Fortsetzung Die Motive


Im Büro liegen nun die Auswertungen mit der Zeit des Todes von Toni. Auch der Unfall ist zeitlich ziemlich konkret beschrieben. Die ersten Daten waren dazu einfach noch zu ungenau. Jetzt kann Toni die Tatzeit ziemlich genau eingrenzen.

Alfred ist innerhalb sechs Stunden nach seinem Unfall gestorben. Er kann frühmorgens unmöglich warm gewesen sein. Die Feststellung von Max, dem Radfahrer, muss andere Ursachen haben. Zuerst muss Toni den Max, der einsitzt, fragen, wie warm er Alfreds Körper empfunden hat. Alfred lag auf Morastboden. Toni glaubt, der Boden ist im Sommer oder Herbst etwas wärmer als der gewöhnliche Boden. Toni denkt, der Boden hält auch die Wärme etwas länger. Das könnte auch an der Wassertemperatur liegen, die natürlich in die Umgebung abgegeben wird.

Von der Zeit her, passen viele Bewegungen der Verdächtigen in den Rahmen. Die Verdächtigen hätten demnach alle, Alfred bedrängen können. Welches Motiv jetzt das wichtigste ist, dürften die Beweise klarstellen.

Das kommende Kapitel heißt:

Die Beweise

Das ist das vorletzte Kapitel. Das letzte Kapitel

Die Aufklärung

ist dann geheime Verschlußsache.

Ab dann, fängt der Roman:

Dana – das Zimmermädchen an. Das ist ein Arbeitstitel. Ich muss die

Titelvergabe und den Schutz erst recherchieren.

Das Zimmermädchen etc. als Titel ist leider schon besetzt.

Nebenbei arbeite ich an „Joana 2„, die Fortsetzung des Liebesromans „Joana“

Verbandswechsel 240921


Beim Verbandswechsel heute ist mir ein Fotofehler passiert. Trotzdem sehen wir einen Erfolg nach der Bearbeitung des Fotos. Den Fuß habe ich wieder normal hinbekommen. Mit einer Elastikbinde ging das gut. Der große dunkle Fleck ist Jod. Der Grind scheint wegen dem Verwackeln größer als er tatsächlich ist. In zwei Tagen gibt es bessere Fotos. Die Naht ist praktisch verheilt und zugewachsen. Das, was hier wie eine Naht aussieht, ist lediglich die Druckspur der Kompression. Es scheint, damit ist Alles überstanden. Die Hoffnung, noch im September wieder auf dem Moto zu sitzen, scheint aufzugehen. 

Das Foto sieht in etwa aus wie die Lügen – Fotos diverser NatoTerroristen in Libyen, Syrien etc,.

Mein Gott. Die frische Luft hat mir tatsächlich gefehlt.

Fortsetzung Die Motive


Zum Glück ist die Aschbachbahn gleich an der Bahnhaltestelle. Irgendwie sieht Toni jetzt fast schon einen Vorteil in seinem Wohnsitz. Ins Schnalstal wäre er bedeutend länger unterwegs.

Monika liegt auf dem Bett und liest. Sie liest die Unterlagen. Gekocht hat sie. Auch geputzt. Die Hütte glänzt und duftet. Toni ist das gar nicht gewohnt.
„Deine Hütte war aber sehr schön sauber“, schmeichelt sie Toni zu. ‚Frisch verheiratet. Ich kann es noch gar nicht fassen‘, denkt Toni.

„Ich habe mal kurz den Fall durchgelesen. Mir sind ein paar Dinge aufgefallen. Dazu hast du keine Notizen angelegt.“

„Das besprechen wir nach dem Essen. Wäre es nicht erst mal besser, die Hochzeitsnacht nachzuholen?“

Monika gefällt der Gedanke. In der Dusche hat sie ein neues Duschbad hingelegt. Es riecht aufregend frisch.

Fünf Stunden später essen sie zusammen. Toni hat keine Lust mehr, über den Fall zu reden. Die Hochzeitsnacht dauert bis zum Morgen.

