Fortsetzung Die Erweiterung


Steffen und Karin kommen an diesem Wochenende. Wir erwarten wieder eine Strip Show aus Amerika. Dieses Mal sind es die Dream Boys. Steffen hat davon gehört und Karin angetrieben. Die Zwei haben uns einen großen Koffer Geschenke versprochen. Wir haben, im Gegenzug, eine kostenlose Kost und Logis versprochen. Das sind wir unseren Freunden schuldig.

Unsere monatliche Belastung durch Kredite steigt mittlerweile auf sage und schreibe, siebzehn Tausend Mark. Viele unserer Freunde und Konkurrenten fragen sich,wie wir das aufbringen.

Ein guter Kollege, der auch einen Gasthof umgebaut hat, hat sich deswegen aufgehangen. Wir sind nicht nur traurig, sondern auch etwas besorgt. Der Umgang mit den Investoren hat sich wesentlich verändert. Wir registrieren schon eine gewisse Bosheit. Offensichtlich hat Keiner damit gerechnet, dass die Schuldner so problemlos die Wucherkredite bedienen. Es vergeht keine Woche, in der nicht neue Hürden präsentiert werden. Regeln, die es weltweit nicht gibt. Aber bei uns.

Alle Kollegen haben irgendwie immer die gleichen Ideen. Es könnte auch sein, man hat sich das untereinander abgeschaut. Wir jedenfalls haben ins Auge gefasst, Essen außer Haus anzubieten. Der Zwang, die Darlehen zu bedienen, ist Ausschlag gebend dafür.

Fortsetzung folgt

Fortsetzung Der Wandel


Plötzlich wollen die ganzen verkappten Gastwirte des Westens ein Geschäft machen. Sie wollen ihre herunter gewirtschafteten Mühlen teuer verschleudern oder unter verpachten. Auf DDR Gastwirte wartet ein Heer von Kriminellen. Angefangen bei Geschirrvertretern. Gefolgt von Anzeigenvertretern und nicht zuletzt, von Kreditvermittlern. Von einem Tag zum anderen, tritt vor unsere Türen der gesamte kriminelle Abschaum dieser Erde. Begleitend dazu, hat man auch gleich die DDR Gesetze beseitigt. Freie Fahrt für westdeutsche Kriminelle. Die umfassende Plünderung durch ein kriminelles Gesindel kann also beginnen. Das nennt sich dann in ihrem Deutsch, Wirtschaftswunder. Selbst aus der Schweiz und Holland kommen Vertreter, die sich anbieten, Gewinne oder Bargeld ins Ausland zu transferieren. Sagen wir einfach Klauen dazu. Vater ist fast am Verzweifeln. „Wenn ich die Tür öffne, steht immer ein Verbrecher davor!

Für dieses abscheuliche Gesindel hast Du ein Leben lang gearbeitet.“ Vater hat früher anders vom Westen gesprochen. Ein Tag, und er ist nachhaltig geheilt.

Gastwirtschaften sind eigentlich Gebäude mit einer offenen Tür für Gäste. Wenn diese Gäste ausnahmslos aus Verbrechern bestehen, ändert sich auch die Einstellung der Gastwirte. Ab genau dem Tag, sind sie keine Gastwirte mehr.

Die DDR steht also jetzt zum Verkauf. Die Kammer unterrichtet uns, wir könnten jetzt unseren Betrieb retten, in dem wir ihn kaufen. Es gibt jetzt eine Treuhand. Schon der Name müsste jeden DDR Bürger nachhaltig erschrecken. DDR Bürger bestehen zum großen Teil aus Bürgern der Gebiete, die schon unter Hitler besetzt waren. In Folge des verlorenen Angriffskriegs wurden unsere Eltern und Großeltern umgesiedelt. Das war natürlich eine Enteignung. Und genau diese Enteignung erleben diese Leute jetzt das zweite Mal. Nicht etwa durch die medial verhassten Kommunisten. Nein. Es waren die alten Herren der früheren Jahre. Kriminelle und Völkermörder.

Unsere Kammer empfahl uns also, auf die Treuhand zu gehen und dort um ein Objekt anzusuchen.

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