaufen. Insgesamt war ich da, nur um zu vergleichen, ob das, was ich in meinem Krimi geschrieben habe, tatsächlich so ist heutzutage. Es ist so.

Die Straßenränder habe ich jetzt nicht absuchen können. Auch nicht den Platz, an dem ich das Cover fotografiert habe.

Trotzdem bin ich irgendwie glücklich, von weniger Unfällen erfahren zu haben als ich befürchtete. Gerade Rennräder mit ihren sehr schmalen Reifen, reagieren schon bei relativ kleinen Steinchen, ungeheuer. Damit will ich auch sagen, dieser Sport ist erheblich gefährlicher als Motorrad fahren. Leider wird das zu selten so wahr genommen und mitunter als harmlos betitelt. Das ist es nicht!

Trotzdem freue ich mich, auf der Straße endlich Radfahrer gesehen zu haben, die wirklich ein gelb leuchtendes Laibchen anhatten. Das ist Vorschrift, die, gerade in den Pässen, sträflich vernachlässigt wird.

Ich sag es gern noch einmal: Ein Motorradfahrer kann Sie auf dem Rad nicht oder nur sehr spät sehen! Kommt dem Motorradfahrer ganz zufällig noch ein Kurven schneidender oder – ausholender SUVTräumer entgegen, dann…ist es zu spät für den Unsichtbaren. Und wenn die noch in einer Zweiersektion nebeneinander kurtschen, dann dürfte sich schon die sehr frühe Bestellung eines gesegneten Platzes auf dem örtlichen Friedhof rechnen.

Ansonsten ist es genau so, wie ich es im Krimi beschrieb. Die Zapfsäulen sind belegt von Lieferautos in allen Größen. Von Autos mit Dach- und Heckgepäckträgern nebst Anhängern in allen Größen. Die 300 – Euro – Sonnenbrillen sind tatsächlich ausverkauft und die 150 – Euro Shirts in dunklen Farben auch. Gelbe -, ja welch ein Wunder, gibt es noch. Wir reden also nicht von Volkssport, bei den Radpreisen nebst Anfahrt und Unterkunft, sondern von einem Sport für früh pensionierte Privilegierte. Und genau das spürt der Zuhörer schon bei dem Getue und den Gesprächen der Radler untereinander. Es gibt wenige sehr freundliche, offenherzige Ausnahmen.

Die Teller nach dem Fünf – Gänge – Menü waren leer geputzt. Man könnte fast den Eindruck bekommen, die zehn Euro Aufpreis für das Menü sind allein für den Einkauf der Lebensmittel drauf gegangen. Das Kochen, Servieren und Spülen des Geschirrs, war gratis und wird auch so erwartet in den Kreisen. Was soll ich sagen? Unter den Bedingungen würden wir auch gern etwas Rad fahren:-))

Im alltäglichen Leben ist das leider etwas anders. Jeder Arbeitsweg auf dem Rad, kann der letzte sein. Dafür werden die Straßen nicht gesperrt. Und wer fährt schon gern auf den millionenschweren, extra gebauten Radwegen? Wir stülpen uns ein Profidress mit Werbung über und denken, die Straße ist unser.

Nur nebenbei: Die Vinschger Straße erlebt seit zwei Monaten täglich einen Stau in Richtung Meran Bozen. Nicht etwa nur zu den Stoßzeiten. Ich rede von einem Dauerstau. Durch diesen Stau, meine Damen und Herren, muss sich das Personal der Gastronomie bewegen! Das sind die Leute, die Ihnen die Zimmer putzen, das Essen kochen und servieren. Versuchen Sie ausnahmsweise mal, Rechts zu fahren und dem Verkehr statt dem Handy zu folgen.

Das ist der Blick von Mölten ins Unterland

Ausfahrt 020922


Radtag in Prad

Kleiner Hinweis vorneweg: Ich habe die Rechtschreibeprüfung aktiviert und die gibt mir witzigerweise als Vorschlag für Radlerhöschen –

Radleerhöschen

Und da soll einer sagen, über den Westdeutschen Duden kann man nicht lachen.

Mein heutige Ausfahrt führte mich nach Prad. Der Verkehr auf der Hinfahrt war angenehm und nicht zu hektisch. Und das am Freitag. Man staunt.

Motoristi kamen mir sehr viele entgegen. Einige fuhren mit mir in Richtung Reschen.

Mein Ziel heute war Prad. Ich wollte mal sehen, wie der Radtag in Prad abläuft. Schließlich ist ein Radtag oder Radrennen, das Grundthema meines Krimis „Steinschlag im Suldnertal“.

Was soll ich sagen. Ich habe mir bei dem Besuch jetzt heimlich auf die Schulter geschlagen für meine Kenntnisse. Ich sage: Es ist genau so wie beschrieben.

Dieses Mal treffen sich aber Amateure da und unter ihnen sind sicher, ganz sicher, auch alte Profis. Und für die Ehrgeizigen unter ihnen, wird das sicher ein Rennen.

Alle die Jungs sehen frisch, braun gebrannt und irgendwie frisch gespritzt aus. Wollen wir hoffen, unser Weißes Kreuz hat reichlich Posten unterwegs zu stehen. Wir dürfen wieder mit Herzschlägen, Gehirnschlägen und vielen anderen Umdeutungen rechnen. Ich weiß jetzt nicht, wie viele Zeugen dafür bereit stehen. Sicher genug.

