Die DDR im Vergleich zu uns in Südtirol/Italien


In der DDR wurde der 8-Stunden-Tag durchgesetzt. Unsere Arbeitszeit mit Pausen, betrug genau 8 3/4 Stunden pro Tag. Die Arbeitszeit galt für alle Beschäftigten in allen Branchen. 

Die Leiter des Betriebes, der Gemeinden, der Kreise, der Bezirke und des Staates, arbeiteten bei Bedarf länger. Genossen der Arbeiterpartei, der SED, wurden grundsätzlich in Schwerpunkten des Aufbaues eingesetzt. Deren Arbeitszeit wurde nicht so genau bemessen wie die der Arbeiter und Bauern. Für Bauern galt die gleiche Arbeitszeit wie für Arbeiter und Angestellte. Die Genossen wurden zu Überstunden und Mehrleistung für die gesamte Gesellschaft verpflichtet. Das war Bestandteil des Statutes der Partei. Verwechseln Sie das bitte nicht mit den Propagandaauftritten Ihrer Politiker. Die werden nicht nur überbezahlt dafür, sondern dienen auch einer Art der Verblendung in Form von wohl klingenden Reden, die von extra betriebenen Instituten verfaßt werden. 

In der DDR wurden die Ansprachen der Politiker in Parteiversammlungen beschlossen und verfasst, nachdem darüber abgestimmt wurde. Und selbst nach dieser innerparteilichen Abstimmung wurden die Reden als Vorschlag zur Diskussion in den Betriebsversammlungen, Kreistagen, Bezirkstagen und letztendlich in der Volkskammer präsentiert. 

Die Volkskammer war das kleine Spiegelbild der Bevölkerung, die anteilmäßig ihre Vertreter wählte und delegierte. Für diese Arbeit wurden ihnen alle Kosten erlassen. Verdient haben sie mit dieser Arbeit nichts. Alle hatten einen Beruf, von dem sie für die Arbeit in der Volkskammer frei gestellt wurden. Sie dienten ihrem Volk und jener gesellschaftlichen Schicht, die sie delegierte.

Je höher demnach der Anteil der Arbeiter war, desto höher war der Anteil der Delegierten dieser Bevölkerungsschicht. Wäre die DDR zum Beispiel ein Agrarland gewesen, hätten wir in der Volkskammer, mehr Bauern als Arbeiter vorgefunden. 

Natürlich ist dann das sprachliche Niveau in den Diskussionen ein anders als in einem Land, in dem sich professionelle Redner und Schauspieler um die Gunst der Wähler streiten. Immerhin erwartet sie dafür ein nicht zu verachtender Sold. Denn diese Vertreter sind Söldner. Sie sind keine Angestellten vom Volk oder von Parteien, sondern von Interessengruppen. Die Interessengruppen platzieren ihre Söldner in allen Parteien des politischen Spektrums des jeweiligen Landes. 

Ich werde diese Serie gelegentlich etwas weiter führen. Meine Leser möchten immerhin den Überblick haben, wie es in sozialistischen Staaten zugeht. Ich möchte Ihnen damit auch sagen, in welchem System Sie demokratischer leben und in welchem System Sie gekauften Hampelmännern hinter her laufen.

Im kommenden Beitrag gebe ich Ihnen mal ein paar Einblicke in die Parteiarbeit einer Arbeiterpartei. Wie werde ich Genosse und welche Leistungen habe ich dafür zu bringen. 

Das wäre z.B. ein sehr schönes Cover für einen Krimi:-))

Fortsetzung Die Saisonpause



Allgemein versucht Joana, mich auf meinem Vorstellungsweg zu begleiten. Sie möchte meine Chefs sehen und beurteilen. Zu Hause bekomme ich dann gesagt, welchen Eindruck sie bei Joana hinterlassen haben. Mir ist diese Einschätzung wichtig. Das hilft mir bei der Planung des weiteren Vorgehens. Heute erzähle ich fast wie ein Aufnahmegerät den gesamten Wortlaut meiner Gesprächspartner. Dabei versuche ich, deren Gesten halbwegs nachzuahmen. Joana soll so die Möglichkeit bekommen, die Leute zu klassifizieren. Das Ergebnis ist, ich soll mich weiter bemühen.

