Dumm frisst viel


Gelegentlich besuche ich Betriebe, in denen ich früher gedient habe. Eigentlich will ich nur erfahren, wie sich die Gästelage so entwickelt hat in den letzten Monaten. Nach drei Tagen Dauerstau auf der Vinschger Straße durch die Virenschleudern aus dem Reich, Österreich und der Schweiz, die urplötzlich mit dem Aufmarsch an der Ostfront, gesund geworden sind, wollte ich mal schauen, wie sich deren Appetit nach den aktuellen Preissteigerungen entwickelt hat. Wir dürfen ja jetzt davon ausgehen, zu uns kommen verhungerte, bettelnde, frierende Stadtbewohner, die jeden Tag um ihre Wohnung zittern bei der säumigen Mietzahlung. 

Tja. Dann schaue ich so auf das Menü und den Serviervorgang. Auch den Müll durfte ich sehen. Sprich, die Verpackung, welche diese Gäste uns so hinterlassen. Das Gesäuf kommt jetzt in Büchsen aus dem Reich. Das steht zumindest auf den Büchsen. Die werden ganz sicher wo Anders mit dem Reinheitsgebot versehen. Und das wird unser Problemmüll. Ein Zimmer ergibt pro Tag!, eine halbe Mülltonne – ungepresst. Wir dürfen also von Müllhorden ausgehen. 

Jetzt habe ich das Menü verfolgt. Vorspeise ein Salatbuffet. Zurück kommt nicht ein einziger Behälter mit einem Gramm Inhalt. Sogar das Dressing scheinen die zu saufen. Als Vorspeise durfte ich sehen, wie ein Pfund Spinatspätzle mit Sahne, Käse, Schinken pro Person in einem Schlund verschwinden, der im Leben nie gearbeitet haben muss für seinen Lebensunterhalt. Der Hauptgang ist dann der Clou. Neben einer Portion Röstkartoffeln und Gemüse – sicher nicht üppig , bei der Vorspeise – und einem knappen Pfund Schweinsfilet pro Person, denkt ein Normalsterblicher schon an ein Krankenhaus und den Einsatz der Notversorgung. Irrtum! Ein kleines Dessert aus vier Windbeuteln gefüllt mit Creme, hier zu Lande: Pofiterol – es soll wichtig klingen – muss noch rein. Ich bin mir sicher, danach sind dutzende Verdauungsschnäpse fällig. Deutsche-, keine von hier. 

Was sagen wir jetzt, wenn Dumm viel frisst und dennoch zu viel säuft? Saudumm? Strotzdumm? Naja. Das überlasse ich mal meinen Lesern. 

Ich habe von wenigen Unfällen gehört bis jetzt. Wie scheint, können die Bürokräfte wenigstens Auto fahren mittlerweile. Denn bedenke: Fleißige Leute haben keine 40-Stunden-Woche, ein freies Wochenende und zahlreichen Nachwuchs. Das haben nur die Faulsten:-))

Ich habe heute auf dem Nachhauseweg, nach den Kontakten mit den Vollmonden tagsüber, sogar zur Dämmerung noch einen Rest von den Vollmonden gesehen.

Autor: dersaisonkoch

Meisterkoch der DDR

2 Kommentare zu „Dumm frisst viel“

  1. Eine interessante Theorie,der Umkehrschluss hieße dann gescheit frisst wenig.
    Mir persönlich sind Menschen mit Herzensbildung sowieso lieber als Intilligenzbestien die an ein Salatblatt knabbern.

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