Wie erwartet, sind alle Hotels des Ortes belegt. Die Tankstellen haben Hochkonjunktur. Die überteuerten Drahtesel werden ja gepolstert, in Heizecken eingewickelt und hinter verdunkelten Scheiben der Transporter an den Berg gekarrt. Ganz umweltfreundlich – selbstverständlich.

Die Gesunden, Braun gebrannten, am Arsch gepolsterten und mit Spezialschuhen ausgerüsteten Radler, werden morgen das mehrere tausend Euro teure Vehikel zum Joch rauf treten. Natürlich ganz zünftig in einem Trikot für 250 aufwärts und in strammen Radlerhöschen für 300.

Die Vorbereitung ist heute schon gelaufen. Ein Fünfgangmenü mit Salatbüffel, Speck als Vorspeise, ein Pfund Nudeln mit Tomate, ein Schweineschnitzel zu Ofenkartoffel und einem zünftigen Strudel als Abschluss. Das Bier fließt gut.

Morgen werden wir am Straßenrand hunderte Präparate finden gegen Bauchschmerzen, Wadenschmerzen, Kopfschmerzen, Halsschmerzen und…Zahnschmerzen. Das Schweineschnitzel sollte durch gebraten sein.

Also Ihr Lieben, der Bericht wird ein Zweiteiler. Morgen kommt dann der Rest…oder, wenn ich zu spät rein komme, eben Übermorgen.

Denn morgen wird ein zünftiger Regen erwartet.

Kleine Giro 020822


Meine kleine Giro führte mich heute über das Ultental nach Profeis und von dort über den Gampen zurück. Eigentlich wollte ich nur einen Imbissbetrieb besuchen, von dem aus wir über den Stausee von Gles schauen können. Was habe ich dabei festgestellt? Unsere Italienischen Landsleute sind schon wieder fleißig am Pilze suchen. Die Parkplätze zwischen den Tunnels auf der Profeiser Straße sind voll. Im Wald duftet es auch schon nach Heidelbeeren. Bei meinem Zwischenstopp wollte ich gern sehen, wie weit der Bau am Bachwiesel ist. Dort trinke ich gelegentlich ein Käffchen. Die Familie wächst, also muss aufgestockt werden. Was sagt uns das? Die Fruchtbarkeit einer Familie führt unweigerlich zur Vergrößerung und Verbesserung des Wohnbestandes:-)) Aber eben nur in Familien, in denen das Familienleben nicht beschädigt ist.

Der, in meinen Augen, kühlste Ort Südtirols befindet sich in den Tunnels zwischen Ulten und Profeis. Der lange Tunnel lädt bei den Temperaturen direkt zum Verweilen ein. Ähnliche Temperaturen, aber zwei bis drei Grad höher, gibt es im Tunnel von Madonna di Campiglio.

Nach Profeis bin ich natürlich über Rumo in Richtung Gles gefahren und habe dort den Abzweig in Richtung Gampen gewählt. Das führt uns unweigerlich an einem der schönsten Imbissstände der Gegend vorbei.

Ich habe mal den Chef mit fotografiert. Der Becher auf dem Tisch ist mein doppelter Macciato, den ich immer aus dem eigenen Becher trinke. Der Chef hat mir den Becher natürlich gespült. Ich nutze den Becher fünf bis sieben Mal.

Der Blick über den kleinen Teil des Sees. Die Wolken wirken etwas gedrängt in dieser Perspektive. Ich habe das schon mal beschrieben. Das täuscht etwas. Vom Gampen aus habe ich nicht fotografiert. Dort war zu viel Betrieb und jeder freie Platz war mit Autos belegt. Autos von den Radfahrern – natürlich:-))

Das Imbissrestaurant war leer zu der Zeit, als ich dort war. Etwas nach 14 Uhr:-))

Kleine Giro 010822


Eine wirklich kleine Giro. Eine große Giro würde ich vielleicht morgen probieren. Mit Joana. Mir sind in den Pässen zu viele Leute, die keine Ahnung haben, dort zu fahren. Auch Radfahrer. Die Holztransporter mit 50 Tonnen Last kutschen hinter Radfahrern her. In der Schlange fahren Busse, Kleinlaster, Lieferanten und Ahnungslose:-))

Trotzdem möchte ich feststellen, der Gampen und die Mendel sind wieder voll in Schuss. Bei den vier Holztransportern in der Schlange hinter den Radaffen, musste ich an Axel in der „Greti“ denken. Der wollte plötzlich Holzfahrer werden. Dafür habe ich bei dem Nachfolger, dem „Laugencafe“ eine doppelten macciato getrunken. Der passt auch. Fotos habe ich heute von dort keine geschossen. Aber von meiner Freundin im Rodeo auf der Mendel.

„poco clienti“, hat sie gesagt, obwohl eine Motogang nach der anderen, den Imbiss passierten. Zwei Leute saßen auf der schönen Terrasse. Im Nachbarrestaurant saßen etwas mehr. Man möchte bedient werden als Chef:-)) Nun kenne ich die Kaffeequalität des gesamten Mendelpasses bis einschließlich Gampen und deren Ortschaften. Was soll ich sagen: Sparen muss Keiner am Geld- wie scheint. Eher an Qualität.

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