Die Wege werden auch länger. Langsam sehe ich die entzückenden Steine und sehr schöne Täler. Wenn der Himmel blau ist. Natürlich kenne ich auch die Zeiten der Unwetter und deren Folgen. Als Zweiradfahrer erlebe ich das auch intensiver als in einem Auto.

Am kommenden Morgen versuche ich mein erstes Stelldichein in Pfelders. Wie abgemacht. Fragen Sie nicht, welche Temperaturunterschiede ich auf einem Weg zu spüren bekomme. Zwanzig Grad. Was soll ich da anziehen? Aktuell benötige ich die größte Lederkombi. Nackt traue ich mich nicht in diese Gegend. Hinter jeder Kurve warten Steinschläge, Wasserrinnen und abgeworfene Äste von Bäumen. Vom gehetzten Gegenverkehr will ich gar nicht erst anfangen. Jeder hat es eilig. Im Dunklen geht es zur Arbeit und im Dunklen zurück. Eigentlich erwarte ich in der Höhe, Öffnungszeiten ab Juni. Hier ist das anders. Deshalb versuche ich es. Die Saison ist damit etwas länger.

Die frühen Gäste sind aber anders als die Gäste, die zu Saisonzeiten anreisen. Sie sind sparsamer und werden auch sparsamer bewirtet. In Hochsaisons kostet das Zimmer wesentlich mehr. Das wirkt natürlich auch auf das Budget für die Beköstigung. Allgemein bekommen wir den Eindruck, der Wirt und die Kollegen sollen Geld wechseln und keines verdienen. Wir leben von dem Gewerbe. Wohl auch in der Spekulation, das bezahlt zu bekommen.

Im Tal bemerke ich schon in Richtung Sankt Leonhard, leichten Bodenfrost. Die Jungs vom Straßendienst haben das schon bearbeitet. Die Straße ist teilweise frisch besprüht. Mit Salzlösung, glaube ich. Beurteilen kann ich das erst, wenn die Maschine trocknet. Bis Sankt Leonhard zähle ich zwei Dutzend Starenkästen. Auf manchen flimmert ein kleines blaues Lämpchen. Fast wie der Vorblitz von Fotoapparaten, mit denen die roten Augen vermieden werden sollen.

Am Hotel angekommen, stehe ich im Dunklen. Nirgends brennt ein Licht. Ein sparsames Lichtlein sehe ich am Eingang. Die Stufen kann ich damit nicht erkennen. In einem Zimmer brennt Licht. Könnte das die Familie des Wirtes sein? Und schon springt die Tür auf.

„Guten Morgen. Du bist aber zeitig“, flüstert Georg.

Ich bin tatsächlich sehr zeitig gefahren, in der Vermutung, ein Frühstücksbuffet vorbereiten zu müssen. Das war eine Fehlanzeige. Das Frühstück läuft wie das Mittags- und Abendgeschäft. A la carte. Das Konzept gefällt mir. Das erinnert mich an die Arbeiterversorgung in unseren Tagebaubetrieben. Mit einem Unterschied. Im Tagebau haben wir das als Selbstbedienung organisiert.

„Unsere Gäste sagen uns, was sie gern zum Frühstück hätten.“

„Und wir kochen das?“

„Ja. Wenn wir es vorrätig haben.“

„Wie oft mußt du sagen: Haben wer nicht?“

„Unsere Gäste wissen, was wir vorrätig haben. Wenn sie einen speziellen Wunsch haben, bestellen sie bei uns.“

„Planwirtschaft bei Westdeutschen.“

Ich muß lachen. Georg schaut mich fragend an. Er weiß nicht, wovon ich spreche. Das wirkt auf mich sehr beruhigend. Fern ab der Westpropaganda.

Wir haben Zeit, zusammen Kaffee zu trinken und den Tagesablauf zu besprechen. Mich erwartet eine recht gemütliche Stelle. Die Uhren arbeiten hier bedeutend langsamer. Zumindest zu dieser Jahreszeit.

