Fortsetzung die Suche


Mit der Einwilligung war natürlich der Kaufakt nicht abgeschlossen. Wir durften dann um die fünfzig Mal auf die Treuhand fahren. Es fehlten immer Belege. Nicht von uns. Bei den angeblichen Beamten.

Wir haben Steffen und Karin viel öfter gesehen als wir dachten in Berlin. Die Freundschaft zu den Beiden entwickelte sich zu einer Liebe. Auf alle Fälle schworen wir uns, weniger zu saufen. Die Lage erforderte unsere volle Aufmerksamkeit.

Steffen hat inzwischen auch einen Autohandel. Karin ist Chefin der Gummispielsachen. Sie hat alle getestet, sagt sie zu Joana.

„Schade. Ich habe etwas weniger Zeit.“

„Das holen wir gleich nach, meine Liebe.“

Zur Treuhand fuhr ich nur noch mit Steffen allein. Ich wollte Joana die Peinlichkeiten ersparen. Joana sollte sich auch erholen bei unseren Freunden. Ihr war das recht. An das verschmitzte Lächeln, als ihr Karin den Hals kraulte, kann ich mich gut erinnern. Sie fordert das zwinkernd jetzt auch von mir.

„Was hältst Du von Gruppensex?“, fragt Karin mich, Joana anschauend.

„Bei dem Sport, bin ich wohl aktuell, eher ein sterbender Schwan als ein funkelnder Liebhaber.“

„Ich meine so generell.“

„Ja. Als Erwachsener habe ich nichts dagegen. Mit Freunden und Menschen, die wir kennen. Und wir kennen uns ja sehr gut, Karin. Dein Hintern kommt gleich nach dem von Joana.“

Steffen lacht so vom Herzen, dass ihm das Frühstück aus dem Mund fällt. Karin kocht jetzt einen ausgezeichneten Kaffee. Sie hat gelernt von mir. Wir frühstücken jetzt regelmäßig zusammen.

Der Gang in die heiligen Hallen der Besatzer ist schon Routine. Wir erleben auch häufige Wechsel bei unseren Gesprächspartnern. Unsere Geschichte muss ich zwanzig Mal neu erzählen. Angelegte Akten zu unserem Vorgang finden wir nie. Die sind immer verschollen.

Das folgende Kapitel nenne ich: Joana wird Hotelier