Am Morgen fragt Monika, Toni, wo das Auto steht, wenn Alois die Familie von Christine besucht. Toni muss zugeben, daran nicht gedacht zu haben. Schimmer noch. Er weiß nicht einmal, mit welchem Auto er Christine nach Hause bringt, wenn sie nicht mit Stefan fährt. Dazu muss er erfahren, wann Christine mit Stefan nach Hause fährt. Beide sagten, sie fahren immer zusammen. Und das wurde bereits von den Kolleginnen widerlegt. Vorerst will er das ruhen lassen und noch mal die Familie von Christine befragen. Monika möchte mit fahren. Sie kennt die Familie. Christine und sie waren zusammen auf der Schule in Meran. Man hat sich gelegentlich besucht. Beide Familien betreiben eine Hütte. Toni erinnert sich. Rudi, der Imbissbetreiber, hatte so etwas angedeutet.

Fortsetzung folgt

Etwas Geschichtsunterricht gefällig?


http://ddr-kabinett-bochum.blogspot.com/2021/09/die-ruckkehr-deutscher.html

Feindliche Übernahme
DDR-Bürgerinnen und -Bürgern wurde besagtes Wertesystem zwar nicht gewaltsam oktroyiert, aber die Vereinnahmung ihres Landes glich einem Krieg – einem Krieg nach innen mit Millionen Opfern. Es war eine Annexion, die einer Kolonialisierung gleichkam, geführt als Prozess imperialistischer Unterwerfung mit bürokratisch-deutscher Gründlichkeit.
In den 1950er-Jahren hat sich der französische Philosoph Jean-Paul Sartre mit dem Kolonialismus Frankreichs beschäftigt. Als Hauptmerkmale charakterisierte er: Widerstände brechen, Kader zerschlagen, unterwerfen, terrorisieren, koloniales Wirtschaftssystem etablieren, keine eigene Industrie schaffen, das Kapital bleibt in Frankreich, Fertigwaren in Kolonien absetzen.
Zu Recht haben bereits nach 1990 Wissenschaftler von einer Kolonialisierung der DDR gesprochen – die Bedingungen unterscheiden sich, Methoden und das Profitziel gleichen sich. Der erste Chef der Treuhand, Detlev Rohwedder, beklagte, dass sich Unternehmer beim Überschreiten der „Zonengrenze“ wie „Kolonialoffiziere“ bewegten.
Die Kolonialisierung begann mit der Ausnutzung innerer Widersprüche der DDR und gezielter Einmischung in deren innere Angelegenheiten durch die BRD. Noch vor dem „Beitritt“ der DDR zur BRD am 3. Oktober 1990 leitete die Währungsunion am 1. Juli desselben Jahres die Zerstörung der Volkswirtschaft eines ganzen Landes ein. Der folgende Umbau der sozialistischen Planwirtschaft in eine kapitalistische, angeblich „soziale“ Marktwirtschaft führte zu fast vier Millionen Arbeitslosen; das entsprach etwa 45 Prozent der Erwerbstätigen. Die Treuhand erwies sich hierbei als das entscheidende Instrument, das mit kriminellen Methoden enteignete, verschleuderte, korrumpierte, gesellschaftliches Eigentum privatisierte. Laut Rohwedder blieben von über 600 Milliarden DM übernommenen DDR-Vermögens nach Auflösung der Treuhand Schulden von mehr als 200 Milliarden DM – ein Minus von rund 850 Milliarden DM. Soweit DDR-Kader noch benötigt wurden – zumeist nur für einen kurzen Zeitraum der Übernahme –, unterlagen sie einem ausgeklügelten System der Überprüfung und Auslese, einer Art „Radikalenerlass für die DDR“.
Arbeits- und Perspektivlosigkeit im Osten führten zur Massenabwanderung insbesondere junger Menschen. Spezialisten gingen ins Ausland. Städte wurden entvölkert und schrumpften – es blieben nur die Alten.
Durch Import von 30.000 Beamten aus dem Westen, darunter viele abgehalfterte „Führungskräfte“, wurde das besetzte Land fremdbestimmt. Das spiegelte sich in den Verwaltungen wider, vor allem in den Schlüssel- und Spitzenpositionen.Um möglichen Widerstand zu brechen, wurden die führenden Kader der DDR kriminalisiert und bestraft – mit etwa 85.000 Strafverfahren, mehr als 1.000 Verurteilungen, Rentenkürzungen und öffentlichen Diffamierungen.
Die Arbeits- und Lebensbedingungen, Einkünfte und Renten der „neuen Bundesbürger“ entsprachen nicht denen der Bürger in den alten Bundesländern. Das eigene Grundgesetz, das in allen Bundesländern „gleichartige“ Lebensverhältnisse nach Artikel 72 vorschreibt, wurde damit verletzt. Die zunächst im Grundgesetz geforderte „Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse“ wurde gegen Mitte der 1990er-Jahre in „gleichwertige“ abgemildert – und selbst das wurde nicht erfüllt.