„Wie läuft denn hier das Wintergeschäft?“

„Nicht viel anders als dieses.“

Die Aussage verstehe ich beim Anblick der Seilbahnen. An allen Anlagen befinden sich auch gastronomische Einrichtungen. Eigentlich ist das Geschäft mit Halb- und Vollpension ein Preiskampf mit diesen Betreibern. Wer ist billiger und wo kann der Gast für wenig Geld das meiste fressen. In dem Zusammenhang von Essen zu sprechen, widerstrebt mir. Wir reden eher von Hamstern, Einpacken und kulturlosem Fressen in irgendwelchen Ecken. Von Hygiene keine Spur. Eigentlich könnten wir das Essen auch auf der Toilette servieren für dieses Volk.

Mir geht gerade die gepflegte Gastronomie der DDR durch den Kopf. Sagen wir es ehrlich. Wir hatten nicht nur zehn mal mehr Gäste und bessere Rohstoffe, sondern auch Tischkultur. Wenn ich allein an die verkeimten Salatbuffets denke, kommt mir ein Ekelgefühl auf. Bei uns wurden diese Angebote grundsätzlich hinter einem Spuckschutz in gekühlten oder gewärmten Speiseschränken angeboten. Es gab schon auch kalte Buffets. Aber dort hatten nur wir Köche, Zugriff.

Nach dem Ölen würzen wir mit dem Rosmarinsalz das Huhn außen. Nicht zu knapp.

Wieder eine kleine Bestätigung von DDR Geschichte


Unsere Südtiroler Gastgeber sollten sich die paar Zeilen antun.

Jean-Luc Mélenchon: Die Regierung der DDR wurde 1989 ebenso weggeputscht wie 2014 die in der Ukraine

Frankreich: Breite Linksunion zur Parlamentswahl steht – Kommunisten, Grüne und Sozialisten versammeln sich hinter La France Insoumise (LFI) von Jean-Luc Mélenchon
Jean-Luc Mélenchon: Die Regierung der DDR wurde ebenso weggeputscht wie 2014 die in der Ukraine.

In einer Fernseh-Debatte bei France Inter sagte Jean-Luc Mélenchon das folgende über deutsche Wiedervereinigung, nämlich dass diese tatsächlich eine gewaltsame Übernahme gewesen sei. „Die DDR wurde durch Westdeutschland annektiert“,.

Mélenchon sagte: „In meinem Buch zeige ich, wie die DDR annektiert wurde. Das war verfassungswidrig und nicht was die Ostdeutschen wollten. Sie wollten selbst wählen und bestimmen, wie die West-Ost-Integration sein sollte, und ihre sozialen Errungenschaften bewahren.“

Man habe alle Fabriken des Landes annektiert, die Institutionen und die Eigentumsordnung geändert“. 

So hätte man gegen die Ostdeutschen eine beispiellose soziale Gewalt gerichtet, „so wie überall in Osteuropa“, sagte er.

Mélenchon äußerte auch immer wieder Verständnis für Russland und unterstützte das Ende von Sanktionen gegen Russland. Ausserdem sprach er sich gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aus. Mélenchon will ein bündnisfreies Frankreich und will aus der Nato austreten.

In dem Zusammenhang möchte ich auf ein chinesisches Interview verweisen, das RT (leider gesperrt im Westen) veröffentlicht hat:

 10:03 de.rt.com: Peking: National Endowment for Democracy ist „zweite CIA“
Die chinesische Regierung veröffentlichte eine umfassende Dokumentation zu der vom US-Kongress finanzierten Stiftung „National Endowment for Democracy“. China wirft der Stiftung „NED“ vor, für zahlreiche subversive Aktivitäten verantwortlich zu sein.
Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian hat am Montag auf einer Pressekonferenz die US-amerikanische Stiftung „National Endowment for Democracy“ (NED) als „zweite CIA“ bezeichnet, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Zudem warf er der Stiftung vor, ihre Anweisungen direkt von der US-Regierung zu erhalten sowie Nichtregierungsorganisationen durch die Bereitstellung von Geldern zu manipulieren, um Subversion, Infiltration und Sabotage im Dienste von US-Interessen durchzuführen.
Zuvor hatte das chinesische Außenministerium eine Faktenübersicht über NED im Umfang von 12.000 Wörtern veröffentlicht, die als Untermauerung für die Anschuldigungen hunderte Beispiele bringt, die aus öffentlich zugänglichen Quellen gesammelt wurde, wie Zhao erklärte.
Die Vereinigten Staaten hätten demnach solche „Demokratie“ seit Langem als Werkzeug und Waffe benutzt, um echte demokratische Strukturen im Namen der angeblichen Demokratie zu untergraben, um Spaltung und Konfrontation zu schüren und sich in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Das habe katastrophale Folgen. Zhao sagte zudem:
„Die NED als eines der wichtigsten (Instrumente) der US-Regierung hat legitime Regierungen unterwandert und unter dem Vorwand der Demokratie US-freundliche Marionettenkräfte aufgebaut.“
Die NED stecke hinter den von den Vereinigten Staaten angezettelten und inszenierten Farbenrevolutionen und weiteren Regime-Change-Operationen, einschließlich des Zerfalls der Sowjetunion, der Rosenrevolution in Georgien, der Orange Revolution in der Ukraine und des Arabischen Frühlings, so Zhao. Er fügte hinzu, dass die NED Proteste und Demonstrationen in Thailand angezettelt, die Oppositionsparteien in Nicaragua zur gewaltsamen Machtübernahme angestiftet, kubafeindliche Kräfte finanziert habe, um die öffentliche Stimmung gegen die Regierung zu manipulieren, und sich seit Langem mit verschiedenen Mitteln in die inneren Angelegenheiten Venezuelas einmische. Zhao bekräftigte:
„Die NED ist wild entschlossen, die Welt zu stören, und hat anderen Ländern weder soziale Stabilität und Entwicklung noch ein zufriedenes Leben und gute Arbeit gebracht. Im Gegenteil, sie hat eine Vielzahl von Problemen verursacht, darunter verkümmerte Existenzen, eine schwächelnde Wirtschaft und soziale Konfrontation.“
Die US-Stiftung organisiere auch gegen China gerichtete Tätigkeiten und investiere deshalb jedes Jahr in großem Umfang in Anti-China-Programme, um mit verschiedenen Mitteln zur „Unabhängigkeit von Xinjiang“, „Unabhängigkeit von Hongkong“ und „Unabhängigkeit von Tibet“ aufzurufen, so der chinesische Diplomat, der ergänzte:
„Sie arbeitet auch mit Kräften zusammen, die sich für die Unabhängigkeit Taiwans einsetzen, und versucht, die Spaltung der Taiwanstraße voranzutreiben und die Stabilität auf beiden Seiten der Straße zu stören, was beim chinesischen Volk auf beiden Seiten der Straße auf Empörung und Widerstand stößt.“
Zhao wies darauf hin, dass die NED in Wahrheit die „zweite CIA“ der Vereinigten Staaten sei und keineswegs, wie oft lanciert wird, eine Nichtregierungsorganisation, die die Demokratie im Ausland unterstütze. Der Sprecher erklärte dazu:
„Wir glauben, dass die internationale Gemeinschaft ihr (der NED) wahres Gesicht immer deutlicher sehen wird, und dass mehr Länder ihre hässliche ‚Erfolgsbilanz‘ in verschiedenen Formen aufdecken werden.“
Zhao verwies darauf, dass Frieden und Entwicklung die Haupttendenzen unserer Zeit seien und dass diejenigen, die sich in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischten, zum Scheitern verurteilt seien, egal unter welchem Deckmantel sie auftreten werden.

DDR Bürger hatten reichlich Erfahrungen mit diesem Gesindel. 

Leseprobe Der Saisonkoch – Zweiter Monat


Jetzt beginnt der Zweite Monat und ich glaube fast, das passt in die aktuelle Zeit.

Ab dem Zweiten Monat erspare ich meinen Lesern die Kochlehre, Rezepte und Arbeitsanleitungen. Ab diesem Teil konzentriere ich mich ausschließlich auf die Saisonarbeiter, deren Arbeitgeber und auf die zurück gelegten Wege. Es geht um Arbeitslosigkeit, Vorstellungsgespräche und die Auswirkung auf die Psyche. Meine Südtiroler Leser werden schon einige Südtiroler Betriebe mit finden. Auch den Kontakt mit meinen neuen Landsleuten. Selbstverständlich vergleiche ich die DDR mit meinem neuen Gastgeberland. 

Tag 32

Kurz nach Zwölf wecken wir vom Knallkörpergeräusch in unserer Nachbarschaft auf. Die Gäste von unserer Nachbarin feiern Neujahr und starten ihre Raketen und Knallkörper. Über Meran und in unserem Ort sehen wir ein herrliches Feuerwerk. Nach zehn Minuten hören wir, wie schon die ersten Fahrzeuge ankommen, um Gäste von Doris abzuholen. Die Feier scheint nicht lange zu dauern.

