Pfannenbrot


Pfannenbrot könnten wir auch als Fladen bezeichnen. Mit diesem Brot sparen wir erheblich Energie. Die Zubereitungszeit ist sehr kurz und mit einem Eierkuchen oder Schmarrn vergleichbar. In Russland wird das Brot, Blini genannt. In Sachsen, Blinze. So nah kann die Welt sein.

Generell wird dafür ein Sauerteig verwendet. Neuerdings kann auch Hefeteig dazu genutzt werden. In Zukunft werden wir uns über weitere kreative Entwicklungen freuen.

Blini ist eigentlich ein Brot. Und genau als das, wollen wir uns das in der Pfanne herstellen. Brot backen, ganz einfach.

Ob Sie jetzt eine beschichtete Pfanne benutzen oder eine Pfanne Ihrer Wahl, überlasse ich Ihnen. In die Pfanne gehört erst Mal kein Fett. Und das ist wohl der Unterschied zum Pfannkuchen. Eigentlich ließe sich das Brot auch auf einer Grillplatte, abgedeckt herstellen. Aber das Betreiben einer Grillplatte ist dafür wohl zu kostenintensiv.

Wir machen das entweder in einem Topf mit Deckel oder in einer Pfanne mit Deckel.

Die Herstellung ist einfach. Morgens setzen Sie ein Hefestückel an, decken das ab und lassen das bis zum Feierabend reagieren.

Welches Mehl Sie benutzen wollen, überlasse ich Ihrem Geschmack. Am besten eignen sich ungetrennte Mehle. Das sind Mehlsorten, die nicht in die verschiedenen Typen getrennt werden. Ansonsten mischen Sie sich ein normales Mehl mit einem Viertel Schrot.

Als Sauerteig können Sie das auch richten. Dafür setzen Sie das Mehl mit Joghurt an und lassen das bei Badezimmertemperatur bis Nachmittag reagieren. Der Sauerteig bekommt einen leichten Biergeruch, den Sie sicher gelegentlich in der Nähe unserer Forstbrauerei wahr nehmen.

Brotteig muss nicht fest sein. Wer sich beim Essen kochen quält, verliert sehr schnell die Lust auf diese Tätigkeit. Quälen tun sich höchstens Ochsen. Sicher keine intelligenten Köche mit richtiger Ausbildung. Und Sie müssen das auch nicht.

Mit der Flüssigkeitszugabe steuern Sie die Geschmeidigkeit des Teiges. Ist der Teig zu dünn, wird Ihr Brot zerfallen. Sie müssen lediglich darauf achten, dass der Teig fließt. Und das ist doch wohl leicht zu realisieren. Auf einen Liter/ein Kilo – Teig, gibt man 25 Gramm Zucker und 25 Gramm Salz.

Es reicht, die Pfanne oder den Topf auf der Stufe 3 der Induktion vorzuheizen. Nach der Zugabe des Teiges warten Sie etwas und schauen, ob der sich vom Rand etwas absetzt. In dem Moment gehen Sie auf Stufe 2 der Induktion, decken das Gefäß ab und warten etwa zehn Minuten. Das Brot ist fertig. Wollen Sie das Brot als Toast, halbieren oder vierteln Sie es einfach und wenden das Ganze. In dem Fall, dürfen Sie etwas Butter zusetzen.

Etwas Restschnee im Grödnerjoch

Lammfleisch allgemein


Bei Lamm scheiden sich die Geister. Der Grund ist nicht das Fleisch und dessen Geschmack, sondern eher die Zubereitung. Oder soll ich sagen, die mißlungene Zubereitung.

Generell gilt zu sagen, Lamm soll so frisch wie möglich verzehrt werden. Je frischer, desto schwächer der arteigene Geschmack.

Wer einen ausgeprägten Lammgeschmack bevorzugt, ist gut beraten, das Fleisch entweder gefroren oder gut gehangen nachzufragen. Je länger es hängt, desto intensiver ist der Eigengeschmack.

In den meisten Fällen wird dem Fleisch, um den Eigengeschmack zu unterdrücken, irrsinnig viel Knoblauch zugesetzt. In dem Fall reden wir nicht von einem Lammgericht, sondern von einer Knoblauchsuppe. In den Gelbaugenkreisen mag das beliebt sein. Deren Leber verspricht sich wahrscheinlich eine Erholungspause. Zu Lamm schmeckt nun mal kein Alkohol. Und schon gar kein Wein. Der Alkohol dient eher der Neutralisierung eines verunglückten Küchenversuchs.

Lamm schmeckt am besten in Ragoutform. Auch da gilt, je kleiner desto schmeckts. Geschnetzeltes vom Lamm ist praktisch der Höhepunkt einer Tafel. Statt mit Bohnen, verträgt sich Lamm am besten mit Weißkraut. Alle Iren, Schotten und Briten wissen das.

In südlicheren Regionen wird Lamm vorzugsweise als Hackfleisch konsumiert. Auch gegrillt. Wer dennoch Appetit auf einen anständigen Brocken hat, muß nicht zu lange in der Küche stehen. Ähnlich einem Gigot, das ist die ganze Keule mit Knochen, kann sich der Koch auch eine Oberschale oder eine Nuß in den Grill geben. Bevor wir morgens auf Arbeit gehen, können wir das gute Stück schon etwas ölen, würzen ohne zu Salzen. Marinieren nennen wir das in der Küche. Bevor Sie mit Knoblauch um sich schmeißen, probieren Sie einfach Pfefferminz und Zitronenmelisse. Sie werden staunen. In dem Fall, würde ich das Stück rosa probieren. Pro Kilogramm Fleisch wird in etwa 15 Minuten gerechnet. Möchten Sie das Fleisch bekrustet, könnten Sie kurz vor Fertigstellung, mit gebutterten Semmelbrösel und etwas geriebenem Hartkäse nach helfen. Ich persönlich liebe das als extra Zugabe nach dem Aufschneiden in dünne Scheiben.

Lamm liebt Butter und harten Käse. Verabschieden Sie sich von Modegewürzen wie Thymian. Thymian ist ein Gewürz, das der Herstellung von hausschlachtener Wurst dient. Timo, italienisch, macht Fett etwas verträglicher. Bestenfalls können wir damit Bohnen und Kartoffeln würzen. Alles Andere ist einfach ekelhaft. Ich möchte nicht wissen, wie viele Essen allein nach diversen Fernsehsendungen versaut wurden.

Um ein Gewürz und seine Verträglichkeit zu probieren, nimmt sich ein Koch einen Löffel voll der zu würzenden Zutat und würzt sie mit dem Vorhaben. Erst wenn das schmeckt, wird es in dem Gericht angewendet.

In Frankreich gibt es ein Lammgericht mit Bohnen. Cassoulet.

Diesem Lamm wird Speck, Gepökeltes und auch bisweilen Gans zugesetzt. Mit Gans harmonisiert Lamm ganz besonders. In dem Fall, sollte das Lamm gehangen sein. Das Abhängen können Sie auch mit Einfrieren simulieren.

Die mit Abstand beste Beilage zum Braten ist eine Sandkartoffel. Sandkartoffeln sind in Butterbrösel gewälzte Kartoffelviertel von Salz- oder Pellkartoffeln.

Wie üblich, können würzende Joghurt- und Quarksaucen zum gegrillten Lamm serviert werden. Eine Salsa verde mit etwas Estragon schadet nicht.

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