Dieses Lied können sämtliche Bürger des sozialistischen Lagers singen:


„Libyen: „Mein Diplom hat jeglichen Wert verloren“ – Libyens junge Absolventen stehen vor einer ungewissen Zukunft

https://allafrica.com/stories/202109210128.html

Wir reden von mehreren Millionen Hochschul gebildeten Bürgern, die bei uns im Tourismusgewerbe als Abspüler und Zimmermädchen arbeiten.

Ehrlich gesagt, fällt es diesen Kadern auch sehr schwer, sich einhundert Jahre zurück zu entwickeln. Die Urzeit war bei uns Thema im Geschichtsunterricht. Wir konnten nicht annähernd ahnen, dass sie heute noch vorherrscht.

Einer von rund 150 Staaten ist heute mal das Thema:


https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8712/

Genau deswegen werden Westdeutsche so sehr geliebt auf der ganzen Welt. Arbeiter und Proleten können selten etwas dafür. Die bereisen aber auch nicht die Welt und spielen einen auf Herrenrasse. Wer das in Bars und Hotels miterleben und hören darf, bezeichnet diese „Gäste“ auch nicht als Volk.

In Syrien, Libyen, Iran, Mali, Irak usw., kommen zu den Altschulden, neue. Das Reich bräuchte heute fast einhundert Generationen, um diese Schuld abzudrücken. Auch gegenüber den DDR Bürgern.

Wie machen wir die Schuldigen – die Kriminellen, Massenmörder, Kinderficker, Menschenhändler, Diebe, Räuber, Besatzer und Großmäuler für den angerichteten Schaden haftbar? Normal würde man diesen Abschaum, hängen.

Genosse Stalin hatte einen besseren Vorschlag: Er gab den Kriminellen die Möglichkeit, das zu tun, wozu sie Arbeiter zwingen: Arbeiten.

Und das verträgt sich einfach nicht mit dem Gemüt, Kinder fickender, stinkfauler Krimineller. Es muss also etwas Zwang her.

Fortsetzung Die Motive


Nach dem Kontakt mit der Familie des Motorradfahrers wurde schnell klar, die Radfahrer haben schwer gelogen. Die Familie gab an, er hätte eintausend und fünfhundert Euro in bar mit gehabt. Dazu Kredit- und Debitkarten. Das Hotel in Corvara wollte er mit Karte bezahlen. Wegen dem Überblick und dem Nachweis. Als Toni von Kurfar redete, erntete er von Marco ein Lächeln. Von all den Gegenständen haben die Helfer nichts gefunden. Auf die Befragung, ob sie das entnommen hätten, griffen sich alle Helfer an den Kopf. „Wir sind Helfer, keine Räuber! Alles, was wir finden, verpacken wir in einem Behälter.“ Marco schaute auf die Augen der Jungs und sagte zu Toni, „die lügen nicht.“

Bei der Gegenüberstellung wurde auch schnell klar, die kennen sich untereinander nicht. Der Diebstahl wurde also von den Radfahrern ausgeführt.

Die deutschen Kollegen könnten jetzt mal ermitteln, über welche Quellen die verkauft haben. Es steht der Vorwurf der organisierten Hehlerei im Raum. Wenn das zutrifft mit der Körperverletzung, könnte schon fast Mord im Spiel sein. Toni nimmt sich vor, abends noch einmal die Spuren vom Tod Alfreds zu untersuchen. Vielleicht hilft ihm Monika dabei. Langsam aber sicher, geht Toni davon aus, die Radfahrer sind eine organisierte Bande.

Vielleicht sollten sich Marco und Toni mal darum kümmern, zu hinterfragen, ob die eventuell Kumpanen haben. Toni will sich darauf konzentrieren. Marco soll mal ähnliche Fälle untersuchen und die sicher gestellten Spuren vergleichen.