In der DDR gingen Silvesterfeiern bedeutend länger und die Feierlichkeiten waren wesentlich intensiver. Das lag einfach daran, dass in der DDR sämtliche Getränke und Speisen in der Gastronomie, erheblich preiswerter waren und kaum einen Unterschied zu den Ladenpreisen darstellten. Für DDR-Bürger war dem zu Folge, Kultur und Zusammensein, bedeutend erschwinglicher. Zum neuen Jahr erwartete den DDR- Bürger auch kein Entlassungsschein und schon gar keine unerschwingliche Versicherungsrechnung. Aus genau dem Grund, waren unsere Silvesterfeiern ausgelassen und echte Feierlichkeiten. Komischerweise konnten wir uns zum Neuen Jahr auch etwas vornehmen, ohne befürchten zu müssen, dass uns ein äußerer Umstand an der Umsetzung hindert. Genau das aber geschah Neunzehnhundertneunzig. In diesem Jahr wurden alle Wünsche im Juni umgeschrieben und in neunzig Prozent aller Fälle, durch äußere Umstände im Laufe des Jahres gebrochen. Diese Enttäuschungen wirken noch heute und bei sehr vielen unserer Mitbürger waren die Enttäuschungen und Misshandlungen so grob, dass sie sich das Leben nahmen oder mit falschen Medikamenten, umgebracht wurden. Allein in unserer Familie, waren es fünf Angehörige, die in der DDR noch leben würden. Einer unserer Väter wurde bei einer normalen Zuckerkrankheit auf Westmedikamente umgestellt und wir durften machtlos zusehen, wie er binnen einem halben Jahr, auf dreißig Kilogramm Körpergewicht zusammenfiel. Seine Frau, eine meiner Mütter, verstarb an Einsamkeit, weil wir Kinder uns das Geld woanders verdienen mussten. Ein Onkel, der in der DDR einen sicheren Behindertenarbeitsplatz als Beifahrer hatte, wurde entlassen. Er hatte in der DDR einen Arbeitsunfall. Dessen Arbeitsplatz wurde mit der Auflösung seines Betriebes, abgeschafft. Er lebte mit seiner Mutter, meiner Oma zusammen und sie sollten zusammen, von der gekürzten Rente unserer Oma leben. Beide legten sich vor den Gasherd und starben an Gasvergiftung. Unsere Familie hat damit mehr Opfer zu beklagen als kriegsgeschädigte Familien des Zweiten Weltkrieges, in dem wir als Familie, neben der Umsiedlung, auch ein Mitglied verloren. Zum großen Glück, hatte die DDR – Regierung unserer Familie, väterlicherseits, ein Gut mit Boden geschenkt, auf dem sich zu DDR – Zeiten gut auskommen ließ.

Zu jedem Neujahr gehen mir diese Gedanken durch den Kopf und meine Joana übt sich in gemeinsamen Mitgefühl. Es gibt also keinen Grund für uns, ein Neujahr unter diesen Bedingungen zu feiern.

Auszug aus „Der Saisonkoch – Zweiter Teil“


Tag 32

Kurz nach Zwölf wecken wir vom Knallkörpergeräusch in unserer Nachbarschaft auf. Die Gäste von unserer Nachbarin feiern Neujahr und starten ihre Raketen und Knallkörper. Über Meran und in unserem Ort sehen wir ein herrliches Feuerwerk. Nach zehn Minuten hören wir, wie schon die ersten Fahrzeuge ankommen, um Gäste von Doris abzuholen. Die Feier scheint nicht lange zu dauern.

In der DDR gingen Silvesterfeiern bedeutend länger und die Feierlichkeiten waren wesentlich intensiver. Das lag einfach daran, dass in der DDR sämtliche Getränke und Speisen in der Gastronomie, erheblich preiswerter waren und kaum einen Unterschied zu den Ladenpreisen darstellten. Für DDR-Bürger war dem zu Folge, Kultur und Zusammensein, bedeutend erschwinglicher. Zum neuen Jahr erwartete den DDR- Bürger auch kein Entlassungsschein und schon gar keine unerschwingliche Versicherungsrechnung. Aus genau dem Grund, waren unsere Silvesterfeiern ausgelassen und echte Feierlichkeiten. Komischerweise konnten wir uns zum Neuen Jahr auch etwas vornehmen, ohne befürchten zu müssen, dass uns ein äußerer Umstand an der Umsetzung hindert. Genau das aber geschah Neunzehnhundertneunzig. In diesem Jahr wurden alle Wünsche im Juni umgeschrieben und in neunzig Prozent aller Fälle, durch äußere Umstände im Laufe des Jahres gebrochen. Diese Enttäuschungen wirken noch heute und bei sehr vielen unserer Mitbürger waren die Enttäuschungen und Misshandlungen so grob, dass sie sich das Leben nahmen oder mit falschen Medikamenten, umgebracht wurden. Allein in unserer Familie, waren es fünf Angehörige, die in der DDR noch leben würden. Einer unserer Väter wurde bei einer normalen Zuckerkrankheit auf Westmedikamente umgestellt und wir durften machtlos zusehen, wie er binnen einem halben Jahr, auf dreißig Kilogramm Körpergewicht zusammenfiel. Seine Frau, eine meiner Mütter, verstarb an Einsamkeit, weil wir Kinder uns das Geld woanders verdienen mussten. Ein Onkel, der in der DDR einen sicheren Behindertenarbeitsplatz als Beifahrer hatte, wurde entlassen. Er hatte in der DDR einen Arbeitsunfall. Dessen Arbeitsplatz wurde mit der Auflösung seines Betriebes, abgeschafft. Er lebte mit seiner Mutter, meiner Oma zusammen und sie sollten zusammen, von der gekürzten Rente unserer Oma leben. Beide legten sich vor den Gasherd und starben an Gasvergiftung. Unsere Familie hat damit mehr Opfer zu beklagen als kriegsgeschädigte Familien des Zweiten Weltkrieges, in dem wir als Familie, neben der Umsiedlung, auch ein Mitglied verloren. Zum großen Glück, hatte die DDR – Regierung unserer Familie, väterlicherseits, ein Gut mit Boden geschenkt, auf dem sich zu DDR – Zeiten gut auskommen ließ.

Zu jedem Neujahr gehen mir diese Gedanken durch den Kopf und meine Joana übt sich in gemeinsamen Mitgefühl. Es gibt also keinen Grund für uns, ein Neujahr unter diesen Bedingungen zu feiern.

Ritten im September 2014

Ausfahrt zum Tag der Republik


Ausfahrt zum Tag der Republik

Geschrieben von BeyerKH am Donnerstag, 7. Oktober 2021 | Eintrag bearbeiten

Ausfahrt zum Tag der Republik

Als Migranten haben wir ja das Glück, zwei Tage der Republik feiern zu dürfen.

Zum Einen ist es der 2.Juni…:

Festa della Repubblica

…und zum Zweiten..am 07.10.:

Der Tag der Republik der DDR.

Allgemein sind wir am Tag der Republik zu einer Danksagung in Form einer kleinen Demo mit verschiedenen Rednern angetreten. Anschließend gingen Einige in Restaurants und andere auf einen Ausflug.

Mit der Visafreiheit, 1972, wurde natürlich auch das Nachbarland besucht. Je nach Entfernung war das die Volksrepublik Polen oder die Tschechische Republik. Kilometerlange Staus gab es auch schon zu DDR Zeiten. Und das waren garantiert keine Fußgängerstaus.

Unsereiner gab sich dem Böhmischen Knödel mit Gulasch hin. Auf dem Heimweg war der übliche Schmuggel angesagt. Bei mir als Koch und Liebhaber diverser Fischkonserven, waren das Dorschleber und Ölsardinen.

In Hotels und ähnliche Einrichtungen mussten wir nicht gehen. Um im Nachbarland preiswert zu übernachten, reichte es, in einer Gaststätte oder im Kaufhaus, Leute anzusprechen. Gastgeber und Freunde fanden sich ziemlich schnell. Die Freundschaften hielten oft sehr lange und beruhten auf Gegenseitigkeit.

Im Oktober sind wir oft noch mit dem Motorrad gefahren. Die beliebteste Runde war der Grenzübergang Oberwiesenthal auf dem Hinweg; der Rückweg führte uns entweder über Reizenhain, Zinnwald oder über Schmilka.