Eigentlich wollte Marco noch in der Gelben Schwalbe, Verhöre führen. Die Hochzeit ist für die Verschiebung der Grund. Über Nacht wurde aus der gemütlichen Ermittlung, eine unter Zeitdruck. Das passt Marco nicht.

„Machen wir Überstunden?“, fragt er Toni.

„Ich bin frisch verheiratet, Marco. Bitte! Wir schaffen das auch so.“

„Also, bis morgen.“

Fortsetzung folgt

Fortsetzung Die Motive


Am Morgen verabschieden sich die zwei frisch Verheirateten und Marco. Der Fall ruft zur Eile. Zuerst geht Marco ins Verhör. Toni soll etwas später dazu stoßen. Papa Lukas hat Monika drei Tage frei gegeben. Die Tage will Monika nutzen, Toni etwas Ordnung in seine Hütte zu bringen. An den Unterlagen kommt sie nicht vorbei. Die Neugierde lässt ihr keine Ruhe. Monika liest sich fest.

Toni ist mit der Seilbahn runter gefahren. Es regnet. Am Berg führt das regelmäßig zu kleineren Muren. Die schütten sehr viel Kies und Sand auf die Straße. Das ist Toni auf der schmalen Straße etwas zu gefährlich.

Im Meraner Büro angekommen, wird er bereits von Marco begrüßt. „Es gibt neue Erkenntnisse“, sagt er. Der Unfall mit dem Motorradfahrer geht zu deren Lasten. Max, der schon das erste Vergehen gestanden hat, hat auch das zweite zugegeben. Sie hätten bei dem Motorradfahrer nur die Papiere gesucht, um die Nothilfe zu informieren. Nach dem Raub der Wertsachen und der Papiere, hätten sie einen Tag gewartet, ob ihn jemand findet. Tags darauf, sind sie mit dem Fahrrad hin gefahren, und haben die Nothilfe informiert. Die Spurensicherung fand deren Autospuren. Die Geständnisse waren also nur eine Geduldsfrage.

Auf die Frage, wie viel Geld und Wertsachen sie dem Motorradfahrer entnommen haben, kam die größte Lüge. Sie hätten bei ihm nur zwanzig Euro gefunden und die Papiere. Die haben sie wie die anderen, verkauft.

Fortsetzung folgt

Fortsetzung Die Motive


Monika verspricht Toni, ihm bei seinen Ermittlungen zu helfen. Toni verspricht sich Etwas davon. Monika hat sowohl reichlich Menschenkenntnis als auch ein sehr logisches Denkvermögen. Der Polterabend geht ziemlich lange. Alle freuen sich, diesen Anlass ganz in Familie zu feiern. Ein paar Hausgäste kommen neugierig gratulieren. Eigentlich reicht das, um es im Umfeld bekannt zu machen. Die Zwei haben die Hochzeit in Lana bestellt.

Am Morgen trifft sich die Familie. Alle sind nervös. Die Frauen haben jetzt schon feuchte Augen. Tonis Eltern warten in Lana. Die Hochzeit ist schnell beglaubigt. Nur die Familienangehörigen fotografieren etwas. Gemeinsam Essen, wollen die Gäste auf der Hütte. Flavio hat schon Etwas vorbereitet. Es gibt ein Ultner Spanferkel vom Grill. Das ist zusammen mit einem Ultner Lamm gekommen, das Flavio bestellt hatte. Das Lamm grillt er auch. Vielleicht haben die Gäste Appetit darauf. Den Rest wird er sicher an die anderen Gäste verkaufen. Die schleichen eh schon eine geraume Zeit um den Grill. Der Duft lässt sie nicht ruhen.

Trotzdem Keiner von der Hochzeit gesprochen hat, sind nahezu fünfzig Gäste zugegen. Marco lacht zusammen mit Lukas. „Südtiroler Verschwiegenheit“, sagt Marco.

Frieda und Lukas übernehmen die Kosten. Sie streiten darüber gerade mit Waltraud und Walter. Die Einigung wird mit einem Selbstgebrannten begossen. Sie teilen sich die Kosten. Der Abend ist sehr schön. Vollziehen kann Toni die Ehe heute nicht mehr. Er ist schwer angetrunken. Monika tröstet ihn und sagt, „die Ehe hast du ja gestern schon so gut vollzogen.“

Fortsetzung folgt