Generell lohnte sich ein Besuch über drei Tage. Es gab einen etwas erhöhten Tagessatz beim Umtausch. Mogeln konnte man auch; aber eben im Rahmen. Unsere Grenzer waren stets großzügig und freundlich. Das genaue Gegenteil durften wir erst nach der Annexion erfahren. Das wurde immer unter dem Hinweis versteckt, wir wären das ja gewohnt von unserem Regime. Eben das, waren und sind wir eben nicht gewohnt. Misshandlungen und Schikanen an Grenzen, haben wir erst mit dem Westen kennen gelernt. Sozusagen, all inklusive:-))

Große Runden sind ob des Bruches noch nicht möglich. Es wird sicher eine einfache Hausrunde. 

Heute dürfen wir also ein paar Bilder erwarten, die hoffentlich etwas besser werden als das.

13 Fragen zur DDR – und die Antworten eines DDR-Bürgers


Eine kleine, aber sehr hilfreiche Einführung über das Leben in der DDR.

Sascha's Welt

Berlin - Hauptstadt der DDR. Marx-Engels-Brucke mit Dom und Palast der RepublikDie DDR war unser sozialistisches Vaterland. Es war die Heimat von 17 Millionen DDR-Bürgern. Am 7.Oktober 1949 wurde die DDR als erster sozialistischer Staat auf deutschen Boden gegründet. Die Betriebe, Grund und Boden, sämtliche Bodenschätze und Gewässer, die Wälder und Felder waren Eigentum des Volkes. Es gab keine Großgrundbesitzer, Großkapitalisten und Junker mehr. Sie waren nach 1945 enteignet worden und flohen in die westlichen Besatzungszonen. Dorthin flüchteten auch die alten Nazis und Kriegsverbrecher, um im Westen Deutschlands unter dem Schutz der Westmächte den alten Staat wieder aufzubauen. Daraus wurde dann gegen den Willen der Arbeiterklasse einige Monate vor der Gründung der DDR der westdeutsche kapitalistische Staat, die Bundesrepublik Deutschland. 1990 wurde die DDR von der westdeutschen BRD annektiert. Dies geschah „friedlich“, da mit der Zerstörung der Sowjetunion und deren Auflösung auch die anderen sozialistischen Länder aus dem Verbund der sozialistischen Staatengemeinschaft herausgelöst worden waren.

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Volkstrauertag für DDR Bürger


Dem Volkstrauertag für DDR Bürger am 03.1021 folgt garantiert der der Republikgeburtstag, der 07.10.21. Lassen Sie also nicht alle Hoffnungen fallen. Die kriminellen Besatzer und Plünderer der DDR….:

„Marta Semelová: Der Kapitalismus ist im wahrsten Sinne des Wortes ein kriminelles Regime

2. 10. 2021

Interview von Haló noviny mit Marta Semelová (KSČM), der Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenkammer in Prag

https://www.kscm.cz/cs/aktualne/aktuality/marta-semelova-kapitalismus-je-v-pravem-smyslu-slova-zlocinny-rezim

…werden ihr Gericht und ihren Richter finden. Bis dahin sind ganz sicher auch deren Flugzeuge unbetankt.:-))

In dem Sinne, möchte ich Sie bitten, für reichlich neue Gefangenen – Arbeitsplätze zu sorgen. Die Tüten werden knapp:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/mz-zschopau-papiertuete-ddr-werbung/1848507658-234-9466

MZ Zschopau Papiertüte DDR Werbung in Hamburg

Anhand eines Chinesischen Beispieles erklärt Euch heute Herr Romanoff für The Saker, was westdeutsche Goebbelsmedien in Bezug zur DDR so abhalten:


http://sakeritalia.it/attualita/propaganda-e-media-parte-5-parliamo-di-qualche-bugia/

Es gibt Co-Autoren/Übersetzer: siehe Elvia Politi

Gleichzeitig werden die internationalen Netzwerke dieser Lügner offenbart. Es geht dabei nicht nur um Abschreiben. Allein die Erklärungen reichen, den wirklich faschistischen Hintergrund dieser Aktionen zu verdeutlichen.

In dem Sinne, dürfte jedem Medienkonsumenten klar sein, für diese Medien, egal in welcher Form auch immer, kein Geld auszugeben. Sparen Sie sich die Mittel für eine gesunde Ernährung und für ihre Altersvorsorge. Die werden Sie bei den Chefs, ganz sicher dringender benötigen.

Etwas Geschichtsunterricht gefällig?


http://ddr-kabinett-bochum.blogspot.com/2021/09/die-ruckkehr-deutscher.html

Feindliche Übernahme
DDR-Bürgerinnen und -Bürgern wurde besagtes Wertesystem zwar nicht gewaltsam oktroyiert, aber die Vereinnahmung ihres Landes glich einem Krieg – einem Krieg nach innen mit Millionen Opfern. Es war eine Annexion, die einer Kolonialisierung gleichkam, geführt als Prozess imperialistischer Unterwerfung mit bürokratisch-deutscher Gründlichkeit.
In den 1950er-Jahren hat sich der französische Philosoph Jean-Paul Sartre mit dem Kolonialismus Frankreichs beschäftigt. Als Hauptmerkmale charakterisierte er: Widerstände brechen, Kader zerschlagen, unterwerfen, terrorisieren, koloniales Wirtschaftssystem etablieren, keine eigene Industrie schaffen, das Kapital bleibt in Frankreich, Fertigwaren in Kolonien absetzen.
Zu Recht haben bereits nach 1990 Wissenschaftler von einer Kolonialisierung der DDR gesprochen – die Bedingungen unterscheiden sich, Methoden und das Profitziel gleichen sich. Der erste Chef der Treuhand, Detlev Rohwedder, beklagte, dass sich Unternehmer beim Überschreiten der „Zonengrenze“ wie „Kolonialoffiziere“ bewegten.
Die Kolonialisierung begann mit der Ausnutzung innerer Widersprüche der DDR und gezielter Einmischung in deren innere Angelegenheiten durch die BRD. Noch vor dem „Beitritt“ der DDR zur BRD am 3. Oktober 1990 leitete die Währungsunion am 1. Juli desselben Jahres die Zerstörung der Volkswirtschaft eines ganzen Landes ein. Der folgende Umbau der sozialistischen Planwirtschaft in eine kapitalistische, angeblich „soziale“ Marktwirtschaft führte zu fast vier Millionen Arbeitslosen; das entsprach etwa 45 Prozent der Erwerbstätigen. Die Treuhand erwies sich hierbei als das entscheidende Instrument, das mit kriminellen Methoden enteignete, verschleuderte, korrumpierte, gesellschaftliches Eigentum privatisierte. Laut Rohwedder blieben von über 600 Milliarden DM übernommenen DDR-Vermögens nach Auflösung der Treuhand Schulden von mehr als 200 Milliarden DM – ein Minus von rund 850 Milliarden DM. Soweit DDR-Kader noch benötigt wurden – zumeist nur für einen kurzen Zeitraum der Übernahme –, unterlagen sie einem ausgeklügelten System der Überprüfung und Auslese, einer Art „Radikalenerlass für die DDR“.
Arbeits- und Perspektivlosigkeit im Osten führten zur Massenabwanderung insbesondere junger Menschen. Spezialisten gingen ins Ausland. Städte wurden entvölkert und schrumpften – es blieben nur die Alten.
Durch Import von 30.000 Beamten aus dem Westen, darunter viele abgehalfterte „Führungskräfte“, wurde das besetzte Land fremdbestimmt. Das spiegelte sich in den Verwaltungen wider, vor allem in den Schlüssel- und Spitzenpositionen.Um möglichen Widerstand zu brechen, wurden die führenden Kader der DDR kriminalisiert und bestraft – mit etwa 85.000 Strafverfahren, mehr als 1.000 Verurteilungen, Rentenkürzungen und öffentlichen Diffamierungen.
Die Arbeits- und Lebensbedingungen, Einkünfte und Renten der „neuen Bundesbürger“ entsprachen nicht denen der Bürger in den alten Bundesländern. Das eigene Grundgesetz, das in allen Bundesländern „gleichartige“ Lebensverhältnisse nach Artikel 72 vorschreibt, wurde damit verletzt. Die zunächst im Grundgesetz geforderte „Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse“ wurde gegen Mitte der 1990er-Jahre in „gleichwertige“ abgemildert – und selbst das wurde nicht erfüllt.

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